PrivatisierungsWiki:Über PrivatisierungsWiki

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Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei den in dieses Wiki eingestellten Inhalten nicht um Tatsachenbehauptungen oder Wertungen o. g. Person handelt. Diese stellt vielmehr für die BenutzerInnen dieses Wikis den technischen Rahmen bereit, um ihnen einen Austausch über Fragen des Gesundheitswesens zu ermöglichen.


Rechtliches

Der folgende Text wurde nach bestem Wissen formuliert. Mangels Geld konnte er nicht fachanwaltlich geprüft/korrigiert werden. Wer Geld dafür übrig hat bzw. selbst FachanwältIn ist, wird um Hilfe gebeten.

Verantwortlichkeit

Die als "AdministratorInnen" oder "Sysop" bezeichneten BenutzerInnen dieses Wikis sind keine offiziellen VertreterInnen der Wikibetreuerin, sondern lediglich BenutzerInnen, denen weitergehende technische Möglichkeiten eingeräumt wurden. Diese Personen helfen bei eventuellen Fragen oder Beanstandungen, sind jedoch nicht für diese Website verantwortlich.

Nutzungsbedingungen

JedeR BenutzerIn ist für die von ihm/ihr erstellten Beiträge selbst in vollem Umfang verantwortlich. Praktisch jeder Inhalt kann durch jedeN verändert werden. Insbesondere können Werke, die unter dem Verdacht stehen, Urheberrechte oder Verwertungsrechte zu verletzen, unmittelbar ohne Rücksprache jederzeit korrigiert bzw. gelöscht werden. Einen Ausschluss einzelner BenutzerInnen behält sich die Wikibetreuerin als Selbstschutzmaßnahme vor juristischen Angriffen vor.

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Auf allen Eingabeseiten dieses Wikis wird darauf hingewiesen, kein Material zu verwenden, das Urheberrechten Dritter unterliegt. Bei der sehr großen Zahl der in deutscher Sprache vorliegenden elektronischen und vor allem schriftlichen Publikationen kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass von BenutzerInnen dennoch Material eingebracht wird, das bestehende Schutzrechte verletzt, und das nicht sofort als solches erkannt wird.

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Die jeweiligen AutorInnen und sonstigen Verantwortlichen dieses Projekts übernehmen keine Haftung für den Inhalt der veröffentlichten Artikel, insbesondere im Hinblick auf Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen. Die Geltendmachung von Ansprüchen jeglicher Art ist ausgeschlossen.

Wie dieses Wiki entstand

Im Jahr 2004 wurden die meisten Krankenhäuser meiner Heimatstadt von einem Konzern "übernommen". "Übernommen" heißt es vielleicht, weil niemand die Verantwortung dafür übernimmt, sie übergeben zu haben. Oder vielleicht auch, weil ideologisch der Anschein erweckt werden soll, Konzerne befänden sich in der Lage, einer öffentlichen Verwaltung irgendetwas abzunehmen.

Anlässlich dieser Sache stellte meine Nachbarin eine Frage bezüglich des Konzerns, in dessen Dienst sie weitergereicht wurde. Die Nachbarin ist nämlich Krankenschwester. Weil mich diese Sache als potenzielle Patientin auch interessierte, schrieb ich die Frage in ein Forum. Ein Krankenpfleger aus dem tiefen Süden (Bremen oder so) antwortete. Da dachte ich, weil ich damals wohl zu viel Zeit hatte: Och, mache ich doch eine kleine Internetseite dazu.

Damals war es üblich, dass kommerzielle Medien die Pressemitteilungen privater Krankenhauskonzerne kopierten und als "Informationen" an die Öffentlichkeit weiterreichten. Ein wenig in einem Handelsregister herumzustochern, konnte da schon als größere Offenbarung erscheinen. Es zeigte sich, dass unter Beschäftigten im Gesundheitsbereich Bedarf für eine Öffentlichkeit bestand, die durch kommerzielle Medien nicht hergestellt wurde. Als kleine atomisierte Bürgerin konnte ich das natürlich nicht ändern - aber immerhin meine beruflich erworbenen Fähigkeiten als "Mädchen für alles" in einer Softwareentwicklungsabteilung nutzbringend anwenden und dieses Wiki einrichten.

Was dieses Wiki soll

Was dieses Wiki soll und ist und wird, hängt von den Menschen ab, die es verwenden und gestalten. - Darum dies hier ergänzen :)

Es wäre zum Beispiel möglich, dass die meisten Menschen Texte in dieses Wiki eingeben, in denen Privatisierungen im Gesundheitswesen und Krankenhausbetreiber positiv dargestellt werden. Das passiert jedoch nicht.

Ein Grund für die mangelnde Beteiligung von PrivatisierungsbefürworterInnen an diesem Wiki dürfte darin liegen, dass sie es nicht nötig haben, in Feierabend-Wikis zu schreiben, da ihr Bedarf an Öffentlichkeit durch politische und mediale Instanzen hinreichend gedeckt wird. Ein weiterer Grund ergibt sich aus der Funktionsweise von Wikis.

Wikis funktionieren nach dem Prinzip: wer mehr Arbeit ins Wiki steckt als andere, bestimmt mehr als andere. Privatisierungen funktionieren nach dem Prinzip: wer Besitz repräsentiert, bestimmt mehr als andere. Wenn nun beispielsweise ein Geschäftsführer einer Krankenhauskette etwas an diesem Wiki auszusetzen hat (was vorkommt), schreibt er nicht einfach in das Wiki und ändert den fraglichen Text - eine Sache von 10 Minuten. Nein, er beauftragt (letztlich zu Lasten unserer Sozialversicherung) einen Anwalt, der einen Brief an die offiziell Wikiverantwortliche verfasst mit der Aufforderung, den fraglichen Text zu ändern. Würde ein Geschäftsführer einfach so in das Wiki schreiben, so hätte er zwar direkten Einfluss auf das Wiki, doch machte er sich dabei gleich mit zum Beispiel Pflegekräften, die ebenfalls ins Wiki schreiben. Er würde sich durch sein Tun zu einem Menschen unter Menschen machen, der auch mal was zu einer Sache mitteilen will. Vielleicht hätte er etwas Wichtiges mitzuteilen. Das würden dann die LeserInnen seines Textes beurteilen - so, wie sie eben auch Texte von anderen beurteilen. In einem Wiki gibt es keine hintergründigen Strukturen wie in herkömmlichen Medien, die zwischen den Ansichten eines Geschäftsführers und denen Beschäftigter etc. eine Hierarchie der Bedeutsamkeit herstellen nach dem Muster: die Geschäftsführung teilt mit, erklärt, informiert - die Besitzlosen sagen ihre Meinung dazu.

Durch ihre technische Eigenart ermöglichen Wikis eine Art öffentlicher Kommunikation und Informationsproduktion, die neue Potenziale birgt hinsichtlich der Fragen, was als für die Allgemeinheit wichtige Information gilt und was nicht und wie Menschen ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen und Bedürfnisse erfassen, ausdrücken und beeinflussen.

Ich denke dabei an einen Text aus dem Mittelalter, in dem Bergleute ungefähr schrieben: Nein, wir wollen nicht, dass Schichtarbeit eingeführt wird, weil dann ja die Frauen für ihre im Bergwerk arbeitenden Männer und Söhne zwei Mal Essen machen müssten. Heute bleiben einfachste Dinge ungesagt. Menschliche Bedürfnisse erscheinen als "Interessen", denen Zielvorgaben nichtmenschlicher Einheiten abwägend gegenüber gestellt werden könnten. Nach meinem Gefühl ist diese Gesellschaft ideologisch ziemlich umnachtet. Wikis können in dieser Hinsicht und noch vielen anderen Hinsichten nützlich sein. Es kommt eben darauf an, was wir draus machen.


Siehe auch

Ideen für ein professionelles demokratisches Internetangebot im Bereich Gesundheitswesen

Keine Redaktion zu haben, hat Vorteile, aber auch Nachteile. Für die 4 Millionen Beschäftigten des Gesundheitswesens könnte ein Internetangebot mit Redaktion nach folgendem Konzept nützlich sein (bitte ergänzen/ändern):

Finanzierung

Die Redaktion könnte im Rahmen einer Stiftung organisiert werden. Sie müsste nicht groß sein. Drei bis vier Vollzeitstellen könnten ausreichen, um das Wesentliche zu schaffen. Bei vernünftiger Herangehensweise (d. h. ohne Beauftragung von Mediafirmen, die horrende Summen für Dienste verlangen, die man mit wenig Ahnung selbst einrichten kann) wären die Betriebskosten äußerst gering. Auf die Anmietung von Redaktionsräumen könnte man verzichten.

Werkzeug der Beschäftigten

Das Internetangebot soll ein Werkzeug der Beschäftigten des Gesundheitswesens sein. Die Redaktion soll den Beschäftigten helfen, dieses Werkzeug zu benutzen. Dazu zählen u. a. die Wahrung von Anonymität und die Aufhebung der Spaltung von „redaktionellem Teil“ und „LeserInnen-Beiwerk“, wie es in Onlinepräsenzen von Zeitungen der Fall ist.

Aufgabe der Redaktion ist es u. a., den Beschäftigten des Gesundheitswesens verschiedene Formen der Beteiligung zu ermöglichen und dabei für die Erhaltung der Übersichtlichkeit und Nutzbarkeit des Internetangebots zu sorgen, Hinweisen nachzugehen, Beiträge zu ergänzen und zu vertiefen, auf die Beschäftigten des Gesundheitswesens zuzugehen, z. B. sie um Interviews zu bitten.

Zusammenfassende Infos über Aktivitäten von Beschäftigten im Gesundheitswesen

Infos/Materialien, die auf den Internetseiten einzelner Betriebs- und Personalräte, Netzwerke und Beschäftigten-Initiativen zu finden sind, sollen systematisch zugänglich gemacht werden.

Berichterstattung über sonstige Geschehnisse im Gesundheitswesen

Eines der Ziele der Berichterstattung sollte es sein, Beschäftigten und auch BürgerInnen und Abgeordneten einen Infopool zu bieten, auf den sie z. B. bei Privatisierungs-Plänen zurückgreifen können. Ein weiteres Ziel sollte es sein, durch eine möglichst genaue Beobachtung öffentliche Kontrollmöglichkeiten nutzbar zu machen. Widersprüchliche Beobachtungen und Einschätzungen sollen dabei nicht glattgebügelt, sondern möglichst übersichtlich dargestellt werden.

Offenheit für Einwürfe und Beiträge

Alle Internetseiten sollen allen Menschen die Möglichkeit bieten, Kommentare zu geben und Widerspruch einzulegen, wie es z. B. bei Blogs der Fall ist.

Auf Anfrage soll jedeR anonym oder nicht anonym Artikel veröffentlichen können, die sich mit Fragen des Gesundheitswesens befassen. Die Redaktion soll auf Nachfrage bei der Gliederung und Formulierung helfen.

Raum für Termine und Stellungnahmen

Gewerkschaftliche und nichtgewerkschaftliche Initiativen und Zusammenhänge, an denen Beschäftigte des Gesundheitswesens oder PatientInnen beteiligt sind, sollen die Möglichkeit haben, Termine bekannt zu geben und Stellungnahmen zu veröffentlichen.

Neutralität

Gegenüber Auseinandersetzungen unter Beschäftigten und ihren Netzwerken außerhalb und innerhalb von Gewerkschaften und BürgerInnenorganisationen soll sich das Internetangebot neutral verhalten. Aufgabe des Internetangebots hierbei ist es, den unterschiedlichen Positionen Raum zur Darstellung und Diskussion zu geben, damit sich die Beschäftigten des Gesundheitswesens und Interessierte selbst eine Meinung bilden können.

Vernetzung

Das Internetangebot soll andere Internetaktivitäten fördern, bei denen Beschäftigte des Gesundheitswesens bestimmenden Einfluss haben – auch dann, wenn zwischen den Aktivitäten inhaltliche Widersprüche bestehen. Andere Internetaktivitäten sollen unterstützt werden, indem z. B. Unterschriftenaktionen und Aufrufe bekannt gemacht werden.

Anregungen und Beschwerden

Es soll einen offenen Bereich geben, in dem man der Redaktion Anregungen geben und sich ggf. beschweren kann.

Förderung der Kommunikation untereinander

Die Kommunikation unter den Beschäftigten des Gesundheitswesens soll gefördert werden und Möglichkeiten geschaffen, voneinander zu lernen.

MitarbeiterInnen-Vertretungen und Initiativen könnten zum Beispiel die Möglichkeit erhalten, selbstständig Rundbriefe an Verteilerlisten zu versenden. Die Redaktion könnte bei Privatisierungsvorhaben gezielt Beschäftigte bereits privatisierter Kliniken zu potenziellen Übergabe-KandidatInnen befragen.

Internationales

Auf der ganzen Welt kämpfen Beschäftigte des Gesundheitswesens für bessere Arbeitsbedingungen, ausreichende finanzielle Mittel und eine bessere Gesundheitsversorgung. Doch in kommerziellen deutschsprachigen Medien findet sich so gut wie nichts darüber. Diesbezügliche Meldungen in anderen Sprachen (wenigstens Englisch) sollten ausgewertet und ins Deutsche übersetzt werden.


Siehe auch

Siehe auch