Fachkrankenhaus Haldensleben
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Das Fachkrankenhaus Haldensleben befand sich zunächst im Besitz der Medica Fachkrankenhäuser GmbH.
Als Regionaldirektorin für das Fachkrankenhaus Haldensleben (und für die Dr. Heines Klinik in Bremen) wurde eine Frau XM eingesetzt.
Bis 2002 wurde in Haldensleben nach BAT vergütet. Am Ende des Jahres 2002 wurde dem Personal mitgeteilt, dass zur Erhaltung des Personalschlüssels und der Absicherung des im BAT enthaltenen Weihnachtsgeldes die Einführung der 38-Stunden-Woche notwendig sei. Im Gegenzug wurde vertraglich versichert, dass sämtliche Arbeitplätze für 6 Jahre gesichert sind und sich auch die Tarifbedingungen nicht verändern.
2 Wochen(!) vor der anstehenden Zahlung des Weihnachtsgeldes 2003 teilte Frau XM der Belegschaft auf einer Versammlung mit, dass dies nicht gezahlt wird, mit dem Hinweis, sie wisse, dass dies ungesetzlich sei. Wer klagen wolle solle dies ruhig tun, sein Geld würde er trotzdem nicht pünktlich bekommen.
Da dieses Vorhaben auf heftigen Widerstand seitens des Personals traf, wurde das Krankenhaus zum 14.11.03 von Ameos übernommen. Geschäftsführerin wurde Frau XM (seit Anfang des Jahres war es für einige Zeit ein gewisser Herr XS, der dann wieder von Frau XM abgelöst wurde).
Dieser Schachzug wurde getätigt, da man laut Betriebsübernahmegesetz nun nur noch für ein Jahr vertraglich gebunden war. Das Weihnachtsgeld wurde trotzdem nicht gezahlt, auch die am Anfang des Jahres anstehenden Tariferhöhungen nicht.
Die Gewerkschaft wurde zwar eingeschaltet, aber wirklich passiert ist nichts. Ameos hat zugesichert, das Weihnachtsgeld in Raten zu zahlen. Als die erste Rate fällig war „vergaß“ man wegen eines „Computerfehlers“ die Zuschläge zu zahlen.
Arbeitsrechtsstreitigkeiten gibt es inzwischen auch auf Leitungs/Managementebene. Geschäftsführer XW und XS gehen, teilweise nach Prozessen.
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Nachrichten
November 2006
Bombendrohung
Am 14.11.06 warnte ein Mann telefonisch die Polizei, dass im Krankenhaus Haldensleben eine Zeitbombe sei.
Im Klinikum wurde sofort die Evakuierung eingeleitet. Ein Krisenstab organisierte das Notwendige. Der Alarmplan funktionierte sehr gut. 190 stationäre und 10 ambulante Patienten des Ameos-Klinikums für Psychiatrie und Neurologie wurden zu Sammelplätzen beziehungsweise in benachbarte Einrichtungen gebracht. Das Ohrekreis-Klinikum und das Cura-Seniorenheim hatten sich sofort bereit erklärt, Patienten aufzunehmen. ... Die Mitarbeiter des Klinikums und Heimbereichs bewältigten diese Aufgaben sehr umsichtig und couragiert. In etwa 20 Minuten waren die 200 Patienten aus dem klinischen Bereich und die 150 Bewohner aus dem Wohn- und Heimbereich evakuiert.
Eine Bombe konnte nicht gefunden werden, so dass man die PatientInnen nach rund einer Stunde zurück brachte.
Kommentare 2004
Kommentar 1
2004. Da die Geschäftssituation nicht gerade gut ist, wie laufend erklärt wird, fragt man sich, was eine ökonomische Direktorin wie Frau Pfotenhauer die ganzen letzten Jahre geleistet hat. Wenn das Fachkrankenhaus Haldensleben nach so vielen Jahren mit so geringer Investition und großem Entgegenkommen der Belegschaft immer noch rote Zahlen schreibt. Warum wurde diese und einige andere Verantwortliche nicht ihres Amtes enthoben? Da fragt man sich auch, wo das Gewerbeaufsichtsamt und die Heimaufsicht bleiben, um diese Zustände zu ändern.
Wenn man dann noch die Vorstellung von Ameos in der Zeitung „medicus“ vom Fachkrankenhaus Haldensleben liest, wird man sehr wütend über so viel Lügen. So kann man kein Personal motivieren und dadurch sinkt die Arbeitsfreude und somit die gute Pflege der Bewohner.
Kommentar 2
24. Mai 2004. Dass das Personal die notwendigen Reformen mit Skepsis aufgenommen hat, ist einerseits verständlich, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass trotz vieler Maßnahmen und Fördergelder es in der Klinik nicht voran gegangen ist, andererseits haben es sehr viele Mitarbeiter bis heute nicht verstanden, dass wir nicht mehr im Sozialismus leben und dass das Leistungsprinzip auch den Arbeitsplatz sichert.
Auch einen über Jahre hohen Krankenstand, wie in dieser Klinik zu verzeichnen ist, kann kein Arbeitgeber auf Dauer kompensieren! Hier müssen über Statistiken Ursachen ergründet werden, damit diejenigen, die eine Krankheit nur vortäuschen und somit der Klinik widerum schaden, zur Rechenschaft gezogen werden.
Kommentar 3
4. Oktober 2004. Die Haltung der Leitung ist bezeichnend: erst wird das Weihnachtsgeld nicht gezahlt, nachdem der Widerstand der Belegschaften zu groß war nun doch in Raten, und jetzt erwartet man noch Dankbarkeit, wenn die Unternehmensleitung ihren vertraglichen Pflichten (verspätet!) nachkommt. Ja wo leben wir denn??
Hinweis: Personennamen wurden gekürzt - auch innerhalb von Zitaten.

