Bremen

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Nachrichten

September 2017: Pflege- und Krankenhausvollversammlung und Demonstration

Das Bremer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus und die Gewerkschaft ver.di, als Teil des Bündnisses, rufen alle Pflege- und Bremer Krankenhausbeschäftigte auf, am 21.09. an unserer Demo teilzunehmen. Wir wollen uns miteinander vernetzen und gemeinsam für Entlastung in unserer Arbeit zu kämpfen.

Am 20.09.2017 um 18.00 Uhr findet im DGB-Haus, großer Saal, 1. Stock, eine Pflege- und Krankenhausvollversammlung statt.

Es muss sich jetzt etwas ändern.

Die Dauerbelastung in der Pflege, Altenpflege und für alle Krankenhausbeschäftigte ist durch massiven Personalabbau in den letzten Jahren unerträglich geworden. Die Beschäftigten werden krank oder kündigen. Sie können diesen permanenten Druck nicht mehr standhalten. Nicht nur für uns, sondern für alle Patient*innen und Pflegebedürftigen ist diese Situation stark gesundheitsgefährdend!

Wir, das Bremer Bündnis, sind Kolleg*innen aus unterschiedlichen Krankenhäusern und der ambulanten Pflege. Wir haben uns im Sommer gegründet und seitdem Forderungen diskutiert, aufgestellt und Öffentlichkeitsarbeit gemacht.

Alles Neue auf unserer Homepage: mehr-krankenhauspersonal-bremen.de

Oder auf Facebook: Bremer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus

Unsere wichtigsten vier Forderungen sind:

  • sofortige Schaffung von neuen Stellen in Krankenhäusern, der ambulanten Pflege und Altenpflege (Fachkraftquote von mindestens 50%)
  • eine gesetzlich oder tariflich geregelte Personalbemessung
  • Weg mit dem Fallpauschalsystem (DRGs). Wettbewerbs- und Profitprinzip haben in Krankenhäusern und im Gesundheitswesen nichts zu suchen
  • Keine Privatisierungen. Rekommunalisierung privatisierter Häuser und Abteilungen

Wir müssen selbst etwas tun, uns zusammenschließen und auf die Straße gehen. Wir müssen gesellschaftspolitischen Druck erzeugen, wenn wir ein Umsteuern erreichen wollen.

Gesundheit ist ein Menschenrecht, keine Ware!

Beteiligt euch alle daran und kommt zur Demo! Wir werden vom Gewerkschaftshaus Bremen zum Rathaus gehen. Gleichzeitig werden bundesweit in verschiedenen Städten ähnliche Demonstrationen und Kundgebungen stattfinden.

Juni 2007: Koalitionsvereinbarung SPD/Grüne der Bremischen Bürgerschaft 2007 – 2011

Aus der Vereinbarung zur Zusammenarbeit in einer Regierungskoalition für die 17. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft 2007–2011 vom 17.06.07:

Das Gesundheitswesen gehört zu den Kernbestandteilen öffentlicher Daseinsvorsorge.

Nur so kann sichergestellt werden, dass sich das Gesundheitswesen noch stärker an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientiert. Dazu gehört auch die Berücksichtigung der Belange sozial benachteiligter Gruppen. Der Erhalt notwendiger medizinischer Angebote und Versorgung darf nicht von der sozialen Herkunft und dem Einkommen des Patienten/der Patientin abhängig sein. Aus diesem Grund sind die politischen Gestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten der Gesundheitspolitik zu erhalten und zu nutzen. Neben einer leistungsfähigen und modernen medizinischen Versorgung kommt auch aufgrund des demographischen Wandels dem Erhalt der Gesundheit und der Gesundheitsprävention ein gleichrangig hoher Stellenwert zu. Angesichts der steigenden Aufwendungen für die Gesundheitsversorgung sind zugleich aber auch sämtliche wirtschaftlichen Effektivierungsmöglichkeiten zu nutzen, um ein bedarfsgerechtes, vielfältiges Angebot aufrechterhalten zu können. ...

Die erforderliche Neustrukturierung der Gesundheit Nord und der Klinika erfolgt unter folgenden Prämissen:

  • Erhalt der Klinika in kommunaler Trägerschaft bei Erhalt und medizinischer Profilierung aller vier Standorte;
  • Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit;
  • Sicherung einer hochwertigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung;
  • Einbeziehung und Berücksichtigung von Mitarbeiterinteressen.

Zur Umsetzung dieser Prämissen insbesondere zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit werden folgenden Maßnahmen ergriffen:

  • Stärkung der Steuerungs- und Entscheidungskompetenz der Holding in Bereichen wie z.B. strategische Planung des Geschäftsfeldes, Finanzen, Investitionen, Personal, zentrale Dienste, Controlling;
  • Erhalt der Eigenständigkeit der vier Klinikstandorte mit Ergebnisverantwortung, Verstärkung der standortspezifischen Profilbildung;
  • Schaffung eines Personalbinnenmarktes;
  • Anbindung medizinischer und pflegerischer Fachkompetenz in der Geschäftsführung der Holding.

... Für die Kliniken der Gesundheit Nord ist ein langfristiges Investitionskonzept zu erstellen. Der Neu- und Umbau des KBM auf Grundlage des Masterplans KBM ist eine zentrale Maßnahme für die Zukunftsfähigkeit des Verbunds und der Klinika. Das laufende Vergabeverfahren ist fortzuführen. Die endgültige Entscheidung erfolgt auf Basis der dann vorliegenden Ergebnisse. Hierbei ist sicherzustellen, dass die Wirtschaftlichkeitsziele für das KBM auch bei geänderten Rahmenbedingungen erreicht werden. Die Überprüfung der Wirtschaftlichkeit erfolgt anhand des PPP-Leitfadens. Für den Fall, dass das PPPVerfahren nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann, werden Neu- und Umbau des

KBM auf Grundlage des Masterplans durch KBM selbst realisiert.


Siehe auch


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