Warum NichtraucherInnen nicht rauchen
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Meine Nachbarin und ich haben über das Rauchen diskutiert. Nämlich meine Nachbarin würde gerne das Rauchen anfangen, schafft es aber irgendwie nicht.
"Zum Rauchen muss man schon einen Grund haben", habe ich gesagt. "Das schmeckt doch widerlich, das Zeug, stinkt, und man fühlt sich schlecht dabei. Also da muss man schon einen Grund zu haben, um das alles zu überwinden!"
Da hat meine Nachbarin gesagt: "Aber du rauchst doch auch wie ein Schlot, Barbara. Wieso ICH nicht?"
Tja, so sind wir dazu gekommen, eine Theorie zu entwickeln, warum Nichtraucher nicht rauchen.
Zuerst Mal muss man von dem Pferd runter, dass Rauchen eine sinnlose Sache ist, bei der man sich bloß selbst schädigt und betrügt. Sagen doch alle! Ich sage: Keiner ist so dämlich, sich selbst übers Ohr zu hauen. Rauchen bringt echte, wirkliche Vorteile. Nicht bloß eingebildete. Deshalb will meine Nachbarin ja auch damit anfangen.
Rauchen ist eine Medizin mit beschissenen Nebenwirkungen. Dass sie nicht wirklich HEILT, sondern einen bloß hinhält oder den ganzen Scheiß auf andere Ebenen verschiebt, damit man die Zeit irgendwie übersteht, hat DIESE Medizin mit den meistern anderen gemeinsam.
Rauchen ist aber auch eine Sucht. Und weil es eine Sucht ist, kann es passieren, dass man weiter raucht, ohne zu merken, dass man gar keinen Grund mehr zum Rauchen hat. Nämlich weil man sich in der Zwischenzeit verändert hat. Oder weil sich die Bedingungen geändert haben. Bei solchen Leuten hilft dieses Buch: "Endlich nicht mehr rauchen". Bei denen, die einen Grund zum Rauchen haben, hilft das Buch nicht. Oder nicht sehr lange. Oder sie quälen sich die ganze Zeit nur rum.
Andererseits: Leute, die keinen Grund zum Rauchen haben, schaffen es nie, richtige Raucher zu werden. Und wenn sie sich auf den Kopf stellen! Wie meine Nachbarin.
Wir haben darüber geredet, was sie sich vom Rauchen erhofft.
"Dass ich etwas nicht unterdrücken muss", hat meine Nachbarin gesagt. "Dass ich mich nicht ANSTRENGEN muss. Entspannung. Mich GEHEN LASSEN können."
"Ah!" rufe ich. "Du willst was NICHT mehr niederhalten! ICH tue mit meiner Raucherei aber etwas niederhalten!"
"Und was?" fragt sie.
"Ich weiß, was es ist", sage ich. "Aber ich sag's nicht."
Sie sagt erst Mal gar nichts. War ja auch nicht nett von mir. Dann aber, nach einer Weile, sagt sie: "DU weißt wenigstens, WAS es ist. ICH weiß GAR NICHTS!"
"Du weißt nicht, was du nicht mehr niederhalten willst?" frage ich. "Nein", sagt meine Nachbarin. "Ich hab keinen Schimmer."
Und DAS genau ist der Unterschied. Wenn sie etwas so weit von sich geschoben hat, dass sie noch nicht mal mehr AHNT, was es sein könnte, wozu sollte sie dann noch rauchen?! Hätte doch keinen Sinn, etwas mit Rauchen niederzuhalten, das nicht mal bis zur OBERFLÄCHE kommt!
Barbara
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Rauchen - Doch eine Illusion?
Wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du: Bei gelungener Verdrängung hat man Rauchen nicht nötig.
Deine Nachbarin wünscht sich, etwas nicht mehr zu verdrängen. Rauchen wäre, glaubt sie vielleicht (oder ahnt sie es?), eine Möglichkeit, die Verdrängungsanstrengung zu reduzieren, ohne die Kontrolle zu verlieren.
Das passt zu meiner Erfahrung, dass ich durch Rauchen Dinge schaffe, zu denen ich mich sonst nicht aufraffen könnte. Rauchen ist ein Antidepressivum. Süchte treiben einen an, halten einen in Gang.
Ich hatte einmal etwas verdrängt, das dann in einer Therapie an die "Oberfläche" kam. All die Kräfte, die ich früher aufwenden musste, um die Verdrängung aufrecht zu erhalten, sind nun frei für andere Dinge.
Ich glaube, dass "Depression" das ist, was passiert, wenn man sehr viel Energie braucht, um Dinge "niederzuhalten", wie Du schreibst - "sehr viel", nicht "zu viel". Denn Verdrängen ist etwas, das man tut, um zu überleben.
Nicht die positiven Effekte, die Rauchen auf mich hat, sind eine Illusion, sondern die Erfüllbarkeit des Bedürfnisses, das ich mit Rauchen in Schach halte. Dieses Bedürfnis tauchte in der Zeit auf als meine Verdrängung nachließ. Es ist nicht erfüllbar. Könnte ich das einsehen, so würde ich wahrscheinlich aufhören zu rauchen. Tatsächlich WILL ich es aber nicht einsehen. In SO einer Welt, in der DAS nicht erfüllbar ist, will ich nicht leben! Zur Zeit würde ich also ohne Rauchen und ohne meine Illusionen ziemlich lebensmüde sein.
Vielleicht wäre Deine Nachbarin nicht dazu fähig, das Bedürfnis, das auftauchen würde, wenn sie in ihrer Verdrängung nachließe, mit der Illusion seiner Erfüllbarkeit zu bemänteln.
Nach allem scheint es vier ideale "Sorten" von Nichtraucherinnen zu geben (nichtrauchende RaucherInnen sind nicht berücksichtigt):
- solche, die keine Ahnung haben, um was für Bedürfnisse es hier überhaupt geht:
Hochleistungsverdrängerinnen (depressiv oder nicht - je nachdem, was sie zu verdrängen haben und wie gut sie Freuds Ideen realisieren konnten) - solche, die ohne Illusion leben: Buddhas
- solche, die ihre Illusionen anders aufrecht erhalten:
TräumerInnen, Gläubige diverser Art, anderweitig Süchtige - solche, deren Bedürfnisse erfüllt sind:
Glückliche oder BewohnerInnen des Schlaraffenlands - je nachdem
Nicki
Guten Tag miteinander ...
Ich bin zufällig auf die Site gestossen. Vielen Dank für die guten Beiträge und Eure Offenheit.
Ich kann NIKI nur zustimmen wenn sie schreibt: wir verdrängen um zu überleben. Genau das habe ich lange getan. Schon von früher Kindheit, sonst hätte ich nicht überlebt. Physischer, sexueller, psychischer Missbrauch waren oft vorhanden. Ich wollte mich auch als 15 jährige umbringen. Nach jahrelanger Bulimie habe ich endlich Heilung und Freiheit gefunden. Interessanterweise habe ich nie mit Rauchen angefangen. Mir wurde es beim ersten Mal soo schlecht! Und gegen Alkohol war ich schon immer abgeneigt. Mein Vater ist Alkoholiker und raucht wie ein Schlot. Meine Mutter ist mega süchtig aufs Rauchen und sagt selbst, dass sie es ist und nicht davon loskommt. Wir alle haben eine Art von Sucht, weil wir was niederhalten. Offene Süchte und versteckte zugleich. Rauchen und Fingernägelkauen und sich immer eine Portion mehr zu schöpfen, obwohl man genug hat, sind leider so offensichtlich, dass es jeder sieht; je nach dem wie man es praktiziert. Doch will ich aufhören etwas zu ändern in meinem Leben, nur dass vielleicht die anderen beginnen gut über mich zu reden. Ich tue es zuerst für mich, weil ich wertvoll bin und kostbar. Genau wie alle Menschenleben auf dieser Erde.
Mich stört am Rauchen, dass ich und die Kinder automatisch dem Rauch in der Öffentlickeit ausgesetzt bin. Ich habe auch gute Freunde unter Rauchern, doch finde ich es rücksichtlos, dass ich "mitrauchen" muss, wenn ich z.B.am Essen bin. Die meisten warten noch oder gehen kurz raus oder tun`s nacher..finde ich ok. Bei mir zuhause müssen sie eh in den Garten. :-)Doch ihnen dauernd vorhalten, wie schlimm das Rauchen ist, habe ich aufgegeben. Das wissen sie selbst. So wie ich meine Unterstützung zum Aufhören anbiete, will ich auch Hilfe für mich annehmen können. Doch nur entsprechend meiner Erkenntnis, dass was geändert werden muss, und meines Willens kann überhaupt etwas in Gang gebracht werden.
Mit 17 zog ich von zuhause aus, und war froh mal weit entfernt von zu Hause zu sein. Wobei die Definition "zu Hause", wie ein Hohn in meinem Herzen klang. Ich brauchte Hilfe. Jemand der an mich glaubte, mir vertraute, mich liebte auch wenn ich Mist baute. In dieser Zeit traf ich eine Entscheidung, entweder rechnest Du jetzt mit Gottes Hilfe oder lässt es ganz sein. Ein Wischiwaschi- tolerantes und scheiss- auf- die- Welt Leben, wollte ich nicht aktzeptieren, weil ich mich selbst unglücklich machte. So entschied ich Jesus in mein Leben zu lassen, und dort aufzumachen was ich all die Jahre nieder gehalten habe. Ich habe den engsten Menschen vertraut und es wurde ausgenützt. Mein Herz blutete vor Schmerz, Bitterkeit, Groll und Wut. Da mir Jesus die Sünden vergeben hat, musste ich auch vergeben. Es war und ist manchmal knochenhart, weil ich rein menschlich verständlich Rache will. Vergeben heisst nicht vergessen, doch heisst es nicht mehr nachtragen, neu anfangen und loslassen, wieder glauben zu können und zu hoffen, dass sich Menschen und Dinge positiv verändern können. Ich habe Gott alles hingehalten, statt in mir zu verbergen und eben niederzuhalten. Er versteht und liebt mich. Doch muss ich vergeben, sonst wird mich später die Bitterkeit hart und unversöhnlich werden lassen und solch ein Mensch will ich nicht werden. In der Krankenpflege sehe ich genug bittere Meschen, die sich wie einem inneren Schwur hingegeben haben.
Dass ich heute von Bulimie geheilt bin ist ein Wunder! Ich esse und freue mich daran, ich mag mich mehr als zuvor. Ich habe Familie, einen Mann der mich aushält, weil ich zwischendurch auch ein Eckel sein kann. Mit ihm könnte ich alt werden. Ich liebe meinen Beruf etc. das alles ist ein Geschenk! Meine Problem sind nicht einfach weg. Doch haben wie den besten Problemlöser der Welt! Mein Bruder wäre fast an Krebs gestorben und im Prozess der Wiederherstellung, obwohl wir keine Garantie haben, erleben wir Versöhnung und ein neues Miteinander. Früher haben wir uns gehasst.
Nun habe ich aber viel geschrieben. Ich danke Euch, dass Ihr bis hierhin gelesen habt! Ich will euch ermutigen, nicht aufzugeben. Seid Ihr Fress-brech-,drogen-,fernseh-,PC-,alkohol-,pornographie oder sexsüchtig, und Ihr wollt echt da raus und ein neues Leben beginnen, dann haltet es Jesus hin. Er will Euch helfen. Wir müssen aufhören alles immer selbst machen zu wollen.
Ich wünsche Euch ein megaerfolgreiches Jahr!
Liebe Grüsse von Jeannette
Liebe Jeannette,
wir könnten ebenso anfangen eins nie allein tun wollen. alphabethisierend bis zehn zählend brudermordendenschwesterPrincest.
Schön für Dich, wenn Du Jesus gefunden hast, manchmal ist der Erstgeborene eine Tochter oder der Eingeborene (oder letzter Mohikaner), mancheiner wär erlöst, hinge der Heilige Geist salbernd am Kreuz.
Und bei der Gelegenheit entdeck ich sie, die fiese Fliese als Untergrund zum Textwurm (wohl anstatt Wiese)
echt schön bei Euch
wohl fühl ich mich
existieren kann ich später auch noch...
Uwe
Raucher
Ich bin überzeugte NICHTRAUCHERIN und 15 Jahre alt. In meiner Familie und Meinem Umfeld ist es schwer den Rauchern zu entkommen, über all räuchert es. Aber ich rauche nicht, weil ich Astmatikerin bin, brauch ich da noch mehr Lungenbeschwerden. Aber am liebsten vergleiche ich mich mit anderen, ich bin die kleine, kräftige, liebe, verantwortungsbewusste, egoistische und gemobbte ICH. Wenn ich mich dann, wie ich es gerne mache mit meinem Biologie Lehrer vergleiche, merkt man den totalen Kontrast, der ist alt, groß, dick, laut, ´´verantwortlich``, Lehrer und Raucher, aber wie und das stört mich total. Wenn der dann anfängt vom Rauchen zu labbern, muss ich doch immer etwaas lachen, denn in meinen Augen sind alle Raucher Weicheier, Warmduscher, Abhängige, Unfreie, den wo ich mein Leben frei genissen kann hängt der blöde Raucher an der Kippe und freut sich darüber das er aus dem Mund wie alter Aschenbecher riecht. Geben haufen weise Geld aus für ihre spätere Krankheit, für ein kurzes Vergnügen, für die Schädigung der Fruchtbarkeit und wundern sich warum sie mit 30 immer noch kinderlos sind. Wundern sich warum sie früher sterben, Herzinfakte und Schlaganfälle erleiden und wie viel Geld ICH doch zu denen im Vergleich habe, wo ich vielleicht genauso viel verdiene wie die.
Die spinnen doch die Raucher, de Weicheiers
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