Gesundheit Nordhessen

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Zur Gesundheit Nordhessen Holding AG gehören:

  • Klinikum Kassel GmbH
  • Kinderkrankenhaus Park Schönfeld GmbH
  • Krankenhaus Bad Arolsen GmbH
  • Kreiskliniken Kassel GmbH
  • Reha-Zentrum GmbH
  • Seniorenwohnanlagen GmbH
  • Ökomed GmbH

1992 wurde das Klinikum Kassel in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt. Durch den Kampf der Belegschaft konnten viele Verschlechterungen verhindert werden. So blieb u.a. die Stadt Kassel Alleingesellschafterin (7,5% besitzt der Landkreis Kassel, 92,5% die Stadt), Mitbestimmungsrechte wurden erkämpft und die Gemeinnützigkeit konnte durchgesetzt werden. Die Beschäftigten waren somit weiter im öffentlichen Dienst beschäftigt. (Dokumentation der Ereignisse um das Klinikum Kassel, Steffi Nitschke, Juli 2001)


Inhaltsverzeichnis

November 2004

Einkünfte des Vorstandsvorsitzenden der Gesundheit Nordhessen Holding AG

Kobinet Nachrichten 17.11.04:

Wie die Hessisch Niedersächsische Allgemeine berichtete sind die Verhandlungen mit dem vom Aufsichtsrat der Kasseler Klinikholding auserwählten Dr. Gerhard M. Sontheimer (45) für den Chefposten der Klinikholding ins Stocken geraten, weil dieser statt der vorgesehenen 250.000 Euro ein Gehalt von 350.000 Euro fordert. Der Audi reiche ihm als Dienstwagen zudem nicht aus, ein BMW müsse es sein.

Siehe auch

Oktober 2005

Konsequenter Widerstand gegen Arbeitszeitverlängerung

Am 31.10.05 beschlossen die Betriebsrätekonferenz der Gesundheit Nordhessen Holding, die Vertrauensleute des Klinikum Kassel und die ver.di Jugend Betriebsgruppe des Klinikum Kassel einstimmig, konsequent gegen jegliche Arbeitszeitverlängerung zu kämpfen.

In dem Beschluss heißt es u.a.:

Es wurde im ver.di Tarifinfo zur Arbeitszeit daraufhin gewiesen, dass der hessische Arbeitgeberverband die Arbeitszeit noch nicht gekündigt hat, da ver.di sich zu Verhandlungen verpflichtet hat. Für uns ist nicht ganz klar, wie diese Verhandlungen aussehen sollen. Die Positionen von Arbeitgebern und Arbeitnehmer/innen stehen sich hier diametral gegenüber. Ver.di steht laut Beschlüssen des Bundeskongresses für Arbeitszeitverkürzung und die Arbeitgeber wollen Arbeitszeitverlängerung. Hier gibt es nichts zu verhandeln; Kompromisse sind nicht möglich. Wir haben in Hessen die Situation, dass die Landesbeschäftigten die Arbeitszeit schon auf 42 Stunden erhöht bekommen haben, mit Gießen und Marburg sollen die ersten Unikliniken privatisiert werden, ein gemeinsamer Widerstand drängt sich hier auf.

Oktober 2006

Marburger Bund lehnt Verhandlungen über einen Tarifvertrag zur Gehaltsreduzierung ab

Pressemitteilung des Marburger Bunds Hessen vom 13.Oktober 2006:

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund lehnt Verhandlungen zur Gehaltsreduzierung für die Ärztinnen und Ärzte bei den Kliniken der Gesundheit Nordhessen Holding AG ab. Zunächst wurde im Juni 2006 von den Beschäftigten ein Beitrag zur Finanzierung des geplanten Klinikneubaus verlangt, was von der Ärztevertretung abgelehnt wurde, da der Marburger Bund Einbußen grundsätzlich nur zur wirtschaftlichen Existenzsicherung einer Klinik hinnimmt. Daraufhin legte die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) im September 2006 Berechnungen vor, die zusätzliche Belastungen für die Kliniken u.a. durch die Änderungen in der Gesundheitsgesetzgebung einbezogen und forderte hierfür eine Beteiligung der Ärztinnen und Ärzte. Die Mitglieder des Marburger Bundes lehnten jetzt eine Beteiligung ab, da eine "Querfinanzierung" für den Neubau nicht zu vermeiden ist und die tatsächlichen Belastungen durch die Gesundheitsreform noch nicht feststehen.

Die Einigung mit verdi sieht vor, dass allen in den Gesellschaften der GNH Beschäftigten, die nicht im Krankenhaus tätig sind,eine monatliche Gehaltszulage von 35 € je Person gewährt wird, ohne dass hierfür bisher eine tarifvertragliche Verpflichtung besteht. "Das ist mit einer wirtschaftlichen Betriebsführung nicht zu vereinbaren" sagte der Geschäftsführer des MB Hessen, RA Udo Rein "und zeigt, dass es nicht um die wirtschaftliche Existenzsicherung der Gesellschaften geht."


Siehe auch

Dezember 2006

Klinikum Kassel: Neubau wird durch Gehaltskürzungen finanziert. Ver.di-Funktionäre rechnen Lohneinbußen schön. Betriebsratschef wechselte ins Management

Junge Welt 21.12.06:

... Auf durchschnittlich 5,3 Prozent ihrer Löhne und Gehälter sollen die Beschäftigten bis zum Jahr 2015 verzichten, um einen 152,2 Millionen Euro teuren Neubau für das Krankenhaus zu ermöglichen. Das sieht eine zwischen ver.di und der Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) am Dienstag geschlossene Rahmenvereinbarung vor. Zur Empörung der Kritiker des Vertrags haben ver.di-Vertreter diesen unterschrieben, obwohl die Zahlen, mit denen den Gewerkschaftern im Betrieb der Verzicht zuvor schmackhaft gemacht worden war, ganz offensichtlich nicht stimmten. 63 Prozent der anwesenden Gewerkschafter hätten sich auf drei Versammlungen für die Vereinbarung ausgesprochen, verkündeten die ver.di-Hauptamtlichen Anfang dieses Monats. Allerdings hat sich nach jW-Informationen lediglich ein Drittel der Mitglieder an dem Votum beteiligt. Demnach stimmten von den rund 600 ver.di-Mitgliedern im Kasseler Klinikum nur 126 für den Vertrag. Zudem hätten ver.di- und Betriebsratsfunktionäre den Lohnverzicht »schöngerechnet«, kritisierte Katja Hoffmann vom »Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di«. ...

Die Kasseler Linke.ASG kritisierte in einer Pressemitteilung ..., daß die GNH-Spitze »gleich drei ehemalige Gewerkschafter und Betriebsräte in die Chefetage berufen hat, um sich ganz offensichtlich damit die Zustimmung der Gewerkschaftsseite ›zu erkaufen‹«. ...

Oktober 2007

Fachkräftemangel am Klinikum Kassel

Nach Newsletter der Ver.di Betriebsgruppe Knappschaftskrankenhaus Sulzbach vom 6.10.07:

Fachkräftemangel am Klinikum Kassel

Die Talfahrt des Klinikums Kassel geht weiter: Wegen Personalmangels wird jetzt die Zahl der Operationen reduziert.

© HNA, 4.10.2007; Link: http://www.hna.de//kasselsolo/00_20071002213300_Es_klemmt_an_allen_Ecken.html


Siehe auch

Persönliche Werkzeuge