Handys und Schnurloses
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Handys
Die Hamburger Behörde für Umwelt und Gesundheit gibt bekannt: Zwar sind Handys nicht "krankmachend" und sowieso ist nichts bewiesen, aber Jugendliche und Kinder sollten "nur in Ausnahmefällen" Handys benutzen, weil erstere "besonders empfindlich" seien.
Hier ist der gesamte Text als PDF: Broschüre der Umweltbehörde HH: Tipps zum Umgang mit Handys, Juli 2002.
Obiger Link funktioniert nicht. Habe am 8.1.05 bei pressestelle [at] bug.hamburg.de nachgefragt, wo sich das PDF nun befindet. Eine Antwort ist bisher (27.3.07) nicht eingetroffen. Hier ist die Presseinformation der Hamburger Gesundheitsbehörde, von der aus auf die Broschüre gelinkt wird.
Empfehlungen an das EU-Parlament
Das Department of Physics Coventry der University of Warwick (Großbritannien) und das Internationale Institut für Biophysik (Neuss-Holzheim, Deutschland) empfahlen dem Europäischen Parlament 2001 Folgendes:
... Es gibt einen Mangel an Konsens unter den Fachleuten über die Bedeutung und Glaubwürdigkeit von Untersuchungen biologischer Effekte GSM-typischer Strahlung und möglicher gesundheitsschädlicher Reaktionen dafür empfänglicher Personen (trotz vieler übereinstimmender, anekdotisch positiver Berichte). Man darf wahrscheinlich mit Fug und Recht sagen, dass, träfe ein neues Medikament oder Lebensmittel auf denselben Mangel an Konsens und gleich starke Bedenken, es niemals zugelassen würde.
- Notfälle ausgenommen wird von der länger andauernden Benutzung von Mobiltelefonen durch Kinder - besonders vor der Pubertät - wegen ihrer erhöhten Anfälligkeit für potenzielle gesundheitsschädliche Wirkungen dringend abgeraten.
- Die Mobiltelefonindustrie unterlässt es für die länger andauernde Benutzung von Mobiltelefonen durch Kinder mit Werbetaktiken zu werben, die sich den Gruppenzwang zu Nutze machen oder andere Strategien benutzen, für die die Jugend empfänglich sind, wie zum Beispiel die (jetzt eingestellten) Darstellungen von DISNEY-Figuren auf den Telefonen.
DNA-Veränderungen
In einer von der Europäischen Union geförderten Studie fand man heraus, dass elektromagnetische Wellen mit Handy-Intensität in Kulturen menschlicher und tierischer Zellen (in-vitro) DNA-Veränderungen verursachen. Inwieweit die Ergebnisse auf lebende Organismen übertragbar sind, ist unklar. (Ärztezeitung 29.6.04)
Krebsrisiken gesenkt
Nach einer Studie ist das Gliom- und Meningiom-Risiko bei HandynutzerInnern niedriger als bei Menschen, die keine Handys nutzen. Da die meisten Menschen Handys erst seit wenigen Jahren benutzen, kann das Krebsrisiko im Allgemeinen allerdings noch nicht hinreichend eingeschätzt werden. (Ärzte Zeitung 13.4.05)
Siehe auch
- Forscher sehen kein Risiko bei Mobil-Telefonen
Ärzte Zeitung 12.9.06
Verfrühte Entwarnungen
Die Zeit 41 Nr. 39 v. 21.09.2006:
(Blettner ist Epidemiologie-Professorin und ehemalige Vorsitzende der Strahlenschutzkommission.)
“Verfrühte Entwarnung - Ob Handys schlecht fürs Hirn sind, bleibt ungeklärt“Auf der Titelseite ... berichtete Bild von Blettners Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. Überschrift: Amtlich! Handys für Menschen ungefährlich.
Schön wär’s, es trifft aber in keiner Hinsicht zu. Weder ist Blettner eine Amtsperson, noch hatte sie über Gesundheitsgefahren gesprochen. Und eigentlich auch nicht über Handys, sondern über die Sendeantennen der Netze: Blettner hatte auf der Tagung in Leipzig eine bundesweite Umfrage vorgestellt, die das rein subjektive Gefühl der Beeinträchtigung durch solche Anlagen in der Bevölkerung untersuchte. Ergebnis: Das Maß der Besorgnis hängt nicht davon ab, ob die Befragten nahe einer Sendestation wohnen. Mit der wirklichen Gefährdung hat das natürlich nichts zu tun.
... Auch bedächtigere Blätter gaben fälschlich Entwarnung in Sachen Handystrahlung. ... Eine schwedische Großstudie fand Anfang 2006 ein deutlich erhöhtes Tumor-Risiko bei mobilen Vieltelefonierern. Fast gleichzeitig verneinte eine britische Studie einen solchen Zusammenhang.
Bundesamt für Strahlenschutz
Pressemitteilung des Bundesamts für Strahlenschutz vom 31.01.2007:
Zu den heute in der Süddeutschen Zeitung aufgegriffenen Ergebnissen einer Studie in fünf nordeuropäischen Ländern zu möglichen Gesundheitsgefährdungen durch den Gebrauch von Handys erklärt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS):Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse bestätigen den vom BfS vertretenen Vorsorgegedanken beim Gebrauch von Handys. Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand besteht zwar unterhalb der Grenzwerte keine gesundheitliche Gefährdung durch den Mobilfunk. Allerdings zeigt die Studie auch, dass nach wie vor wissenschaftliche Unsicherheiten bestehen. "Das BfS empfiehlt deshalb, die eigene Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten", erklärt Wolfram König, Präsident des BfS, und ergänzt: "Diese Haltung hat uns bisher nicht nur Lob eingebracht". ...
Bei der jetzt von einigen Medien aufgegriffenen Studie handelt sich um ein Teilergebnis einer größer angelegten Untersuchung, an der sich insgesamt 13 Länder beteiligen und deren Teilergebnisse derzeit zusammengeführt und ausgewertet werden. Mit einem abschließenden Ergebnis wird im Laufe des Jahres gerechnet. In der Studie wird der Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Tumoren des Zentralnervensystems und dem Verhalten von Mobilfunknutzern untersucht. Das jetzt vorliegende Teilergebnis liefert auch nach Aussage der Autoren keinen Beweis für die Gesundheitsgefährdung durch Handys, unterstreicht aber die Notwendigkeit weiterer wissenschaftlicher Forschung auf dem Gebiet, gerade hinsichtlich möglicher Langzeitwirkungen. ...
Siehe auch
- Mobilfunkseite des Umweltinstituts Münschen e.V.
- Gesundheitsgefährdung und Ausbeutung in Handy-Fabriken (Heise 28.11.2006)
Wireless LAN
Da aus wirtschaftlichen Gründen kaum Interesse an einem Nachweis von Gesundheitsbelastungen durch Gewinn bringende Waren besteht, fließen wenig Gelder in entsprechende Forschungsprojekte. Eigentlich hätten Verdachtsmomente, die einzelne Studien liefern, wissenschaftlich geklärt werden müssen, bevor die WLAN-Technik allgemein zum Verkauf zugelassen wird. Doch bestehen bis heute widersprüchliche Einschätzungen bezüglich der Gesundheitsaspekte von WLANs.
Berufsverband Deutscher Baubiologen
Trotz vieler warnender Forschungsergebnisse gelten die mit periodisch gepulster Strahlung arbeitenden Systeme offiziell als unbedenklich, da sie keinen der geltenden Grenzwerte überschreiten. Diese Grenzwerte basieren allerdings allein auf der Wärmewirkung von hochfrequenter Strahlung; Auswirkungen auf die empfindlichen Regelungssysteme des menschlichen Organismus (wie z.B. Nerven-, Hormon- und Immunsystem, Zellkommunikation) sind hierin nicht berücksichtigt. Dabei gibt es mittlerweile eine Vielzahl von ernst zu nehmenden Hinweisen aus wissenschaftlichen Untersuchungen, dass auch Belastungen weit unterhalb der offiziellen Grenzwerte ein biologisches Risiko darstellen.
Studie im Auftrag des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalen
Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hat beim ECOLOG-Institut eine Studie in Auftrag gegeben, die im Oktober 2004 veröffentlicht wurde. Es handelt sich im eine Literaturstudie, in der wirtschaftliche und gesundheitliche Aspekte von WLANs recherchiert werden sollten.
Es zeigte sich, dass das ECOLOG-Institut in wichtigen Fragen zu anderen Auffassungen gelangte als die Strahlenschutzkommission (SSK).
Das ECOLOG-Institut ist eine gemeinnützige GmbH, die sich v.a. aus öffentlichen Aufträgen finanziert. Die Strahlenschutzkommission (SSK) berät das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Im Mai 2001 hatte die Vorsitzende der Strahlenschutzkommission alle Ämter niedergelegt und gesagt, dass die Strahlenschutzkommission und deren Ausschüsse vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit nicht mehr als wissenschaftliche Beratergremien ernstgenommen werden, sondern mehr und mehr politisch gebraucht werden. (Nach idw 15.5.01)
Es folgen nun Ausschnitte aus der ECOLOG-Studie.
Definitionen
Zum Verständnis sind folgende Defintionen wichtig, die in der Studie gemacht werden:
- Evidenz-Kategorien des ECOLOG-Instituts
- Nachweis
Es liegen übereinstimmende Ergebnisse identischer Untersuchungen vor. - Konsistente Hinweise
Es liegen (starke) Hinweise aus unterschiedlichen Untersuchungsansätzen zum gleichen Endpunkt vor. - Starker Hinweis
Es liegen übereinstimmende Ergebnisse vergleichbarer Untersuchungen vor. - Hinweis
Es liegen ähnliche Ergebnisse vergleichbarer Untersuchungen vor. - Schwacher Hinweis
Es liegen einzelne Untersuchungsergebnisse vor.
- Nachweis
- Evidenz-Kategorien der Strahlenschutzkommission
- Nachweis
Wissenschaftlich nachgewiesen ist ein Zusammenhang zwischen einer Gesundheitsbeeinträchtigung und elektromagnetischen Feldern, wenn wissenschaftliche Studien voneinander unabhängiger Forschungsgruppen diesen Zusammenhang reproduzierbar zeigen und das wissenschaftliche Gesamtbild das Vorliegen eines kausalen Zusammenhangs stützt. - Wissenschaftlich begründeter Verdacht
Ein wissenschaftlich begründeter Verdacht auf einen Zusammenhang zwischen einer Gesundheitsbeeinträchtigung und elektromagnetischen Feldern liegt vor, wenn die Ergebnisse bestätigter wissenschaftlicher Untersuchungen einen Zusammenhang zeigen, aber die Gesamtheit der wissenschaftlichen Untersuchungen das Vorliegen eines kausalen Zusammenhangs nicht ausreichend stützt. Das Ausmaß des wissenschaftlichen Verdachts richtet sich nach der Anzahl und der Konsistenz der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten. - Wissenschaftlicher Hinweis
Ein wissenschaftlicher Hinweis liegt vor, wenn einzelne Untersuchungen, die auf einen Zusammenhang zwischen einer Gesundheitsbeeinträchtigung und elektromagnetischen Feldern hinweisen, nicht durch voneinander unabhängige Untersuchungen bestätigt sind und durch das wissenschaftliche Gesamtbild nicht gestützt werden.
- Nachweis
Ausschnitte
Sachstandsermittlung zur Netzwerktechnologie WLAN
ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung gGmbH - im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (2004), Seiten 66 - 76:
5.2.1 Kanzerogene Wirkung... Es liegen mehrere epidemiologische Studien vor, bei denen ein erhöhtes Leukämie - und Lymphomrisiko von Personengruppen mit Expositionen gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern festgestellt wurde (s. z.B. Dolk et al. 1997 a, Hocking et al. 1996, Michelozzi et al. 2002). Hinweise auf ein kanzerogenes Potential von hochfrequenten Feldern geben auch epidemiologische Untersuchungen, die eine Zunahme von Tumoren im Kopfbereich im Zusammenhang mit der Nutzung von Mobiltelefonen feststellten (s. z.B. Auvinen 2002, Hardell et al. 2002, 2003 a, b, Muscat et al. 2002, Stang et al. 2001, s. jedoch auch Inskip et al. 2001, Muscat et al. 2000, Warren 2003), sowie Arbeiten, die erhöhte Risiken für unterschiedliche Krebserkrankungen, wie Hodenkrebs (Davis & Mostofi 1993), Melanome (Hallberg und Johansson 2002), Hirntumoren (Grayson 1996) oder Brustkrebs (Törnqvist et al. 1991) infolge von Hochfrequenzbelastungen am Arbeitsplatzen ermittelten. Es gibt jedoch auch Arbeiten, die diese Befunde nicht bestätigen (s. z.B. Cook et al. 2003, Dolk et al. 1997 b, Johansen et al. 2001, Morgan et al. 2000).
Der epidemiologischen Studie von Hocking et al. (1996) zufolge wurden Zunahmen der Leukämie- Inzidenz in allen Altersgruppen und der Leukämie-Mortalität bei Kindern (0-14 Jahre) in einer Bevölkerungsgruppe festgestellt, deren Exposition im Mittel bei 0,04 W/m2 lag, mit Minimalwerten von 0,01 W/m2 und Maximalwerten von 0,4 W/m2. In den meisten anderen epidemiologischen Studien wurden die Expositionen lediglich anhand von Abständen zu Sendeanlagen, geschätzten Expositionen an Arbeitsplätzen oder Nutzungsdauern von emittierenden Geräten klassifiziert. Die überwiegende Mehrzahl dieser Studien deutet ebenfalls auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch Hochfrequenz-Expositionen, es fehlen jedoch meist Angaben zu den relevanten Intensitäten. ...
Das ECOLOG-Institut bewertet die Ergebnisse der epidemiologischen Studien als Hinweise auf ein erhöhtes Leukämie- und Lymphomrisiko durch Hochfrequenz-Exposition. Hinweise auf eine kanzerogene Wirkung werden auch in den Ergebnissen einiger Tierexperimente gesehen. ...
5.2.2 Beeinflussung des Immunsystems
... Aufgrund der Ergebnisse aus Tierexperimenten erscheinen Störungen des Immunsystems bei Leistungsflussdichten unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte nicht ausgeschlossen. Das ECOLOG-Institut wertet die derzeit bekannten Untersuchungsergebnisse als Hinweise auf mögliche Beeinträchtigungen des Immunsystems.
Die SSK bewertet die vorliegenden Untersuchungsergebnisse als Hinweise auf Wirkungen unterhalb des Basisgrenzwerts von 0,08 W/kg. ...Das ECOLOG-Institut bewertet die Ergebnisse der vorliegenden wissenschaftlichen Studien als Hinweise auf eine Verminderung der Fertilität sowie eine Zunahme irregulärer Schwangerschaftsverläufe und Schäden bzw. Auffälligkeiten bei Kindern von Frauen mit beruflich bedingten Hochfrequenz-Expositionen.
Die Strahlenschutzkommission sieht in den vorliegenden Forschungsergebnissen keine Hinweise auf Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder mit Intensitäten unterhalb der geltenden Grenzwerte auf die Fortpflanzung. ...5.2.4 Beeinflussung des Nervensystems
... Insgesamt können die Beeinflussungen der Gehirnaktivität und der kognitiven Funktionen beim Menschen bei SAR-Werten 0,5 W/kg als belegt gelten. In einzelnen Experimenten wurden Effekte schon bei einem Zehntel bis zu einem Zehntausendstel dieses Wertes nachgewiesen (s. z.B. Jech et al. 2001, Zwamborn et al. 2003).
In der ECOLOG-Klassifizierung werden die vorliegenden Forschungsergebnisse aus Experimenten am Menschen und am Tier als konsistente Hinweise auf Beeinflussungen der Gehirnfunktionen und der kognitiven Funktionen bei Intensitäten unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte bewertet. Die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen werden vom ECOLOG-Institut im Hinblick auf die Veränderungen der Gehirnaktivitäten während des Schlafs kritischer bewertet als von der SSK. Auch wenn in einzelnen Experimenten Hochfrequenzexpositionen zu einer Verbesserung von Leistungsparametern, z.B. der Reaktionszeit (vgl. Preece et al. 1999), führen, bewertet das ECOLOG-Institut die Gesamtheit der Ergebnisse zu Beeinflussungen kognitiver Funktionen kritisch.
Die Strahlenschutzkommission wertet die vorliegenden Untersuchungsergebnisse zu Veränderungen des Schlaf-EEG beim Menschen, zu Beeinflussungen kognitiver Funktionen und zu Verhaltensänderungen bei exponierten Versuchstieren als wissenschaftliche Hinweise auf eine mögliche Beeinflussung physiologischer Prozesse bei Mensch und Tier. Die Ergebnisse zur Durchblutung des Gehirns und zu neuronalen Aktivitäten unter Hochfrequenzexposition werden von der SSK nicht bewertet.
Die Ergebnisse aus den Untersuchungen zur Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke werden vom ECOLOG-Institut in Übereinstimmung mit der Klassifizierung durch die SSK als wissenschaftliche Hinweise auf eine physiologische Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder gewertet. ...5.2.6 Beeinflussung des Hormonsystems
... Das ECOLOG-Institut kommt nach der Auswertung der Untersuchungen an Mensch und Tier zu dem Schluss, dass es zwar nur schwache Hinweise auf Störungen des Melatonin- Haushalts aber konsistente Hinweise auf Beeinflussungen des Stresshormon-Haushalts durch hochfrequente elektromagnetische Felder mit Intensitäten unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte gibt.
Die Strahlenschutzkommission sieht in den vorliegenden Untersuchungsergebnissen noch keine relevanten Hinweise auf eine Beeinflussung des Hormonhaushalts.5.2.7.1 Gentoxische Effekte
Das ECOLOG-Institut bewertet die vorliegenden Ergebnisse von Studien in exponierten Bevölkerungsgruppen, von In vivo-Untersuchungen an Säugetieren und In vitro-Untersuchungen zu Chromosomenaberrationen und zur Mikrokernbildung als konsistente Hinweise auf ein gentoxisches Potential hochfrequenter elektromagnetischer Felder bei nicht-thermischen Intensitäten.
SAR-Werten in der Größenordnung des Teilkörper-Basisgrenzwerts von 2,0 W/kg führen. ...
Bisher gibt es allerdings nur sehr schwache Hinweise auf gentoxische Wirkungen bei Leistungsflussdichten unterhalb der geltenden Grenzwerte.
Die Strahlenschutzkommission bewertet die Ergebnisse der bis Mitte 2001 vorliegenden In vitro-Untersuchungen an krebsrelevanten Modellen als Hinweise auf eine krebsbeeinflussende Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder bei Leistungsflussdichten, die zu
Die Strahlenschutzkommission schreibt in einer Stellungnahme vom 24.7.07:
... Aufgrund der Auswertung der wissenschaftlichen Literatur bis Oktober 2006 stellt die SSK fest, dass sich auch aus der neueren Literatur weder ein wissenschaftlich begründeter Verdacht auf eine genotoxische Wirkung von HF-Feldern noch ein wissenschaftlich begründeter Verdacht auf einen Einfluss von HF-Feldern auf die Genregulation ergibt. Die Ergebnisse der vorliegenden Studien geben daher insgesamt keinen Anlass, von einer gesundheitsgefährdenden Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf das Genom auszugehen und die geltenden Grenzwerte in Frage zu stellen.
Warensicherungen
Von elektronischen Warensicherungen in Kaufhäusern geht eine erhebliche Strahlenbelastung aus. Besonders betroffen seien Kinder, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom Mittwoch. „Die Feldstärken der Sicherungsdetektoren sind deutlich höher und wirksamer als die von Mobilfunkantennen und Handys“, sagte Frank Gollnick von der Forschungsgemeinschaft Funk (FGD) dem Blatt. Die stärkste Strahlung hätten die Geräte in der Höhe von Kinderköpfen. ... Der Dachverband der Deutschen Kinderärzte (DAKJ) hält die Strahlung durch Mobilfunk-Antennen, schnurlose Telefone und ähnliche Geräte für ein überschätztes Gesundheitsrisiko.
Siehe auch
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