Sana

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Die Sana Kliniken GmbH & Co. KgaA wurde 1976 vom „Verein zur Planung und Förderung privater Krankenhäuser e.V.“ (Köln) von 18 privaten Krankenversicherungsunternehmen als "Kliniken-Gesellschaft mbH" gegründet. Mit dem Klinikkonzern sollte damals nach eigenen Angaben den politischen Parolen vom „klassenlosen Krankenhaus“ ein Gegengewicht gesetzt werden, um den Wahlleistungs- und Komfortsektor zu erhalten.

Eigner von Sana sind 33 private Krankenversicherungen als Kommanditaktionäre. Im Aufsichtsrat sitzen Vertreter von (Stand 11/06):

  • Barmenia Krankenversicherung a.G.
  • DKV Deutsche Krankenversicherung AG
  • Bayerische Beamtenkrankenkasse AG und Union Krankenversicherung AG
  • Debeka Krankenversicherungsverein a.G.
  • Allianz Private Krankenversicherungs-AG
  • SIGNAL Krankenversicherung a.G.
  • Continentale Krankenversicherung a.G.
  • Landeskrankenhilfe V.V.a.G

Sana hat 8 Tochtergesellschaften und betreibt derzeit bundesweit 65 Kliniken, davon 32 Kliniken im Managementauftrag. Ein weiteres Geschäftsfeld bilden 9 Alten- und Pflegeheime. (Stand 11/06)

Rund 130 Häuser sind der Sana-Einkaufsorganisation angeschlossen. (Stand 2004.)

Die regionalen Schwerpunkte von Sana liegen im Großraum der Städte München, Stuttgart, Köln/Düsseldorf, Dresden und Hamburg.

Sana hat rund 9.500 Vollzeit-Beschäftigten bei 6.700 Betten (Geschäftsbericht 2005).

Sana verfolgt das Prinzip der Regionalisierung mit relativ weitgehender Autonomie der GeschäftsführerInnen in den Regionen.


Personalpolitik

Schwalm-Eder-Kliniken

Seit 01. Juli 2004 gilt in den Schwalm-Eder-Kliniken eine „tarifvertragliche wirtschaftliche Härtefallregelung“. Die kommunalen Kliniken werden als GmbH von der Sana geleitet. Die Sana hatte im Frühjahr einen Sanierungsplan mit Forderungen an die Beschäftigten in Höhe von 11,6 Mio. Euro vorgelegt, um die Defizite abzubauen.

Die Beschäftigten verzichten jetzt auf den größten Teil des Weihnachtsgeldes, arbeiten ab 2006 ohne Lohnausgleich kürzer, haben alle nur noch 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, der Arbeitgeberbeitrag zur ZVK wird für 4½ Jahre um die Hälfte und damit auch die Altersversorgung gesenkt. Bei einer Verzichtsumme von 11 Mio. Euro bis Ende 2008 ist jeder der ungefähr 600 Beschäftigten (Vollzeit) mit ungefähr 18.000 Euro (brutto) dabei! Diese ungeheure Summe wurde aus den Beschäftigten mit der Insolvenzandrohung, der Drohung der Schließung von zwei Standorten und dem damit verbundenen Abbau von 430 Arbeitsplätzen und der Androhung betriebsbedingter Kündigungen herausgepresst.


Siehe auch

Krankenhaus Pegnitz

Der Stadtrat Pegnitz beschloss einstimmig die Übergabe des Stadtkrankenhauses Pegnitz an Sana zum 30. September 2005.

In einer Pressemeldung von Sana vom 29.9.05 dazu heißt es:

Die Gespräche des Personalrates und der Tarifkommission verliefen nach Einschätzung des Personalratsvorsitzenden Günter Striegl in einer angenehmen und offenen Atmosphäre: „Wir freuen uns über den bevorstehenden Abschluss des Personüberleitungstarifvertrages auf Basis des BAT.“

Der Überleitungstarifvertrag soll bis 2008 gelten und dann in einen Haustarif münden. (Nordbayerische Nachrichten 30.9.05 – hier mehr Infos zum Verkauf.) Die Übergabe wurde beim Bundeskartellamt angemeldet. (Info Bundeskartellamt 2005)


Kapitalstruktur

„Persönlich haftende“ Gesellschafterin der Sana Kliniken GmbH & Co. KgaA ist die Sana Management GmbH.

Die Gesellschaftanteile der Sana Kliniken GmbH & Co. KGaA werden von rund 30 Unternehmen der privaten Krankenversicherung gehalten, darunter die Allianz Krankenversicherungs-AG und die Deutsche Krankenversicherung AG (DKV ). Die Allianz ist mit Bayer, BASF, Schering, Siemens und der Deutschen Bank verflochten, die DKV mit der Ford-Werke AG, E.ON und Siemens. Zusammen mit Siemens und anderen ist Sana an der PCG Pro Consilio AG beteiligt, einem - nach eigenem Bekunden - Pionier im Bereich Disease Management , der vom Ärztenetz Hamburg-Ost in die Welt gesetzt wurde.

Beteiligungen, Tochtergesellschaften

Uni-Cor GmbH

Mitteilung der Sana Gesundheitszentrum Berlin GmbH, gelesen 8/07:

Die Uni-Cor GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Sana Gesundheitszentrum Berlin GmbH. Sie wurde im Herbst 2000 gegründet und bietet ein breites Spektrum an hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen an. Die Lieferung nichtapothekenpflichtiger Heil- und Hilfsmittel (z. B. Blutzuckerteststreifen) ist das Kerngeschäft der Gesellschaft.

Mitteilung der Uni-Cor GmbH, gelesen 8/07:

Die Uni-Cor ist anerkannter Vertragspartner für mehrere Landesverbände der gesetzlichen Krankenkassen und bietet qualitätsgesicherte Ernährungs-, Diät- und Diabetesberatung als Einzel- und Gruppentherapie für Kinder und Erwachsene an.


Kooperationen

Helios

Sana kooperiert in Berlin mit Helios. Siehe dazu Helios Kliniken: Sana.

Übergaben an Sana

  • zum 1. Januar 2005: Management der Buchberg-Klinik Bad Tölz
  • zum 1. Januar 2005: Verkauf des Klinikums Hof (Bayern) durch den Stadtrat der Stadt Hof
  • 2002: Management des Krankenhauses vom Roten Kreuz Stuttgart-Bad Cannstatt
    Oktober 2004: Übergabe von 74% der Gesellschafteranteile des Krankenhauses vom Roten Kreuz an das Karl-Olga-Krankenhaus Stuttgart
  • 1985: Übergabe von 74% der Gesellschafteranteile des Karl-Olga-Krankenhaus Stuttgart (Akademisches Lehrkrankenhaus der Stadt Ulm) durch das Diakonissenmutterhaus der Olgaschwestern in Stuttgart e.V.
  • zum 30. September 2005: Stadtkrankenhaus Pegnitzam 11.11.05 übergab der Landkreis Dahme-Spreewald 25,1% der Anteile an der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH an Sana
    Der „Kaufpreis“ fließt zu 100% ins Klinikum (medinfoweb.de 14.11.05, Märkische Allgemeine 15.11.05)
  • im Sommer 2006 übergibt der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin seinen 50%-Anteil am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen und damit die Klinik für Diabeteskranke Bad Oeynhausen mbH an Sana. Die andere Anteilshälfte bleibt beim Land Nordrhein-Westfalen. Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen ist zugleich die Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum. (OpenPR 29.6.06)
  • 1.1.2010 Mehrheitsgesellschafter der Regiokliniken GmbH Kreis Pinneberg (www.regiokliniken.de)
  • Januar 2012 Sana AG kauft drei Kliniken des Landkreis Cham

Personen

Dipl.-Kfm. Ulrich Bosch

Bosch ist einer der drei Geschäftsführer von Sana.

Er begann als Unternehmensberater, war ab 1976 Dezernent Finanzen und Verwaltungsdirektor an den Universitätskliniken Köln und sorgte ab 1979 in den Städtischen Kliniken Köln für die Ausgliederung der sechs städtischen Kliniken aus der Kommunalverwaltung.

Zwischen 1985 und 1990 half Bosch als Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Krankenanstaltenges mbH (KAGes) bei der Umwandlung in eine private GmbH und erhielt den Ruf eines ÖVP-Symathisanten. Ende 2003 bewarb sich die Sana-Gruppe um einen Managementvertrag für die KAGes. Sana tat sich zu diesem Zweck mit der Humanomed als Bieterin zusammen, an der die Merkur-Versicherung beteiligt ist.

Der Präsident der Ärztekammer Steiermark, Bayer, meinte zu den Managerqualitäten von Bosch: Bosch, wie auch andere 'Gesundheitsmanager' sollen zur Kenntnis nehmen, dass die angestellten Ärzte der steirischen Spitäler keine lustige Zirkustruppe sind, die man nach Belieben von einem Dienstrecht ins andere springen lassen kann, um ökonomische Versuchsballons steigen zu lassen.

1990 wurde Bosch für zwei Jahre Geschäftsführer der Paracelsus Kliniken.

Quellen

Dr. Michael Philippi

Philippi, seit Juni 2004 einer der drei Geschäftsführer von Sana,

  • sitzt im Vorstand des Verbandes der Privatkrankenanstalten Nordrhein-Westfalen e.V. (VDPK-NRW)
    Im Vorstand befinden sich außer ihm Arno Kuge, Vorsitzender des Vorstandes der Eifelhöhen-Klinik AG und von 1992 bis 1995 Mitglied der Unternehmensleitung der Paracelsus-Kliniken Deutschland; Jens F. Holsing, ehemaliger Assistent der Geschäftsführung Asklepios Nordseeklinik sowie Ditgrim Reene, Mitglied der Geschäftsleitung der Median Kliniken.
  • ist Mitglied des Vorstandes der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (KGNW)
    Die KGNW ist der Zusammenschluss der Krankenhausträger und ihrer Spitzenverbände in Nordrhein-Westfalen und vertritt die rund 470 nordrhein-westfälischen Krankenhäuser mit etwa 250.000 Beschäftigten. Im Vorstand der KGNW ist Karl Ferdinand Prinz von Thurn u. Taxis von der MTG Malteser Trägergesellschaft gGmbH.
  • war bis 1994 Geschäftsführer der GEBERA Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Beratung mbH

Quellen

Siehe auch

Dr. Reinhard Schwarz

Schwarz ist einer der drei Geschäftsführer von Sana.

Zusammen mit Dr. Bernard gr. Broermann von Asklepios und Vertretern diverser Pharmakonzerne sitzt er im Kuratorium der Deutschen Herzstiftung.

Dr. Andreas Tecklenburg

Tecklenburg war bis zum 1. Juni 2004 einer der drei Geschäftsführer von Sana. Dann wurde er der Vizepräsident für Krankenversorgung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). (MHH Aktuell 29.4.04)

Weitere Quellen

Siehe auch