Rhön

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"Im ersten Quartal 2013 setzte sich - auch unterstützt durch die erstmalige Konsolidierung der Wiesbadener Dr. Horst Schmidt Kliniken - der positive Wachstumstrend fort. Zwischen Januar und März wurden 670.677 Patienten in den Verbundkliniken behandelt, 10,0 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 752,2 Mio. €, was einer Steigerung um 10,2 % gegenüber dem ersten Quartal 2012 entspricht.

Im Jahr 2012 erzielte die RHÖN-KLINIKUM AG einen Konzerngewinn von 92 Mio. €. Das operative EBITDA bezifferte sich mit 291,5 Mio. € und lag damit 13,7 % Prozent unter dem entsprechenden Ergebnis des Vorjahres. Das sei nicht zufriedenstellend und biete genug Ansporn, das Unternehmen wieder in die Ergebnisbereiche zu führen, in denen es vor einigen Jahren bereits war." Pressemitteilung der Rhön Klinikum AG zur Hauptversammlung 12.6.2013


Die Rhön-Klinikum AG ist einer der größten Klinikbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 2,6 Mrd EUR und ein Konzernergebnis von 161 Mio EUR. Zur Rhön-Klinikum AG gehören 53 Kliniken mit rund 16.000 Betten sowie 39 Medizinische Versorgungszentren. Im Jahr 2011 wurden knapp 2,3 Millionen Patienten behandelt. (Finanznachrichten vom 26.4.2012)


In diesem und im kommenden Jahr wollen wir mit den Neubauten an den beiden Standorten [Gießen und Marburg] beginnen, um weitere Rationalisierungspotenziale zu heben. Allein in Gießen sind derzeit noch über 100 Einzelgebäude auf dem Klinikgelände verteilt, die wir durch ein kompaktes Gebäude ersetzen werden. Auf diesem Weg führen wir das Flussprinzip – also die Anwendung industrieller Produktionstechniken und die vierstufige Patientenversorgung – erstmals in einem Universitätsklinikum ein


Aktionärsstruktur Rhön Klinikum Aktiengesellschaft Unternehmensprofil/DE0007042301-RHOEN-KLINIKUM-AG vom 20.02.2015


Acadian Asset Management LLC 3,95% Alecta pensionsförsäkring ömesesidigt, Stockholm 2,89% Asklepios Kliniken GmbH 15,25% B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft 18,01% Eugen Münch 6,32% Goldman Sachs Asset Management International 3,30% Ingeborg Münch 4,95% Maven Securities Ltd. 3,11% Morgan Stanley 3,67% Old Mutual 4,17% Streubesitz 34,38%



Inhaltsverzeichnis

Nachrichten 2013

Dezember 2013: Kratzer im Lack - Rhön Klinikum AG ein Fall für die Justiz

MitarbeiterInnen der Rhön Klinikum eigenen Reinigungsfirmen erheben schwere Vorwürfe über ihre Arbeitsbedingungen. An vielen Kliniken, wie z.B. Meiningen, Warburg, Herzberg u.a., wurden Ermittlungen des Zolls zu Folge KollegInnen systematisch unter Druck gesetzt, gemobbt, Löhne vorenthalten bzw. unbezahlte Überstunden unter Hand angeordnet, Mindestlöhne unterlaufen. Gegen etliche Vorstände der 6 Rhön-Reinigungsfirmen laufen nun Ermittlungen, gegen einen Rhön Vorstand wegen unterlaufener Mindestlöhne und nicht bezahlter Sozialversicherungsbeiträge (laut Behörden und Versicherer mehrere 10 Millionen Euro).

Die Rhön Klinikum AG, die sich gerne als das absolute Erfolgsmodell darzustellen wusste, die ein makelloses Bild von sich in der Öffentlichkeit präsentierte, steht den Vorwürfen gegenüber ein gnadenloser Ausbeuter zu sein. Völlig überrumpelt treten sie die Flucht nach vorne an, streiten größtenteils die Vorwürfe ab. Doch der Ruf ist hinüber – hoffentlich.

Legal? Illegal? Voll egal!

Dass Klinikkonzerne mit möglichst wenig Personal arbeiten, nichtmedizinische Tätigkeiten in Untergesellschaften ausgliedern, somit Tarifbindung unterlaufen und überhaupt aus dem überlasteten Personal das Maximum heraus pressen ist kein Geheimnis. Das Greifen zu illegalen Methoden war bisher stets eine Vermutung weniger. Nun zeigt sich, dass die Kritik des Profitmachens im Gesundheitswesen weder eine Einbildung notorischer BetriebsaktivistInnen, noch ein von vielen PolitikerInnen, ExpertInnen aus Gesundheit und Wirtschaft beteuertes Modell ist, das allen zu Gute kommt. Für Gewinn ist jedes Mittel recht – auch bei der Rhön Klinikum AG. Und dabei war Rhön nicht ungeschickt. Bis 2007 ließen sie Reinigungsarbeiten von externen Firmen vornehmen. Dann gründeten sie eigene Tochterfirmen mit anderen Reinigungsfirmen als Minderheitspartner. So mussten sie für Putzrechnungen keine Umsatzsteuer zahlen. Das brachte jährliche Einsparungen von 20 Millionen Euro. Doch damit nicht genug. Die Kosten mussten weiter niedrig gehalten werden.

Rücken krumm, Taschen leer, Rhön AG danke sehr

Aus in der Presse veröffentlichten Beispielen geht hervor, dass bspw. in Bad Kissingen ein Vorgesetzter angeordnet haben soll, nur die offizielle vertragliche „Normarbeitszeit“ aufzuschreiben. Die KollegInnen sollten aber solange arbeiten, bis das von ihnen verlangte Pensum erfüllt war. Auch über den Feierband hinaus. Bei Zuwiderhandlung wurde mit Abmahnungen gedroht. Ähnliches berichten KollegInnen aus Herzberg. Dort wurde pro Tag eine Stunde mehr gearbeitet. Eine Stunde, die nirgends vermerkt, geschweige denn bezahlt wurde. Die Beispiele gleichen sich. Auch, dass die KollegInnen massiv eingeschüchtert wurden, darüber kein Wort zu verlieren. Zwei KollegInnen aus Niedersachsen brachen das Eis und auch die IG Bau reichte Beschwerde ein. Die dabei ans Tageslicht kommenden Ergebnisse gehen noch weiter. Nach vereinbarten tariflichen Lohnerhöhungen wurde einfach die Arbeitszeit reduziert, wie bspw. in einer Klinik in Norddeutschland von 6 auf 4,8 Stunden täglich. Das zu erledigende Pensum blieb das gleiche. „Leistungsoptimierung“ nennt das die Rhön AG. Während durch die Übernahme von 43 Rhön Kliniken durch Fresenius-Helios ein Erlös von 3,07 Milliarden Euro eingestrichen wird, wovon ein nicht unbeträchtlicher Anteil (laut SZ 18.12.13 zwei Milliarden) an die Aktionäre geht, sind die KollegInnen der Reinigungsfirmen mit einem miesen Lohn plus unbezahlten Überstunden das letzte Glied in der hierarchischen Kette.

Die Rhön AG hat allerdings noch nichts daraus gelernt. Sie ließ verlautbaren, ihre Reinigungsfirmen seinen „unberechtigterweise“ in Kritik geraten (SZ 19.12.13). Der Stein ist aber ins Rollen geraten. Und es sieht ganz danach aus, als würde er Rhön auf die Füße fallen. Und vielleicht steigt bei uns Beschäftigten wieder der Mut unsere Arbeitsbedingungen nicht stillschweigend zu akzeptieren und Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Angesichts eines solchen Vorgehens der Gegenseite, sollte uns die Frage, ob unsere betrieblichen Auseinandersetzungen im Rahmen geltenden Rechts erfolgversprechend sind, auch eine Überlegung wert sein. Gegen Druck von oben – Solidarität von unten


siehe auch:

Süddeutsche Zeitung 18.12.2013: Betrugsverdacht gegen Rhön Klinikum AG

Oberhessische Presse 18.12.2013: Beutete Rhön Putzfrauen aus?

Deutsches Ärzteblatt 18.12.2013: Ausbeutungsvorwürfe bei Rhön

Süddeutsche Zeitung 19.12.2013: SPD Politiker Lauterbach im Fall Rhön Kliniken

November 2013: Kündigungen bei der „neuen Rhön“ geplant

Die „neue Rhön“ sind die restlichen 10 Rhön-Kliniken, die nicht an Fresenius-Helios verkauft werden sollen. Dabei handelt es sich u.a. um die Unikliniken Gießen und Marburg, Bad Berka, Frankfurt a.d. Oder und die Konzernzentrale in Bad Neustadt a.d. Saale. In Bad Neustadt zeigt sich bereits wohin die Reise bei der Neuausrichtung des Rest-Konzerns gehen soll. Von den bestehenden 220 Stellen in der Verwaltung ist geplant 150 abzubauen. Voraussichtlich durch betriebsbedingte Kündigungen (Handelsblatt 8.11.13).

Insgesamt ergeben sich für die „neue Rhön“ Umsatzeinbußen von rund zwei Dritteln. Fresenius will für 43 Rhön-Kliniken 3,1 Milliarden Euro zahlen. Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzender Eugen Münch möchte damit 800 Millionen Bankschulden tilgen und 400 Millionen für neue Investitionen zurücklegen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 18.11.13 erwähnt er die Kündigungen mit keinem Wort, zeigt sich aber in gewohnter Manier als echter Menschenfreund: „Auch wenn vielen der Vergleich nicht gefallen wird – nehmen Sie mal ein Auto. Da ist die Fehleranalyse heute so kompliziert, das macht kein Monteur, sondern der Computer.“


13. September 2013: Rhön Klinikum AG an Fresenius-Helios verkauft

Nun ist es soweit. Der Klinikkonzern Rhön Klinkum AG wird an die Helios GmbH, eine Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius, verkauft. Damit entsteht der europaweit größte Klinikkonzern mit 90.000 MitarbeiterInnen und einem Marktanteil von 6-7%. Diese Entwicklung war absehbar. Weder Rhön noch Fresenius haben aus ihrem Vorhaben ein Geheimnis gemacht.

Der erste Versuch ging daneben

War der erste Übernahmeversuch vor einem Jahr noch gescheitert, da sich direkte Konkurrenten des neuen Großkonzerns bei Rhön Anteile besorgten und letztlich die Übernahme vereitelten. Bernd Broermann, Chef des dritten großen Klinikkonzerns Asklepios und der Medizintechnik Hersteller und Rhön-Zulieferer B.Braun halten je 5% Anteile. Ein Verkauf von 90% der Aktien scheiterte so knapp. Im Juni 2013 wurde auf der Aktionärsversammlung der Rhön AG allerdings die Hürde herunter gesetzt. Gegen die Stimmen von Broermann und B.Braun. Bei der Abstimmung wurden die Stimmen von B.Braun aber nicht berücksichtigt, da sie, so Rhön Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender Eugen Münch, nicht „ordnungsgemäß legitimiert“ gewesen seien. Braun wollte das Ergebnis anfechten. Bei einer Aufsichtsratssitzung der Rhön AG am 12.9.13 wurden die Rhön-Vorstände informiert, dass es jetzt zu einem Verkauf kommt. Am Freitag, den 13.9.13, wurden die KollegInnen in den einzelnen Kliniken per Mitteilungsblatt und Informationsveranstaltungen darüber informiert.

Die Fakten – Die Beschäftigten

Der Verkauf soll zum Jahreswechsel über die Bühne gehen. Voraussetzung ist eine Zustimmung des Bundeskartellamtes. Eine Monopolstellung hätte der fusionierte Konzern so der so. Von den insgesamt 53 Rhön-Kliniken werden 43 an Helios übergeben, sowie 15 MVZ (Medizinische Versorgungszentren) und 14 Servicegesellschaften. Die restlichen 10 Rhön-Kliniken bilden dann die so genannte „neue Rhön“. Dabei handelt es sich u.a. um die Zentrale in Bad Neustadt a.d. Saale, die Universitätskliniken Gießen und Marburg, Frankfurt/Oder und Bad Berka. Dem liegen kartellrechtliche Aspekte zu Grunde. Es soll so keine regionale Vormachtstellung im steten Wettbewerb entstehen. Die „neue Rhön“ wären mit 15.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 1 Mrd. Euro auf Platz vier der bundesdeutschen Klinikkonzerne. Sie kündigen aber bereits an, mit Helios/Rhön eng kooperieren zu wollen.

Zu Helios stoßen nun 33.000 ehemals Rhön Beschäftigte. Zusammen stehen Umsatzahlen von über 5 Mrd. Euro im Raum. Die Übernahme lässt sich Fresenius 3,07 Milliarden Euro kosten. Weitere 30 Millionen, sowie 10 Millionen von Rhön, sollen innerhalb der nächsten 5 Jahre investiert werden. Allein diese Zahlen, die die Vorstellungskraft von DurchschnittsverdienerInnen weit übersteigen, verdeutlichen, dass hier der Schritt in eine andere Liga angetreten wurde. Man möchte nun zu den ganz Großen gehören. Fresenius-Chef Ulf Schneider äußerte, der Erwerb der Rhön AG sei ein „bedeutender Schritt im weiteren Ausbau unseres Krankenhausgeschäfts.“ Wie wahr. Denn um nichts anderes als ein Geschäft handelt es sich hier. Schneider schob auch direkt hinterher, dass man nun über eine Plattform verfüge, um künftig „neue Wachstumschancen wahrzunehmen.“ Dass Fresenius-Helios bei der Durchsetzung ihrer Interessen nicht zimperlich sind, stellten sie im Juni 2012 unter Beweis, als in Folge eines Streiks bei der Helios-Servicegesellschaft Damp 1000 am Streik beteiligte KollegInnen gekündigt wurden. Nach enormem öffentlichen Protest und bundesweiten Solidarisierungen wurden die Kündigungen zwar rückgängig gemacht, aber die Gangart des Gesundheitskonzern Fresenius in puncto Rechte der Beschäftigten wurde nur allzu deutlich. In MitarbeiterInneninformationen wird ein Stellenabbau noch verneint. Fakt ist aber beispielsweise, dass bei Helios weniger Personal mehr PatientInnen versorgt als bei Rhön. Es bleibt abzuwarten, was das zukünftig für die ehemaligen Rhön-Beschäftigten bedeutet.

Die Zukunft

Von „Veränderungen“, wie es auf einer Infoveranstaltung der zur Rhön zugehörigen Amper Kliniken AG Dachau bezeichnet wurde, könnten die finanziell wenig erfolgreichen Häuser betroffen sein. Ob es sich dabei um eine Zusammenlegung einzelner Fachbereiche handelt oder um einen Abbau von Arbeitsplätzen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Wurde bei Rhön noch eine gewisse lokale Dezentralität als organisatorischer Spielraum hoch gehalten, steht Helios für eine straffe Zentralisierung, etwa im Einkauf medizinischer Produkte. Es wird noch einiges zu verhandeln geben zwischen den neuen Partnern. Auch wurden aufgeworfene Frage nur unzureichend beantwortet. In einer MitarbeiterInneninfo von Rhön heißt es auf die Frage, ob es in den verkauften Kliniken zu Stellstreichungen kommt, folgendermaßen: „Für die Mitarbeiter die zu Fresenius Helios wechseln, haben wir einen langfristigen, starken Partner mit einem stabilen Umfeld und hervorragenden Wachstumsperspektiven.“

Wir als Beschäftigte sollten uns keinerlei Illusionen machen. Es geht um „Wachstum“, die Maximierung von Profit. Dabei waren beide Klinikkonzerne bisher sehr „erfolgreich“ und zusammen werden sie dieses Ziel kaum aus den Augen verlieren, sondern gestärkt in alle zukünftigen Auseinandersetzungen gehen. Davon müssen wir ausgehen. Privatisierung bedeutet Personalabbau, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und Lohndumping. Aber auch wir sind zusammen stark. Jedweder Angriff auf unsere Rechte, jede weitere Verschlechterung unserer Arbeitsbedingungen, jede forcierte Lohnkürzung muss von uns vehement und solidarisch vereitelt werden.

Wir kriegen nur wofür wir kämpfen

Juni: Rhön droht B.Braun

Nachdem sich der Medizintechnikkonzern B.Braun, neben Asklepios, weiter gegen eine Übernahme der Rhön AG durch Fresenius wehrt und wegen ihren nicht gezählten Stimmen bei der kürzlich stattgefundenen Aktionärsversammlung klagen will (siehe 1 2), droht der Rhön Konzern seinerseits nun, B.Braun von seiner Lieferantenliste zu streichen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters überlegt Rhön, laut Aufsichtsratsvorsitzendem Eugen Münch, "Produktpaletten unserer Zulieferer, auch von B. Braun" zu überprüfen. Die Entscheidung läge zwar beim Vorstand, aber er halte "eine Auslistung von Braun für möglich". Dies würde für B.Braun enorme finanzielle Einbußen zur Folge haben.

siehe auch

Reuters 22.6.2013

Juni: Aktionärsversammlung kippt 90% Hürde

Stand 14.6.2013

Die erwartete Aktionärsversammlung der Rhön Klinikum AG am 12.6.2013 brachte eine Überraschung. Gegen die Stimmen des Asklepios-Chefs Bernard Broermann, der 5% Anteile hält, wurde die Klausel abgeschafft, die 90% Zustimmung vorsieht um die Unternehmenssatzung zu ändern. Ein weiterer Gegener der von Rhön angestrebten Übernahme durch Fresenius, der Medizintechnikkonzern B. Braun (5% Anteile) wurde, den Finanznachrichten vom 13.6.13 zu Folge, bei der Abstimmung nicht berücksichtigt, da sie nicht "ordnungsgemäß legitimiert" seien. Konkreteres ist aus Pressemeldungen bisher nicht zu erfahren. B.Braun und weitere Aktionäre wollen nun den Beschluss anfechten (Süddeutsche Zeitung 14.6.2013).

Von Rhön wurde die Gelegenheit auch gleich genutzt, um die Sperrminorität von 10% auf 25% anzuheben. Rhön wirbt nun wieder für die Übernahme durch Fresenius.

siehe auch

Finanznachrichten.de 13.6.2013

Handelsblatt 13.6.2013

Pressemitteilung der Rhön Klinikum AG zur Hauptversammlung 12.6.2013

Mai: Ungebremster Wille zum Profit - Rhön Klinikum AG strebt weiter ihre Übernahme an

Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch durch den Gesundheitskonzern Fresenius hält der Klinikkonzern Rhön AG weiter an diesem Vorhaben fest. Der erste Versuch, den europaweit größten und somit nahezu konkurrenzlosen Klinikkonzern zu schaffen, scheiterte vor fast genau einem Jahr.

Damals hatten sich direkte Konkurrenten von Rhön und dem Fresenius-Tochterkonzern Helios Anteile an Rhön besorgt. Bernard Broermann Chef von Asklepios, der dritte der drei großen Klinikkonzerne in Deutschland, stieg mit 5% Anteilen ein. Im September 2012 erwarb der Medizintechnikkonzern B. Braun, ebenfalls ein direkter Konkurrent der Fresenius-Tochterkonzerns Fresenuis Kabi, 5%. Damit scheiterte die Übernahme an einer in der Rhön-Satzung festgeschriebenen Hürde von 90% Zustimmung der Aktionäre. Genau diese Hürde soll nun auf der Aktionärsversammlung am 12. Juni 2013 herab gesenkt werden. Rhön-Gründer Eugen Münch, der 12,5% hält, wird dabei von dem schwedischen Pensionsfond Alecta (9,9% Anteile) unterstützt. Ob dies auch gelingt bleibt fraglich, da eine Änderung der Satzung auch 90% Zustimmung bedarf. Dass Broermann dem nicht zustimmt gilt als sicher. Zumal sich Asklepios-Chef Broemann von Kartellamt zusichern ließ, seine Anteile auf über 10% aufzustocken. B. Braun war bisher zu keiner Stellungnahme bereit. Rhön versucht nun diesen auf seine Seite zu ziehen.

Ein weiterer Schritt zur Kooperation mit Fresenius, die weiterhin ein vehementes Interesse an Rhön bekunden, wurde jetzt Ende Mai bekannt. Fresenius-Tochter Helios will zusammen mit der Krankenkasse Debeka betriebliche Zusatzversicherungen für Beschäftigte von deutschen Unternehmen anbieten. Dabei könnten mit „HELIOSplus“ Zusatzleistungen wie Privatversicherte, also Ein- oder Zweibettzimmer, in Anspruch genommen werden. Damit sollen Beschäftigte unter pseudo-gesundheitsbewussten Gesichtspunkten stärker an die Unternehmen angebunden werden. Helios intern gilt das seit 2008 und soll nun auf weitere Unternehmen ausgedehnt werden. Die ersten, die eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit ankündigten, waren wieder mal die nimmersatten Rhön AG.

Nachrichten 2012

September: Fresenius gibt auf - Kein erneuter Übernahmeversuch der Rhön AG

Nun ist es amtlich. Ein zweiter Anlauf für eine Übernahme des Konzerns Rhön Klinikum AG durch den Gesundheitskonzern Fresenius SE & Co. KGaA kommt nicht zustande. Der Traum vom europaweit größten Klinikkonzern aus einer Fusion mit dem Fresenius-Tochterkonzern Helios, welcher fern jeglicher Konkurrenz wäre, ist somit geplatzt. Fresenius Vorstand Ulf Schneider begründet dem Handelsblatt vom 3.9.12 in bestem Kapitalisten-Jargon die Schlappe folgendermaßen: „Jede unserer Investitionen muss bei beherrschbaren Risiken Wert schaffen".

Bereits Ende Juni war der erste Versuch der Übernahme gescheitert. Fresenius hatte sich zum Ziel gesetzt mindestens 90% der Anteile aufzukaufen. Eine Voraussetzung, die auch die Satzung der Rhön AG vorsieht. Das Vorhaben war mit dem Rhön Gründer und Ankeraktionär (12,5%) Eugen München eingefädelt worden. Kurz vor Ablauf der Abgabefrist wurde bekannt, dass der Gründer des Konkurrenz-Klinikkonzerns Asklepios Bernard Broermann mit 5% bei der Rhön AG eingestiegen ist und brachte das Vorhaben damit zum Scheitern.

Im Zuge dessen wurden Fresenius weitere Hürden eingebaut. Ende August, als noch über einen erneuten Übernahmeversuch diskutiert wurde, stieg der Medizintechnikkonzern B. Braun ebenfalls mit 5% bei Rhön ein. Zudem hält, Presseberichten zu Folge (u.a. Süddeutsche Zeitung, aktiencheck.de), der Vierte der großen vier Klinikkonzerne, die Sana AG, ebenfalls knapp 5%. Das wären insgesamt 15% Anteile bei Kräften, die eine Übernahme verhindern wollen. Aus eigenem Interesse: Asklepios und mehr noch die Sana AG wären durch die Helios/Rhön Fusion abgehängt. Auch B. Braun möchte als direkter Konkurrent der Fresenius-Tochter Fresenius Kabi seinem Gegenüber nicht tatenlos das Feld überlassen.

Aktuell besitzt Fresenius 5% minus eine Aktie und beabsichtigt den Anteil in „begrenztem Umfang“ aufzustocken, so Schneider gegenüber dem Handelsblatt. Ansonsten ist auf beiden Seiten nur Enttäuschung zu vernehmen. Rhön AG Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pföhler äußerte sich in einer Mitarbeiterinformation vom 3.9.12, dass der Vorstand diese Entscheidung bedauere. Weiter deutete er an, die Rhön AG wäre zwar gut für die Zukunft gerüstet, aber „dennoch können wir nicht so weiter machen wie bisher.“

Für uns Beschäftigte der Rhön AG, Helios und sämtlicher anderer Klinikkonzerne wird es weitergehen wie bisher. Das bedeutet arbeiten wie am Fließband, weil das Personal durch Rationalisierung an allen Ecken und Enden fehlt. Mit weniger Lohn in der Tüte am Ende des Monats heim gehen, weil das Tarifniveau unterhalb des öffentlichen Dienstes liegt und man durch einzelne Haustarifverträge noch untereinander gespalten wird. Und es sollte uns Beschäftigten bewusst werden: Die Bosse haben es sich untereinander vermasselt – Wir haben nur Zeitung gelesen und auf sonst was oder wen gehofft. Wenn die ihren Schmerz wegen der gescheiterten Übernahme langsam verkraftet haben, hat sich für uns immer noch nix geändert. Es sein denn, wir sorgen langsam mal dafür.


August: Medizintechnikkonzern B. Braun steigt bei Rhön AG ein

Laut Berichten der Nachrichtenagentur Reuters hat der Medizintechnikkonzern B. Braun 5% Anteile an der Rhön Klinikum AG erworben. Im August gab es immer wieder Gerüchte über einen erneuten Versuch der Übernahme des Klinikkonzerns durch Fresenius. Dies wird durch den Einstieg von B.Braun deutlich erschwert. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 28.8.2012 zu Folge will Fresenius noch im August entscheiden, ob sie einen zweiten Übernahmeversuch wagen werden.

Juni: Übernahme der Rhön Klinikum AG durch Fresenius geplatzt!

Laut Medienberichten ist die Fusion zum europaweit größten Klinikkonzern gescheitert. Es wurden nur 83,4% des Grundkapitals an Fresenius veräussert. Das Ziel von Fresenius waren 90%. Das ist für beide, börsennotierte Unternehmen, mehr als peinlich. Fresenius kündigte an, nach neuen Handlungsmöglichkeiten zu suchen, um eine Übernahme zu ermöglichen. Das dürfte allerdings schwierig werden. Stand 30.6.2012


Presseberichte:

Süddeutsche Zeitung: Fresenius scheitert bei Rhön Klinikum

Finanz Nachrichten: Fresenius und Rhön Klinikum leiden gemeinsam

Frankfurter Rundschau: Geplatzte Übernahme: Fresenius gibt nicht auf

Juni: Rhön AG Übernahme durch Fresenius gerät ins Stocken

Die geplante und schon unter Dach und Fach geglaubte Übernahme der Rhön Klinikum AG durch Fresenius könnte vor einem gravierenden neuen Problem stehen. Nachdem am 27.6. die Frist für die Annahme der Übernahme abgelaufen ist, wurde gestern, am 28.6. folgendes bekannt.

Der dritte große bundesdeutsche Klinikkonzern Asklepios hält 5% an Rhön Aktien und will sich „alle Gestaltungsmöglichkeiten offen halten“. Dies wurde auch von der Rhön Klinikum AG bestätigt. Stand 29.6.2012

Juni: Übernahme von Rhön AG durch Fresenius ist in Gang gesetzt

Rhön-Gründer und Ankeraktionär Eugen Münch erklärte bereits kurz nach Bekanntwerden des Übernahmeangebots, dass er seine 12,45% der Anteile veräußern wolle. Medienberichten zu Folge, hat nun mit dem schwedischen Fond Alecta ein weiterer Großaktionär angekündigt seine 9,1% Anteile verkaufen zu wollen. Die Konzernführung selbst hat Ende Mai eine Grundsatzvereinbarung mit Fresenius, bzw. der eigens dafür gegründeten Akquisitionsgesellschaft „FPS Beteiligungs AG“, erarbeitet, wie die Übernahme von Statten gehen solle. Dazu wurde ein weiteres Gremium gegründet, das „Business Integration Committee“, in dem je zwei Vertretungen von Rhön und Helios sitzen.

Neben der Veränderung, dass nach der Übernahme die Verwaltungsstrukturen dezentralisiert werden sollen, wird in der Vereinbarung, wie in einem separaten Brief an alle Beschäftigten der Rhön Klinikum AG, mehrmals betont, dass die Beschäftigten „stets fair und gleich“ behandelt werden sollen.

Allerdings mit Abstrichen. Bereits im ersten Punkt „Arbeitsplatz- und Standortsicherung“, heißt es, dass „Anpassungen“ in den einzelnen Standorten nur insoweit erfolgen sollen, wie sie „zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit“ erforderlich wären. Fix ist der Deal auch noch nicht. Bis zum Ende der Annahmefrist am 27. Juni müssen 90% der Aktionäre dem Angebot zustimmen.

April: Fresenius will Rhön Klinikum AG übernehmen

Fresenius hat vor, die Rhön-Klinikum AG mit dem ihnen eigenen Klinikkonzern Helios zusammenzuführen. Damit entstünde der bundesweit größte Klinikkonzern, der fern jeglicher Konkurrenz wäre.


Unternehmensgründer und Ankeraktionär Eugen Münch, langjähriger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender der Rhön AG, unterstützt das Vorhaben. Er erklärte, er werde das Übernahmeangebot mit allen von ihnen gehaltenen Aktien in Höhe von 12,45 % des Grundkapitals der Rhön-Klinikum AG annehmen. Er werde den Aktionären die Annahme des Angebotes ebenfalls empfehlen.

Laut Bayerischem Rundfunk stieg der Wert der Rhön Aktie, nach Bekanntgabe der Übernahme, um 46%.



Aus einer Meldung bei Reuters vom 26.4.2012:

Fresenius will Konkurrent Rhön Klinikum schlucken Frankfurt (Reuters) - Milliardenübernahme im deutschen Klinikmarkt: Der Gesundheitskonzern Fresenius will für rund 3,1 Milliarden Euro den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum kaufen. Mit der Übernahme will Fresenius zusammen mit seiner Tochter Helios den unangefochtene Marktführer unter den privaten Klinikbetreibern in Deutschland schaffen. Der neue Krankenhausverbund Helios-Röhn käme dann auf einen Jahresumsatz von rund sechs Milliarden Euro. "Der geplante Erwerb der Rhön-Klinikum AG ist ein bedeutender Schritt im weiteren Ausbau unseres Krankenhausgeschäfts" erklärte Fresenius-Chef Ulf Schneider am Donnerstag. Mit der Bündelung der Geschäfte könne Fresenius neue Wege in der Gesundheitsversorgung gehen. Rhön-Klinikum kündigte umgehend an, die Übernahme-Offerte zu prüfen. Fresenius bietet den Rhön-Klinikum-Aktionären 22,50 Euro je Aktie. Die Offerte liegt um 52 Prozent über dem Schlusskurs der Rhön-Klinikum-Aktie vom Mittwoch. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Rhön-Titel sprangen am Donnerstagvormittag um rund 50 Prozent auf 22,14 Euro in die Höhe, blieben aber unter dem Übernahmepreis. Die im Leitindex Dax notierte Fresenius-Aktie büßte 4,4 Prozent auf 70,65 Euro ein. ...

Nachrichten 2011

April: Bilanzkonferenz der Rhön Klinikum AG - Gewinnzuwachs und Prognose

Wallstreet Online meldet am 28.4.2011:

Rhön Klinikum profitiert von gestiegenen Patientenzahlen

BAD NEUSTADT - Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum ist dank deutlich gestiegener Patientenzahlen mit einem Gewinnanstieg ins neue Geschäftsjahr gestartet. ´Die guten Zahlen im ersten Quartal sind eine sehr gute Ausgangslage, um unsere Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2011 zuverlässig zu erreichen´, sagte Finanzvorstand Erik Hamann bei Vorlage der Zahlen am Donnerstag. Die Zahlen und der Ausblick kamen an der Börse gut an. Vorbörslich stieg der Kurs um mehr als 2 Prozent.

2011 wird unverändert ein Umsatzplus von vier Prozent auf 2,65 Milliarden Euro erwartet. Der Konzerngewinn vor Minderheiten soll auf 160 Millionen Euro steigen, wobei der Überschuss in einer Bandbreite von fünf Prozent um diesen Wert schwanken kann.

Der Marktanteil sei 2010 weiter ausgebaut worden. Wie die im MDax-notierte Gesellschaft weiter mitteilte, stieg der Konzerngewinn um 10,8 Prozent auf 38,0 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse kletterten dank einem prozentual zweistelligen Plus bei den Patientenzahlen in den ersten drei Monaten um 3,7 Prozent auf 647,2 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 8,1 Prozent auf 50,6 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 51,06 Millionen gerechnet. An die Aktionäre soll eine Dividende von 0,37 Euro nach 0,30 Euro im Vorjahr ausgeschüttet werden.

Ende 2010 beschäftigte der MDax-Konzern 38.058 Mitarbeiter. Das sind 1176 mehr als im vergangenen Jahr. Rhön-Klinikum zählt neben den zum Medizinkonzern Fresenius gehörenden Helios-Kliniken und dem Konkurrenten Asklepios zu den drei großen privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland.



Finanz Nachrichten meldet:

RHÖN-KLINIKUM AG: Bilanzpressekonferenz in Frankfurt/Main 28.04.2011 Jahresergebnis 2010 * Erneuter Anstieg der Patientenbehandlungen um 13,4 % ist Beleg für Vertrauen in die hohe Qualität der angebotenen medizinischen Leistungen. * 9,9 % Umsatz- und 10,2 % Ergebnisplus in 2010 beweisen die Nachhaltigkeit des Wachstumskurses. * Bezug neuer Gebäude in Gießen und Marburg im ersten Quartal 2011. Die dortigen Investitionsverpflichtungen - 260 Mio. EUR aus Mitteln der Aktionäre - wurden voll erfüllt. Gießen und Marburg sind ein Beleg für Investitionsfähigkeit und Innovationskraft.

Ergebnis 1. Quartal 2011 * Fortgeführter Patientenanstieg um 69.839 Fälle bzw. 13,7 % auf insgesamt 579.632 Fälle (Vj. 509.793 Fälle) unterstreicht guten Start in das neue Geschäftsjahr. * Umsatzerlöse erhöhten sich um 3,7 % auf 647,2 Mio. EUR. * Konzerngewinn stieg um 3,7 Mio. EUR bzw. um 10,8 % auf 38,0 Mio. EUR. * EBITDA stieg um 5,7 Mio. EUR bzw. 7,8 % auf 78,8 Mio. EUR. * EBIT verbesserte sich um 3,8 Mio. EUR bzw. 8,1 % auf 50,6 Mio. EUR.

Prognose für die weitere Entwicklung in 2011

Für 2011 bestätigt das Unternehmen seine Prognose. Erwartet werden trotz herausfordernder Rahmenbedingungen Umsatzerlöse in Höhe von ca. 2,65 Mrd. EUR, ein EBITDA von 340 Mio. EUR und ein Konzerngewinn in Höhe von ca. 160 Mio. EUR. Beide zuletzt genannten Zahlen mit einer Bandbreite von jeweils 5 % nach oben bzw. unten.

Bad Neustadt a. d. Saale/Frankfurt am Main, den 28. April 2011 Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG wird auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main die bereits im Februar veröffentlichten Trendzahlen bestätigen. Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurück. Die Patientenzahlen sind erneut gestiegen, so Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG. Wir sind stolz auf die Leistung unserer Mitarbeiter und Einrichtungen. Die steigende Nachfrage nach unseren Gesundheitsleistungen ist der Beleg für das Vertrauen der Menschen in die hohe Qualität unseres medizinischen Angebotes. Es ist uns sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich gelungen, unser Wachstum fortzusetzen. Unsere Umsatz- und Ergebnisziele wurden planmäßig erreicht. Wir konnten unseren Marktanteil in 2010 erneut ausweiten. Unsere Bestandskliniken haben ein internes Wachstum, deutlich über dem sich abzeichnenden Bundesdurchschnitt. Dabei bleiben wir bei unserer Politik, den Löwenanteil unseres Unternehmensgewinns in Kliniken und MVZ zu investieren. Rund 70 % fließen zurück. Damit ist unsere Investitionsquote deutlich höher als bei jedem öffentlichen Träger. Die Verlässlichkeit unseres Geschäftsmodels wurde erneut unter Beweis gestellt. Unser Fazit für das Geschäftsjahr 2010 fällt daher durchweg positiv aus, so Pföhler.

Jahresergebnis 2010 In den Kliniken des Verbunds wurden 2010 insgesamt mehr als zwei Mio. Patienten behandelt. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum auf 2,55 Mrd. EUR. Der Konzerngewinn erhöhte sich wie prognostiziert um 10,2 % auf 145,1 Mio. EUR. Das EBITDA konnte im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 % auf 307,3 Mio. EUR und das EBIT um 8,7 % auf 197,9 Mio. EUR gesteigert werden. Der operative Cash-Flow erhöhte sich um 7,4 % auf 255,9 Mio. EUR. Der Anstieg der Patientenbehandlungen um 13,4 % sei Beleg für das große Vertrauen in die Qualität unserer Arbeit. Mit 9,9 % Umsatz- und 10,2 % Ergebnisplus in 2010 beweise die RHÖN-KLINIKUM AG darüber hinaus die Nachhaltigkeit des Wachstumskurses - auch in Krisenzeiten. Pföhler sagt zu, diesen verlässlichen Kurs auch im neuen Geschäftsjahr konsequent beizubehalten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der diesjährigen Hauptversammlung am 8. Juni 2011 die Ausschüttung einer Dividende von 0,37 EUR (Vj. 0,30 EUR) je dividendenberechtigter Stückaktie (DE 0007042301; 138.232.000 Stückaktien) vorschlagen.

Arbeitsplätze 2010 Zum 31. Dezember 2010 hat die RHÖN-KLINIKUM AG in zehn Bundesländern 38.058 Mitarbeiter beschäftigt. Das sind 1176 mehr als im vergangenen Jahr. Neu hinzu kamen vor allem Ärzte und Pflege-kräfte. Mittlerweile zählen die Klinken der AG in vielen Regionen zu den größten Arbeitgebern.

Ergebnis 1. Quartal 2011 Mit dem Start in das Geschäftsjahr 2011 ist die Konzernleitung zufrieden. Bereits in den ersten drei Monaten konnten 579.632 Patienten behandelt werden (+ 13,7 %). Die Umsatzerlöse stiegen auf 647,2 Mio. EUR (+3,7 %). Der Konzerngewinn steigt um 10,8 % auf 38,0 Mio. EUR. Das EBITDA steigt auf 78,8 Mio. EUR (+ 7,8 %). Das EBIT erhöht sich auf 50,6 Mio. EUR und liegt um 8,1 % über dem Vorjahreswert. Zum Stichtag 31. März 2011 waren im Klinikverbund 38.174 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die guten Zahlen im ersten Quartal sind eine sehr gute Ausgangslage, um unsere Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2011 zuverlässig zu erreichen, so Finanzvorstand Dr. Erik Hamann. Zwei große Projekte wurden im ersten Quartal bereits erfolgreich bewältigt. Am Universitäts-klinikum Gießen und Marburg wurden zwei neue Gebäude in Betrieb genommen. An beiden Standorten konnten die Umzüge ohne Zwischenfälle abgeschlossen werden.

Ausblick 2011: Gute Medizin zukunftsfest zu gestalten ist ein zentrales Anliegen des Konzerns. Die demographische Entwicklung und der damit verbundene wachsende Bedarf an einer hochwertigen medizinischen Versorgung älterer Menschen stellen neue Anforderungen an das Gesundheitssystem. Diesem Bedarf wollen wir mit maßgeschneiderten medizinischen Angeboten Rechnung tragen. Einen wesentlichen Ansatzpunkt sehen wir in der Stärkung unserer medizinischen Leistungsnetze in unserem Verbund beispielsweise in der Akutgeriatrie. Den Grundstein haben wir durch den Erwerb der Salze Klinik und die Integration eines geriatrischen Schwerpunkts in unseren Klinikverbund gelegt. Mit dem bundesweit herausragenden medizinischen Konzept setzen wir erneut Maßstäbe. Die Umsetzung weiterer tragfähiger und zukunftsweisender Leistungsangebote treiben wir gezielt voran. Daneben bleibt es Ziel, uns vom klassischen Klinikbetreiber hin zum integrierten Gesundheits-versorger zu entwickeln. Der sich abzeichnende Strukturwandel zeigt, dass wir uns auf dem vor zwei Jahren eingeschlagenen Weg auf Erfolgskurs befinden: Aufgrund des Fortschritts in der Medizin und Medizintechnik ergeben sich immer mehr Möglichkeiten zur ambulanten Therapie. So steht zum Beispiel die Ophthalmologie (Augenheilkunde) wie kaum ein anderes Fachgebiet für die Verlagerung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich. Die darin liegenden Chancen haben wir früh erkannt und können mit unserem zum Jahresbeginn vollzogenen Markteinstieg in die Ophthalmologie den Patienten innovative Versorgungsleistungen anbieten. Derzeit werden die Weichen für eine gesetzliche Neuordnung der ambulanten Versorgung gestellt, so der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Pföhler. Anlass für das angekündigte Versorgungsgesetz ist ein sich abzeichnender Ärzteengpass insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Als einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland will die RHÖN-KLINIKUM AG den erforderlichen Systemwandel mitgestalten. Das Unternehmen sieht in der Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung und der Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen für Ärzte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen wichtigen Ansatzpunkt.

Gesundheit bedeutet Lebensqualität, sie ist das höchste Gut der Menschen. Unser Ziel ist daher auch 2011 eine wohnortnahe, qualitativhochwertige und bezahlbare Versorgung für jedermann anzubieten, so Pföhler.


Nachrichten 2008

Oktober: Rhönwatch

Die ver.di Jugend Hessen hat einen Blog ins Leben gerufen, um befürchtete Qualitätsmängel beim privaten Klinikbetreiber Röhn Klinikum AG zu sammeln und offenzulegen:

www.rhoenwatch.de.


In einem anonymen Blog-Beitrag vom 6.10.08 heißt es z.B.:

... In Krankenhäusern, die schon mehrere Jahre zu Rhön gehören, wird den Mitarbeitern sicherlich viel abverlangt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, da es in den inzwischen mehr als sechs Jahren, die ich bei Rhön arbeite genug Tage gab, an denen ich erschöpft von der Arbeit nach Hause kam, weil ich mein Bestes gegeben habe. ABER: Nach einer Zeit in der die Klinik entschlackt wurde, Stellen abgebaut und Prozesse umgestellt wurden, gings aufwärts. ...


Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) protestierte in einer Pressemitteilung vom 2.10.08 gegen den Blog:

... Auf der Internet-Seite werden anonym ausschließlich negative Erfahrungen mit den Rhön-Krankenhäusern veröffentlicht, zu denen auch das Universitätsklinikum Gießen und Marburg gehört. „Der richtige Weg bei Problemen zwischen Mitarbeitern und Unternehmensführung führt über die betriebsinternen Gremien“, hält VUD-Generalsekretär Strehl fest. ... Strehl bedauert, „dass die Gewerkschaft Verdi zu Mitteln greift, die in unserer Sozialordnung zur Beilegung betrieblicher Konflikte nicht vorgesehen sind“. Er hält es für bedenklich, wenn mit nicht oder nur schwer nachprüfbaren Anschuldigungen Druck auf die Betriebsleitungen aufgebaut werden soll. „Außerdem werden dadurch Patienten verunsichert, die solche Kampagnen am wenigsten einschätzen können.“ Patienten würden dadurch für Arbeitskämpfe instrumentalisiert. ...


Nach 5 Wochen schließt Ver.di www.rhoenwatch.de wieder:

Frankfurter Rundschau 5.11.08:

Seit fünf Wochen besteht die Möglichkeit, sich im Internet über Erfahrungen mit dem Klinikum auszutauschen, das seit der Privatisierung vor zwei Jahren zum Rhön-Konzern gehört. Die Gewerkschaft Verdi hatte Rhoenwatch.de installiert, nachdem sich Beschwerden über die Folgen des Personalabbaus gehäuft hatten. Jetzt wird die Plattform erst mal abgeschaltet. "Wir machen eine Pause." So formuliert es Georg Schulze-Ziehaus von Verdi Hessen. "Die Probleme sind benannt, nun wollen wir über Lösungen sprechen." Am heutigen Mittwoch sollen die Gespräche mit der Geschäftsführung beginnen…


Siehe auch


Nachrichten 2006

September 2006: Capio

Die Börse Berlin Bremen meldet über den Nachrichtendienst ots am 01.09.2006 folgendes:

Rhön-Klinikum (WKN 704 230) stiegen um 6,4 Prozent auf 33,83 Euro. Hier schürten Fusionsgerüchte die Fantasie der Anleger. Offensichtlich haben Finanzinvestoren ein Kaufangebot für den schwedischen Gesundheitskonzern Capio vorgelegt. Das ließ Investoren von Übernahmen im gesamten europäischen Gesundheitssektor träumen.

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Allgemeine Strategie

Rhön-Kliniken wollen keine Patientenselektion nach USA-Muster betreiben, denn Fließbandfertigung für einen Massenmarkt bringt am Ende höhere Gewinne:

<cite>Wir sind davon überzeugt, daß eine Flächenversorgung für jedermann wegen der größeren Leistungsmenge bei niedrigerem Preis, der damit sozialer ist, langfristig bei richtiger Steuerung die Krankenhausträger zur Einleitung kostendegressiver Leistungsprozesse anregt und damit dem Entwicklungspotential der hochpreisigen Spitzenversorgung für eine zahlungsfähige Oberschicht überlegen ist. ... Das heißt wir sind davon überzeugt, daß steigende Mengenleistungen, die aus der demografischen Entwicklung resultieren, zur Kostendegression im Krankenhaus führen müssen und die Kostendegression ihrerseits die Leistung preiswerter und damit verfügbar für jedermann macht. Ein vergleichbarer Prozeß hat das Automobil für viele erst erschwinglich gemacht und umgekehrt die Massenproduktion ermöglicht. ( Vorstandsvorsitzender Eugen Münch 17.5.1996)


Fließkonzept

In Rhön-Kliniken sind Pflege und Unterbringung in vier Hospitationsebenen untergliedert. Die Behandlung folgt arbeitsteiligen Fließkonzepten . Damit konnten nach Aussagen des Konzerns die Kosten je Fall bei gleichzeitig höherer Qualität der Leistung am und für den Patienten um bis zu 40% unter den des Bundesdurchschnitts gesenkt werden.

Im Ver.di Infodienst 2001 Nr. 11 heißt es:

es gibt in den Häusern nicht mehr nur die herkömmlichen zwei Versorungsstufen OP/Intensiv und Normalstation, sondern es wird ein flexibel gegliedertes System angewendet mit einem sehr hohen Anteil an Intensivabteilungen und vielen Schnittstellen, an denen die Patienten übergeben werden und eine Qualitätskontrolle stattfindet. Der große Anteil an Intensivbetten in den RKA-Häusern ist in sich gegliedert: höchstintensiv – überwachungsorientiert – pflegeorientiert, erst dann kommt der/die Patient/in in die Normalstation. Dieser Ablauf im Krankenhaus, der gleichzeitig noch interdisziplinär organisiert ist und so Doppelleistungen und Kosten vermeidet, bewirkt wesentlich mit, dass die Kosten der RKA-Häuser nach eigenen Angaben 30-40% geringer sind als in “alten“ Krankenhausstrukturen2 (Fallkosten öffentlicher Krankenhäuser 7.600 DM; RKAKlinik 5.100 DM (Dresdner Kleinwort Benson 1999)).


Siehe auch

Personalpolitik

Rhön gliedert Serviceleistungen aus und "bestellt" bei den Behörden nach §§ 48 SGB III Erwerbslose für rechtswidrige, nicht entlohnte "Praktika" als Reinigungskräfte. Siehe dazu Uniklinikum Marburg / RK-Reinigungsgesellschaft (Rhön): Arm DURCH Arbeit (Juli 2007).

Übernahmepolitik

Die RHÖN-KLINIKUM AG strebt in jedem Fall die stringente Umsetzung ihrer erfolgsorientierten Konzepte an und ist deshalb nur an Übernahmen interessiert, bei denen sie als Mehrheitsgesellschafter auftritt. (Selbstdarstellung Mitte 2004)

Im Ver.di Infodienst 2001 Nr. 11 heißt es:

Bei der Übernahme einer Klinik wird der Personalbedarf berechnet »und kann nicht Gegenstand sozialer Überlegungen sein, die letztlich systemtötend wären«4. Im Klartext: Ein Personalüberhang wird möglichst schnell abgebaut. (E. Münch, Das flexible Krankenhaus; in: Das Krankenhaus 8/97, S. 466)


Teleportal-Konzept

Mit dem Tele-Portal-Konzept werden die Möglichkeiten der Telematik genutzt, um medizinische Kompetenz aus der Spitzenmedizin bereits auf der Ebene der Grundversorgung zur Verfügung zu stellen. Zentrales Element der Tele-Portal-Klinik ist eine diagnostisch-technische Ausstattung auf dem Niveau gut geführter Schwerpunktkrankenhäuser (z.B. CT = Computertomograph, MRT = Magnetresonanztomograph). Direkten Zugriff auf Spezialexpertise hat die Tele-Portal-Klinik rund um die Uhr durch telematische Online-Verbindung zu geeigneten Schwerpunkt- und Fachkliniken. Der Einsatz von „virtuell“ anwesenden Spezialisten wird gemeinsame Online-Befundungen in "Echtzeit" ermöglichen, die im „alten“ Grundversorgungskrankenhaus bisher sowohl technisch wie auch finanziell undenkbar waren. (Mitteilung von Rhön – Finanztreff.de / DGAP 14.4.05)

In einer PowerPoint-Präsentation vom 27.1.2003 stellt die Rhön AG ihre Pläne zur Umstukturierung des Gesundheitsversorgung ausführlicher vor.

Danach soll eine kostengünstige Flächenversorgung durch Standardisierung der Diagnostik und Behandlung erreicht werden. Rhön vergleicht den angestrebten Wandel in der Patientenversorgung mit dem Übergang von der Manufaktur zur Prozessorientierung . Wie bei industriellen Fertigungsprozessen wird durch Wiederholung in völlig neuen Formen der Arbeitsteilung eine Rationalisierung ermöglicht.

Die arbeitsteilige „Produktion“ medizinischer Leistungen erfolgt dezentral an virtuellen Patienten , die auf der Basis bildgebender Verfahren (übereinandergelegt und mehrdimensional) konstruiert werden. Zusätzlicher Vorteil: der anonyme virtuelle Patient wird, als Pendant zum realen virtuellen Patienten, völlig neue Forschungsmöglichkeiten über Massenphänomene ermöglichen .

Sämtliche Daten des virtuellen Patienten fließen in eine elektronische Krankenakte ein, zu der die PatientInnen selbst und die beteiligten BehandlerInnen über ein Intranet Zugang haben.

Die Durchsetzung des Systems erfolgt, indem der Patient eingebunden wird und durch Hinterlegung seiner Karte beim jeweiligen Behandler den Zugang öffnet. Das bedeutet, dass niedergelassene Ärzte sich genauso einloggen können – vorausgesetzt, dass der Patient das will. Wenn er es nicht will, wird er es dem Arzt begründen müssen. Die im System liegende Bequemlichkeit wird zu schneller Verbreitung führen und auch die niedergelassenen Ärzte werden sich dem nicht entziehen können. Den niedergelassenen ÄrztInnen fällt die Aufgabe zu, PatientInnen in ein von Rhön organisiertes Versorgungssystem aus ambulant und stationär behandelnden Einrichtungen weiterzuleiten. Der niedergelassene Arzt prüft nur noch, ob stationäre oder teilstationäre Aufnahme erforderlich ist. Alle weiteren Schritte veranlasst die Klinik . Die Klinik, genannt Teleportal-Klinik , ist mit anderen Kliniken durch ein Schienennetz verbunden, über das die PatientInnen ggf. in überregionale Schwerpunktkrankenhäuser weitergeleitet werden. Rhön strebt jedoch die Verringerung stationärer zugunsten ambulanter und teilstationärer Behandlungen an. Am Krankenhaus angesiedelte FachärztInnen sollen dabei in Doppelfunktion ambulante und tagesklinische Leistungen unter Nutzung der Krankenhaus-Technik erbringen.

Damit sich das besser lohnt, tritt Rhön für eine Weiterentwicklung der DRG’s ein: Das erstaufnehmende Haus bildet den Fall – Endabrechnung durch das entlassende Haus – Leistungseinkauf zwischen den Häusern . Mit der Qualifizierung der Krankenhäuser als teilstationäre Einrichtungen sieht Rhön die heutige Struktur der doppelten Facharztvorhaltung mindestens in der Flächenversorgung erheblich in Frage gestellt. Während FachärztInnen anscheinend eher materiell an Rhön gebunden werden sollen, z.B. durch den Kauf von und die Beteiligung an Praxen und durch Bereitstellung diagnostischer Geräte, ist für HausärztInnen eine eher immaterielle Einbindung geplant: Die Teleportal-Klinik wird ... für zukünftige Hausärzte der Platz sein, an dem sie einen Teil ihrer Weiterbildung als Assistent des Präsenzarztes verbringen . Mit der Einbindung in das Teleportal-System verbunden ist nach Ansicht von Rhön ein erheblicher Reputationsgewinn des Einweisers gegenüber den Patienten . Ein Artikel des Handelsblatts vom 30.3.05 sieht das Teleportal-Konzept durch das Bundeskartellamt gefährdet:

Die Rhön untersagte Übernahme des städtischen Krankenhaus in Eisenhüttenstadt mit 326 Betten ... trifft den Konzern ... im Mark, weil es seine Strategie grundsätzlich in Frage stellt.
Rhön-Chef Eugen Münch hat eine Strategie entwickelt, die er das Teleportal-Konzept nennt. Um es umzusetzen, muss er gerade in den Regionen zukaufen, in denen er bereits große Häuser besitzt. Der Kerngedanke ist, dass große Kliniken, an denen Spezialisten arbeiten, mit den kleineren Häusern der Region vernetzt werden. Auf diese Weise will Münch eine qualitativ hochwertige Versorgung auch in dünn besiedelten Regionen sicherstellen.
Die Ärzte in den kleineren Häusern sollen demnach bei schwierigeren Fällen über Online-Verbindungen Ferndiagnosen von den Spezialisten der großen Häuser einfordern können. Falls der Fall für die Generalisten des kleinen Krankenhauses zu kompliziert ist, kann der Patient in die Fachabteilung der großen Klinik überwiesen werden.


Elektronische Patientenakte / Siemens

Gesundheit-Sachsen 18.9.07:

Rhön-Klinikum AG und Siemens führen einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte ein
Nachdem die WebEPA bereits in Leipzig (Herzzentrum und Parkkrankenhaus) erfolgreich pilotiert wurde, steht nun der konzernweite Roll-out bevor. Eines der europaweit größten eHealth-Projekte läuft an.

Siehe auch

Tarife

Bezahlt wird bei Rhön nach individuellen Haustarifen , wobei (alle?) Beschäftigten eine erfolgsabhängige Ergebnisbeteiligung am Gesamtergebnis der jeweiligen Klinik erhalten.

Die ÖTV bzw. ver.di haben sich von Anfang an (anfangs?) um einen konzernweiten Manteltarifvertrag mit engeren Grenzen für klinikeigene Regelungen bemüht. (ver.di Infodienst Krankenhäuser 04/2001)
[Wie hat sich das weiter entwickelt?])

Mit individuellen Haustarifverträgen haben unsere Konzernkliniken die Möglichkeit, auf die jeweiligen Bedingungen am Arbeitsmarkt und auf die Betriebsstrukturen vor Ort einzugehen , heißt es auf der Internetseite der RKA zu diesem Thema. Und weiter: Wir würden den Versuch, uns auf BAT-Niveau binden zu wollen, als Angriff auf die Zukunft unserer Krankenhäuser betrachten, und wir sind sicher, dass die weit überwiegende Mehrzahl unserer Betriebsräte (es gibt sie in allen unseren Häusern) das genau so sieht.

Kapitalstruktur

Größte Anteilseignerinnen an der RKA sind die Hypo- und Vereinsbank AG mit 26,5% und die Familie des Vorstandsvorsitzenden, Eugen Münch, mit 24% der Stammaktien. Rund ein Drittel der RKA-Aktien besitzen als „Vorzugsaktien“ kein Stimmrecht. (Wer weiß, was es damit auf sich hat?)

An der HypoVereinsbank sind u.a. die Allianz AG, die E.ON AG und die Münchener Rückversicherung AG beteiligt. Über gehäufte Aufsichtsratsposten und Mandate ist die HypoVereinsbank mit Axel Springer, BMW, BASF, DaimlerChrysler und der ERGO Versicherungsgruppe AG verflochten.

ERGO gehört zu über 90% der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft und ist mit Thyssen Krupp und Henkel verflochten. Zur ERGO Versicherungsgruppe gehören die Victoria Krankenversicherung AG, Hamburg-Mannheimer, Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), D.A.S. und KarstadtQuelle Versicherungen. An der Münchener Rückversicherung AG sind die Allianz AG, die E.ON AG und die HypoVereinsbank beteiligt. Im Aufsichtrat der Münchener Rück sitzen Aufsichtsratsmitglieder von Aventis und Bayer, deren größter Einzelaktionär die Allianz AG ist, die wiederum an Schering beteiligt ist.

Ein Vertreter von ERGO ist bei MediClin aktiv. Ein Vertreter der Deutschen Krankenversicherung AG (DKV) ebenfalls. Die DKV ist außerdem mit Sana verbunden.

2003 schüttete die Rhön-Klinikum AG bei einem Gewinn von 73 Mio. € und einer Eigenkapitalrendite von 16% knapp 18 Mio. € Krankenkassenbeiträge als Dividenden an die AktionärInnen aus.

Anleihen

Im Juli 2005 nimmt Rhön eine Anleihe in Höhe von 110 Millionen € auf dem Kapitalmarkt auf. Zweck sei die Refinanzierung kurzfristig angestiegener Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den seit Jahresbeginn konsolidierten neun Neuerwerbungen und den zum 1. Juli hinzugekommenen Kliniken Miltenberg/Erlenbach . (Krankenhausumschau 6.7.05)

Gesellschaftspolitische Einflüsse

Bundesregierung und Gesundheitsorganisationen

Die RKA pflegt enge Kontakte zur Bundesregierung. So sind die RKA-Aufsichtsratsmitglieder Karl W. Lauterbach und Detlef Klimpe Berater der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Lauterbach gehört dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen an. (Siehe auch: Spiegel 4.10.05, Deutscher Bundestag 16. Wahlperiode)

Klaus-Theo Schröder (SPD), Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium und seit 1986 für die Gesundheitsministerien Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Berlin tätig, war kurzfristig leitender Angestellter der RKA, bevor er in einem persönlichen Telefonat mit Eugen Münch von der Bundesgesundheitsministerin für den Staatsdienst abgeworben wurde.

Die enge Verbindung Schröders zu Rhön war in Berlin heftig kritisiert worden , schrieb das Deutsche Ärzteblatt 22.2.2002, weil sich der Klinikkonzern in Schröders Amtszeit darum beworben hatte, vom Senat das traditionsreiche Berliner Klinikum Buch zu übernehmen. Der springende Punkt: Mit Schröder habe Rhön über Monate hinweg auf beiden Seiten des Verhandlungstisches gesessen.

Ein Abteilungsleiter der RKA, Stephan Achner, war Leiter des Dezernats II „Krankenhausfinanzierung und Krankenhausplanung“ in der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Wolfram L. Boschke, der seit 2002 für Rhön arbeitet, war seit 1982 Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkrankenanstalten, seit 1985 Geschäftsführer des Landesverbandes der Privatkrankenanstalten in Nordrhein-Westfalen und seit 1998 Mitglied des Kuratoriums zur Förderung deutscher Medizin im Ausland, das von einer großen Koalition aus FDP, SPD, Grünen, CDU und dem Bundesverband Deutscher Privatkrankenanstalten geleitet wird.

Siehe auch

Forschung und Lehre

Mit dem Herzzentrum Leipzig betreibt RKA die erste private Universitätsklinik der Bundesrepublik.

Der zwischen der Universität Leipzig, dem Freistaat Sachsen und der RHÖN-KLINIKUM AG geschlossene Vertrag gewährleistet Freiheit von Forschung und Lehre , heißt es auf den Internetseiten der RKA. Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig ist Dr. Elmar Keller, bis dahin Mitglied des Vorstands der Rhön-Klinikum AG und zuvor Geschäftsführer bei der AOK (Health Update 03/03).

Obschon (noch) nicht privatisiert, versteht sich auch die Universität Bayreuth als Partner und Dienstleister für die gewerbliche Wirtschaft (Internetseite der Uni). Im Februar 2004 verlieh die Universität Bayreuth Eugen Münch und dem Vorstandsvorsitzenden der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, zum Dank für einen 1998/99 eingerichteten Studiengang die Ehrensenatorwürde. Die RKA schreibt:

Bedingt durch unser stetiges Wachstum haben wir einen ständig steigenden Bedarf an Führungskräften, die in der Lage sind, die Unternehmensziele in den einzelnen Kliniken zu verfolgen und umzusetzen. ... Seit Herbst 1998 gibt es an der Universität Bayreuth einen neuen Diplom-Studiengang „Gesundheitsökonomie“. Der von der RHÖN-KLINIKUM AG in Kooperation mit der Universität Bayreuth und der Techniker Krankenkasse eingeführte Studiengang dient auch dazu, dem Konzern zu qualifiziertem Führungsnachwuchs zu verhelfen. (Internetseite Rhön Mitte 2004)

In seiner Dankesrede lobte Klusen einen der Professoren und zugleich Mitglied der bayerischen Bioethik-Kommission, Peter Oberender, dafür, dass er immer den Wettbewerbsgedanken auch für das Gesundheitswesen in den Vordergrund gestellt habe . (Pressemitteilung der Uni)

Die RKA gehört zu den Stiftern des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bayreuth. Das Institut unterstützt dafür die RKA bei strategischen Projekten im Bereich der neuen Medien . Geschäftsführender Direktor des Instituts ist Eckhard Nagel, Mitglied des Nationalen Ethikrats. Zu den Kooperationspartnern des Instituts gehört außer der RKA u.a. Novartis.

Bertelsmann-Stiftung

Ein Aufsichtsratsmitglied der RKA, Brigitte Mohn, ist Mitglied der Geschäftsführung der Bertelsmann Stiftung, die einen ziemlich großen Einfluss nicht nur auf die Entwicklung des Gesundheitssystems zu haben scheint.

Siehe auch

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Verbindungen zwischen der RKA und Bertelsmann bestehen auch über die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, die zu einem großen Teil von der Bertelsmann Stiftung getragen wird. Im Stiftungsrat der Deutschen Schlaganfall-Hilfe sitzen neben VertreterInnen von Bertelsmann auch Hoppe (Präsident der Bundesärztekammer), Pohle (ehemaliger Finanzvorstand der Schering AG) und Eugen Münch.

Friedrich-Ebert-Stiftung, Lauterbach, Telemedizin

Ein Aufsichtsratsmitglied der Rhön-Klinikum (RKA), Karl W. Lauterbach, das seit 1998 Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln (als Mitglied des Bundestags für die SPD beurlaubt) und ver.di Mitglied ist, hat(te) beratende Funktion bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Die Ärzte Zeitung vom 12.5.04 schrieb:

In der Stiftung waren vor knapp zwei Jahren entscheidende Reformansätze der SPD für das aktuelle Gesundheitsmodernisierungs-Gesetz erarbeitet worden.

So ist Lauterbach Mitautor eines Gutachtens für den Gesprächskreis Arbeit und Soziales der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel „Zwei Dogmen der Gesundheitspolitik – Unbeherrschbare Kostensteigerungen durch Innovation und demographischen Wandel?“ (Juli 2001). In diesem Gutachten werden die Niederlande, Finnland und Schweden als Beispiele angeführt, dass eine Verbesserung in der Versorgungsqualität bei wichtigen Volkskrankheiten erreicht werden kann, ohne dass der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP [Bruttoinlandprodukt] gestiegen wäre . ... Die erzielte Verbesserung in der Gesundheitsversorgung ist in erster Linie durch die Verdrängung nichtwirksamer Verfahren durch innovative, evidenzbasierte Verfahren erklärbar.

In einem Papier mit dem Titel „Weichenstellungen für die Zukunft – Elemente einer neuen Gesundheitspolitik“, das von Lauterbach, Bert Rürup und anderen zur Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Gesprächskreis Arbeit und Soziales, am 5.12.05 vorgelegt wurde, ging es um die „Mittel- und langfristige Gestaltung des deutschen Gesundheitswesens“.
In diesem Papier werden qualitative Mängel in der bundesdeutschen Gesundheitsversorgung angeführt, beispielsweise: Bei der Krebsbehandlung können im deutschen Gesundheitssystem in 11 von 12 Krebsarten schlechtere Überlebensraten als in den Vereinigten Staaten nachgewiesen werden . Außerdem heißt es, der Aufbau einer modernen, qualitätsorientierten Wettbewerbsordnung ist notwendig , jedoch gehe es nicht darum, immer mehr Gesundheitsrisiken oder –leistungen zu privatisieren .

Ein weiteres Gutachten, das 1999 erschien, beschäftigt sich mit Telemedizin in Deutschland:

Lauterbach, K., Lindlar, M., Informationstechnologien im Gesundheitswesen - Telemedizin in Deutschland, Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn. (Erwähnt auch: Bundesministerium für Gesundheit 11.12.02

Siehe auch

Eugen Münch

Eugen Münch weiß wie ein Krankenhaus funktioniert, das als privates Unternehmen geführt wird. Der Gründer und Aufsichtsratvorsitzende der Rhön-Klinikum-AG verfügt über ca. 11.000 Krankenhausbetten in 43 Krankenhäusern. Für 112 Millionen Euro kaufte sein Konzern jüngst das Uniklinikum Marburg-Gießen. Das Credo des 61-Jährigen Schwaben: "Ein Krankenhaus sollte wie eine Automobilfabrik funktionieren." Zum Krankenhaus als Unternehmen gibt es für ihn keine Alternative. (Nachtcafé 3.2.06)


Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender

Stand der folgenden Infos: Juni 2004 – Die Infos können inzwischen veraltet sein. [Wer mag sie aktualisieren?]

Oberender ist Prodekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth und engagiert sich dort für den Studiengang „Gesundheitsökonomie“, der von der Rhön-Klinikum AG und der Techniker Krankenkasse eingerichtet wurde.

Oberender ist zugleich Seniorpartner bei Oberender & Partner, einer Unternehmensberatungsfirma im Bereich Gesundheitswesen, die u.a. die RKA, Siemens Medical Solutions, Sana Kliniken, Roche Diagnostics und Novartis Pharma beräht. Zuvor war Oberender als Gutachter u. a. für das Bundesministerium für Gesundheit tätig.

Oberender sitzt außerdem in der bayerischen Bioethik-Kommission und berät als Mitglied des Wissenschaftsrats die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Die Mitglieder dieses Wissenschaftrats werden vom Bundespräsidenten auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) berufen.

Daneben ist Oberender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Euromed AG, die eine interdisziplinäre belegärztliche Privatklinik in Fürth betreibt und eine Beratungsgesellschaft für das Gesundheitswesen (ENTACON GmbH Mangement Systeme).


Post an Oberender

Anfang Februar 2005 erhielt Oberender einen Brief von Wilfried Meißner, Facharzt für Anatomie, Psychiatrie und Psychotherapie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth, das sich gerade in einer Vor-Privatisierungszeit nach einer Jahre zurückliegenden Prüfung durch eine Beraterfirma befindet. In diesem Brief wird Oberender nach der Sinnhaftigkeit von Privatisierungen namentlich psychiatrischer Kliniken gefragt und um eine für ökonomische Laien verständliche Erklärung gebeten.

Oberender antwortete nicht, so dass er am 12. Mai 2005 einen weiteren Brief erhielt.

Im August erhielt Meißner ein Buch geschenkt: „Wachstumsmarkt Gesundheit“, woraufhin er diesen Brief schrieb.

Bayreuther Versicherungsmodell will Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung aufheben

Nach einem Versicherungsmodell, das eine Gruppe um Oberender an der Universität Bayreuth entwickelt hat, sollen die lohnabhängigen Krankenversicherungsbeiträge auf risikoorientierte Prämien umgestellt werden. Bei Menschen, die sich das nicht leisten können – so genannten „Schwachen“ –, soll der Staat einspringen. Außerdem sollen Krankenkassen mit Leistungserbringern direkt Verträge abschließen dürfen. Eine Kassenärztliche Vereinigung wäre in diesem System weitgehend überflüssig. Auch die Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung wird nicht mehr der KV, sondern dem Wettbewerb überlassen. (Ärzte Zeitung 20.2.06)

Im Nordbayerischen Kurier vom 15.2.06 heißt es zu dem Modell unter Berufung auf Oberender:

Der grundlegende Effekt: Eine Kapitaldeckung ersetze das Umlageverfahren. Einen Teil seiner Prämie spart der Versicherte demnach in jungen Jahren, in denen er üblicherweise weniger Leistungen abruft, für die Zeit an, in der er das Gesundheitswesen stärker braucht. Bei 40 Jahren, so empfielt der Ökonom den Politikern, sollten sie den Schnitt ansetzen. Alle darunter in das neue System, alle düber weiter im Umlageverfahren. Nach der Umstellung auf das Kapitaldeckungsverfahren, etwa 2050, werden laut Oberender die staatlichen Zahlungen maximal 3% des Bruttoinlandsprodukts betragen. Für noch viel wertvoller hielte Oberender die Entstaatlichung des Gesundheitswesens, das nur dann finanzierbar, sozialverträglich und zukunftsfähig bleibe.

10 Euro pro Arztbesuch

Gesundheit-Sachsen vom 2.6.06 meldet:

In dem gut besuchten Symposium "Ethik und Ökonomie" während der DDG [Deutsche Diabetes Gesellschaft]-Tagung forderte der Bayreuther Gesundheitsökonom ... eine Gebühr von 10 Euro bei jedem Arztbesuch (mit Höchstgrenze aller Gesundheitskosten bei ca. 15% des Einkommens). Er verwies auf die im internationalen Vergleich viel zu häufigen Arztkontakte in Deutschland (Deutschland 9,8 pro Jahr, Schweden 2,3). Auf Initiative des Tagungspräsidenten Prof. Kiess, der die Über-, Unter- und Fehlversorgung von Diabetikern konstatiert, wurde das Hauptsymposium "Ethik in der Diabetologie" eingeführt.


Weitere Quellen

Siehe auch

Übergaben

  • Kreistagsentscheid Dezember 2004: Kreiskliniken München-Pasing und München-Perlach (100%).
    Ver.di hatte zu den Privatisierungsplänen im Oktober 2004 eine Informationsveranstaltung organisiert. Auch die Grünen engagierten sich.
  • Zum 1. Januar 2005: Klinikum Salzgitter (94,9%)
    Es verbleiben 5,1% der Anteile bei der Stadt Salzgitter.
    Gegen den Verkauf wurde eine Bürgerinitiative gegründet.
  • Zu Anfang 2005: 74,9% der Amper Kliniken AG (Klinikum Dachau, Frauenklinik Dachau+Klinik Markt Indersdorf)
    Der LK DAH behält 25,1% der Anteile.
    In einer Presseerklärung lehnte der SPD-Ortsverein Dachau den Verkauf ab.
  • Kreistagsentscheid Oktober 2004: Kreiskrankenhaus Gifhorn (96%)
    4% verbleiben beim Kreis Gifhorn.
    Klinik-MitarbeiterInnen veranstalteten im Oktober 2004 einen Protestmarsch.
  • Stadtratsentscheid Oktober 2004: Städtisches Krankenhaus Wittingen (96%)
    Die Stadt Wittingen behält 4% der Anteile.
  • April 2005: Die Altmühltalklinik Kipfenberg geht an die Klinik Kipfenberg GmbH über, die Rhön gehört. Im Donaukurier 5.4.05 heißt es: Die Immobilie Altmühltalklinik Kipfenberg wird Eigentum der Besitzgesellschaft Altmühltalklinik Leasing-GmbH, an der der Landkreis 49 Prozent und die Rhön Klinikum AG 51 Prozent hält. Dieser Besitzgesellschaft gehörten bisher schon Grundstück und Bauten der Neurochirurgischen und Neurologischen Fachklinik. Betreibergesellschaft aber wird die Klinik Kipfenberg GmbH. Die Umsetzung der neuen Lösung soll, so Schlosser, "schnellstmöglich" erfolgen. Die Empfehlung des Kreisausschusses an den Kreistag fiel einstimmig.
    [Eine Aufteilung in Besitz- und Betreibergesellschaft gibt es öfters. Wer mag den wirtschaftlichen Hintergrund genauer erklären?]
  • Mit der Unterzeichnung und notariellen Beurkundung des Kaufvertrages übernimmt die Rhön-Klinikum AG die Heinz-Kalk-Krankenhaus GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2006. Das Kartellamt hat dem Zusammenschluss zugestimmt. (Pressemitteilung Rhön 9.8.05)
    Über die Konditionen wurde nichts bekannt gegeben.
    (Der Aktionär)
  • Zum 1. Oktober 2005: Frankenwaldklinik Kronach gGmbH an Rhön übergeben

Quellen

Siehe auch

Betriebsgruppen

Persönliche Werkzeuge