Internationale Nachrichten 2011

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Auf dieser Seite werden Nachrichten über Geschehnisse im Gesundheitswesen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland gesammelt.

Wäre nett, wenn jemand die englischen Meldungen übersetzt.


Inhaltsverzeichnis

November 2011

Nigeria: Arbeit nach Vorschrift in medizin-technischen Laboren

Zum 31.10.2011 rief die Association of Medical Laboratory Scientists of Nigeria (AMLSN) einen nationalen Streik aus, bei dem in medizin-technischen Laboren 5 Tage lang "nach Vorschrift" gearbeitet wurde. Anlass für die Aktion war die Arbeitseinteilung: Laborassistent*innen sollen Arbeiten übernehmen, für die sie nicht ausgebildet sind. Die Gewerkschaft Nigerian Union of Health Professionals (NUHEP) kündigte an, den Streik auf andere Bereiche des Gesundheitswesen auszudehnen, wenn die Forderungen der Laborassistent*innen nicht erfüllt werden. Der Streik wirkt sich unmittelbar auf Patient*innen aus, die teilweise um ihr Leben fürchten.


Quellen


Israel: Generalstreik gegen Leiharbeit im Öffentlichen Dienst

Die israelische Gewerkschaft Histadrut hat zum 7.11.2011 alle Leiharbeiter*innen des im Öffentlichen Dienst zum unbefristeten Streik aufgerufen, um Festanstellung durchzusetzen. Rund 20% der im Öffentlichen Dienst Beschäftigten in Israel, darunter auch Reinigungs- und Servicekräfte in Krankenhäusern, haben "Heuer und Feuer"-Verträge. Zuvor hatte der Ministerpräsident Israels, Benjamin Netanjahu, durch persönliche Gespräche versucht, den Streik zu verhindern, jedoch nur eine Aufschiebung um eine Woche bewirkt. Betroffen vom Streik wären neben Gesundheitseinrichtungen und Müllentsorgung auch Flughäfen, Banken und Börse. Unterdessen scheinen die Pläne der israelischen Regierung, den Iran anzugreifen, konkretere Formen anzunehmen (Haaretz 5.11.11).


Quellen

Oktober 2011

Schweiz: Streiks und Erfolge im Universitätskrankenhaus Genf

In Genf wurden im Universitätskrankenhaus die Patiententransporte ab dem 6. Oktober 2011 bestreikt. Forderungen:

  1. Neueinteilung der Beschäftigten in die Lohnklassen, da sie seit 1981 in der tiefsten Lohnklasse verharren;
  2. Aufstockung des Personals, da die Patienten z.T. über eine Stunde warten müssen;
  3. Änderung der Arbeitsorganisation, da bis dahin die Aufgabenaufteilung unklar geregelt wurde, was den Druck auf die Beschäftigten erhöhte.

Nach zwei Tagen wurde der Streik beendet, da allen Forderungen nachgegangen wurde, d.h. zusammengefasst:

  1. die Lohnklasseneinteilung wurde um eine Stufe erhöht;
  2. pro Jahr gelten vier zusätzliche Erholungstage;
  3. ab dem 25 Dienstjahr gilt ein zusätzlicher Ferientag;
  4. 2,5 zusätzliche Stellen werden geschaffen;
  5. eine paritätische Kommission nimmt sich der organisatorischen Probleme an, unter Beteiligung von drei Arbeiter_innen und einem Vertreter der Gewerkschaft.

Einige Tage später wurde im Universitätskrankenhaus Genf erneut gestreikt; diesmal waren die Krankenpfleger_innen an der Reihe. Auch sie haben für bessere Löhne gestreikt.


Quellen


USA: Streiks bei der Krankenhauskette Kaiser Permanente in Kalifornien

4000 Beschäftige des Gesundheitsinstitution Kaiser in Kalifornien streiken seit Mitte September, in ganz Kalifornien haben sich 17'000 Krankenpflegerinnen mit den Streikenden solidarisiert.


Quelle

September 2011

Schweiz: Aktionstag "Wir sind sauer"

Kampagnenseite des Aktionstags "Wir sind sauer" zum 22. September 2011:

Das Gesundheitspersonal will seine Arbeit verantwortungsvoll und zum optimalen Wohl der Patient­Innen machen. Unsere Arbeitsbedingungen lassen dies jedoch immer weniger zu. An vielen Orten sind die Personalbestände ungenügend, steigt der Stress. Die neuen Gesetze zur Spital- und Pflegefinanzierung sollen nun noch mehr Druck machen. Dazu sagen wir NEIN. ...

Siehe auch

Mai 2011

Schweiz: Protestversammlung zu Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen

Mitteilung der Aktion Gsundi Gsundheitspolitik (AGGP) 16.5.11:

Am Donnerstag den 12. Mai 2011 versammelten sich auf Initiative der AGGP gegen 100 MitarbeiterInnen des Gesundheitswesens und andere Interessierte im Volkshaus Zürich. Neben vielen Personen aus Stadt und Kanton Zürich (inkl. VZK-Spitäler, Pflegezentren und Spitex) nahmen auch KollegInnen aus anderen Kantonen den weiten Weg auf sich. Andere liessen sich beim Sekretariat entschuldigen, versicherten aber, die Sache zu unterstützen.

Anlass der Protestversammlung war die Veröffentlichung des Schwarzbuches: «Wir können dich zwingen» Strukturelle Gewalt in Zürcher Spitälern. In diesem Schwarzbuch schildern Pflegende ihren aufreibenden Arbeitsalltag, der von struktureller Gewalt geprägt ist und für Personal und PatientInnen bedeutende bis schwerwiegende Folgen hat. ...


Die "Aktion Gsundi Gsundheitspolitik" (AGGP) ist Ende der achtziger Jahre aus der Zürcher Spitalbewegung hervorgegangen. Wie in Basel und in Bern konnte die AGGP eine Zeitgutschrift von 20 % für Nachtarbeit und die 5. Ferienwoche für das in der Ausbildung stehende Pflegepersonal durchsetzen. Mehr siehe hier.

Februar 2011

Europäischer Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst (EPSU): Aufruf zu Europa-Demo in Budapest

Der Europäische Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst (European Federation of Public Service Unions -- EPSU, deutsche Abkürzung: EGÖD), dem auch ver.di angehört, ruft zu einer Europa-Demo am 9. April 2011 gegen die Sparpolitik zu Lasten abhängig Beschäftigter in Budapest auf.

Pressemitteilung der EPSU 17.2.11:

The ETUC [Europäischer Gewerkschaftsbund] is organising a European Day of Action on Saturday 9 April 2011 in Budapest. It continues the campaign against the cuts and austerity measures launched with the Eurodemonstration in Brussels on 29 September.

The demonstration is organised as the Council of Ministers of Economic and Financial Affairs will be meeting then in Budapest. Hungary holds the Presidency of the EU Council this half year. This Council will consider how well your governments have taken account of the EU priorities especially regarding debt and deficit reduction in the national government budgets. The objectives were laid down in the Annual Growth Survey of the Commission. This is now part of the European semester and part of the ETUC and EPSU campaign on the Economic Governance that the EU proposes.

The EPSU executive committee has stated on several occasions the support for the ETUC campaign. The current policies wage cuts and freezes and job reductions are unfair to working people who are punished for a crisis for which they not were responsible.

EPSU had a prominent presence both at the European action on September 29 and also at the Day of action organised on December 15. Continuing to give a voice to public service workers and our concerns is important and we call upon affiliated unions to participate in the ETUC Day of Action and Euro-demo. Many unions have been involved in strikes and actions. It is important to also give a collective expression to our struggle.

Further details will be forthcoming but this advance warning will assist in your preparation and planning. We will be in contact with colleagues from the countries close by, but we hope to be able to welcome colleagues from all countries in the EPSU block in the demonstration.

For those colleagues which might need accommodation our Hungarian colleagues will be assisting us. ...


Siehe auch

Siehe auch

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