Psychiatrisches Fachwörterbuch: Dyskalkulie

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Dyskalkulie = Rechenschwäche


Dyskalkulie beruht auf der Unmöglichkeit, allen Menschen mit ähnlichen Lehrmethoden mathematische Begriffe verständlich zu machen.


Damit Dyskalkulie entsteht, ist der Glaube erforderlich, dass

  1. ähnliche Lehrmethoden bei verschiedenen Menschen zum Lernerfolg führen müssten
  2. alle Menschen ab einem gewissen Alter gewisse mathematische Begriffe beherrschen müssten.


Zur "Behandlung" der Dyskalkulie werden entsprechend andere Lehrmethoden eingesetzt als üblich.

Die normativen Voraussetzungen des dominanten Dyskalkulie-Begriffs werden verdeckt, indem die Dyskalkulie als individuelle "Entwicklungsverzögerung" der betroffenen Menschen interpretiert wird. Dies geht so weit, dass man "psychische und psychosomatische Folgesymptome" der Dyskalkulie zu erkennen glaubt (sie z.B. Ärzte Zeitung 19.07.2006).


Siehe auch


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