Rheinische Kliniken

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Die Rheinischen Kliniken werden vom Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) betrieben.


Inhaltsverzeichnis

Rheinische Kliniken Bonn

Die Rheinischen Kliniken Bonn setzen sich aus neun Abteilungen mit insgesamt 800 stationären und teilstationären Behandlungsplätzen zusammen. Wir nehmen die Versorgung für die Bevölkerung der Stadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und überregional mit ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten wahr. (Selbstdarstellung, gelesen 12.6.07)

Geschichte

Anders als andere Kliniken gehen die Rheinischen Kliniken Bonn offen mit ihrer Vergangenheit um.

Zum Jahr 1950 heißt es:

In den "Euthanasie"-Prozessen werden alle angeklagten Bonner Anstaltsärzte freigesprochen. Die Staatskasse zahlt an die Mediziner eine Entschädigung für die "erlittene" Untersuchungshaft und Amtsenthebungen 1945. Es gibt somit keine Täter, nur Opfer. Angehörige von "Euthanasie"-Opfern, zwangssterilisierte Patienten und die durch die Rassegesetze verfolgten Personen erhalten dagegen keine Entschädigung.


Zu den Jahren 1970-1980 heißt es:

Die Reformbestrebungen in der Psychiatrie (Psychiatrie-Enquete) sind notwendige Antworten auf die bis dahin zum großen Teil unwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Kranken und Angestellten.


Nachrichten

Personalmangel: Gewalt an PatientInnen

Boulevardblatt Express am 28.8.06 über die Rheinischen Kliniken Bonn (Meldung nirgends sonst bestätigt!):

Weggeschlossen, ans Bett gefesselt und rund um die Uhr videoüberwacht. Keineswegs eine abgefahrene Variante von RTL II Big Brother. Sondern in Kürze Krankenhausalltag in den Rheinischen Kliniken Bonn.

Nach unfassbaren Zwischenfällen am „fixierten“ Patienten hat der Kaufmännische Direktor Holger Höhmann das so genannte „verlängerte Auge“ fürs Pflegepersonal angefordert.

Prompt machten Schwestern und Pfleger ihrer Skepsis Luft. Aus einem Schreiben an den Bonner EXPRESS: „Ein ans Bett geschnallter Patient hatte bereits Leichenflecken, als er gefunden wurde.“ Mangels angemessener Besetzung war die engmaschige Überwachung des wehrlosen Mannes offenbar nicht zu leisten. ... Doch mit Kameras anzurücken, anstatt sich Gedanken über den Personalschlüssel ins besondere für den Nachtdienst zu machen? Ein Reizthema bei den Schichtdienstlern. Für Angehörige und Besucher reichlich Diskussionsstoff zwischen „menschenverachtend“ und „Notwendigkeit“.

Im Psychiatrie-Forum berichtete jemand um den Jahreswechsel 2005/2006 über die Rheinischen Kliniken Düren:

... während meiner Tätigkeit im Rettungsdienst habe ich sehr häufig Patienten in die Klinik verfrachtet, sei es freiwillig oder unter PsychKG, die Zustände sind eine Katastrophe, die Art wie mit Patienten umgegangen wird ist menschenunwürdig. Beispielhaft sei hier die Gerontopsychiatrie zu nennen, wo ein derartiger Platzmangel herrscht, das Patienten auf den Gängen schlafen und wo aufgrund von vollkommen überlastetem Pflegepersonal sämtliche Patienten fixiert ihr Dasein fristen, da sich einfach niemand mit ihnen beschäftigen kann. Desweiteren habe ich Gewalt gegenüber Patienten erlebt, sowohl körperliche (Absichtliches schmerzvolles Zerren an Handschellen) als auch psychische. Derbe Beschimpfungen, üble Verspottung etc. gehören in dieser Klinik anscheinend zum Umgangston der Bediensteten mit ihren Schutzbefohlenen. In einem anderen Fall wurde ein Patient aufgrund von derart eklatanten Dosierungsüberschreitungen von Psychopharmaka (20-fache Dosis) auf die Intensivstation des städtischen Krankenhauses eingewiesen und brauchte mehrere Tage um die versehentliche Giftdosis zu überstehen. ...


Siehe auch

  • Usenet nntp2http.com, 31.8.06
    (Mai 2007: der Link zum eigentlichen Artikel im Express ist ungültig geworden - hier wird der Artikel ebenfalls zitiert)
  • Personalabbau
    (Dort wird ein Zusammenhang mit der Qualitätsprüfung der Rheinischen Kliniken Düren hergestellt.)


Rheinische Kliniken Düsseldorf

Die Rheinischen Kliniken Düsseldorf in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) sind zugleich psychiatrisch-psychosomatisch-psychotherapeutische Fachklinik und Universitätsklinik mit Aufgaben in Forschung und Lehre. Im Jahr 1876 als Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt gegründet, ist die Klinik seit 1907 mit der Akademie für Praktische Medizin bzw. ihren Nachfolgeinstitutionen, heute der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vertraglich verbunden. Die Rheinischen Kliniken Düsseldorf nehmen die psychiatrisch-psychotherapeutische Pflichtversorgung für 520.000 der insgesamt 600.000 Einwohner der Stadt Düsseldorf wahr (ausgenommen sind die nördlichen Stadtteile Angermund, Kaiserswerth, Kalkum, Lichtenbroich, Lohausen, Stockum und Unterrath). Darüber hinaus ist aufgrund der universitären Funktion der Kliniken ein überregionaler Versorgungsanteil zu verzeichnen. Die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie ist für ein Pflichtversorgungsgebiet von ca. 1,9 Millionen Einwohnern zuständig, das neben dem Stadtgebiet Düsseldorf den Kreis Mettmann umfasst. (Selbstdarstellung, gelesen 12.6.07 - Link nicht mehr gültig 4.3.08)


Finanzielle Situation

Abschnitt aufgrund sachlicher Fehler gelöscht am 4.3.08.

Siehe auch

Siehe auch

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