Unabhängige Betriebsgruppe AmperKliniken

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Betriebsgruppen-Seite: www.ungesundleben.org/bgak

Inhaltsverzeichnis

Interview mit Ungesundleben

Ungesundleben hat uns zu unserer Einschätzung der aktuellen Situation interviewt - Stand Januar 2015


Betriebszeitung

ANTIGEN von KollegInnen für KollegInnen

ANTIGEN Nr.9 Februar 2016

ANTIGEN Nr.8 September 2015

ANTIGEN verboten! Streik-Flugblatt 30.10.14

ANTIGEN Newsletter August 2014

Flugblatt für ReinigungskollegInnen Juli 2014

ANTIGEN Nr.7 März 2014

ANTIGEN Newsletter Oktober 2013

Treffen

Der Stammtisch macht Pause! Wir bitten um Verständnis

Helios verbietet Betriebszeitung ANTIGEN

Infomail vom 28.10.2014 Warnstreik am 30.10. // Betriebszeitung ANTIGEN verboten

Meldung August 2014 Nach einem Infoflugblatt mit arbeitsrechtlichen Tipps: Helios Vorstand verbietet sämtliche Aushänge



Reinigungsfirmen der Rhön AG ein Fall für die Justiz

Bemerkung: Seit September 2014 gehört die ehemalige RKRZ mit Mann und Maus zur Helios GmbH

Artikel vom Dezember 2013

Drohungen, Mobbing, unbezahlte Löhne

MitarbeiterInnen der Rhön Klinikum eigenen Reinigungsfirmen erheben schwere Vorwürfe über ihre Arbeitsbedingungen. An vielen Kliniken, wie z.B. Meiningen, Warburg, Herzberg u.a., wurden Ermittlungen des Zolls zu Folge KollegInnen systematisch unter Druck gesetzt, gemobbt, Löhne vorenthalten bzw. unbezahlte Überstunden unter Hand angeordnet, Mindestlöhne unterlaufen. Gegen etliche Vorstände der 6 Rhön-Reinigungsfirmen laufen nun Ermittlungen, gegen einen Rhön Vorstand wegen unterlaufener Mindestlöhne und nicht bezahlter Sozialversicherungsbeiträge (laut Behörden und Versicherer mehrere 10 Millionen Euro).

Die Rhön Klinikum AG, die sich gerne als das absolute Erfolgsmodell darzustellen wusste, die ein makelloses Bild von sich in der Öffentlichkeit präsentierte, steht den Vorwürfen gegenüber ein gnadenloser Ausbeuter zu sein. Völlig überrumpelt treten sie die Flucht nach vorne an, streiten größtenteils die Vorwürfe ab. Doch der Ruf ist hinüber – hoffentlich.

Legal? Illegal? Voll egal!

Dass Klinikkonzerne mit möglichst wenig Personal arbeiten, nichtmedizinische Tätigkeiten in Untergesellschaften ausgliedern, somit Tarifbindung unterlaufen und überhaupt aus dem überlasteten Personal das Maximum heraus pressen ist kein Geheimnis. Das Greifen zu illegalen Methoden war bisher stets eine Vermutung weniger. Nun zeigt sich, dass die Kritik des Profitmachens im Gesundheitswesen weder eine Einbildung notorischer BetriebsaktivistInnen, noch ein von vielen PolitikerInnen, ExpertInnen aus Gesundheit und Wirtschaft beteuertes Modell ist, das allen zu Gute kommt. Für Gewinn ist jedes Mittel recht – auch bei der Rhön Klinikum AG. Und dabei war Rhön nicht ungeschickt. Bis 2007 ließen sie Reinigungsarbeiten von externen Firmen vornehmen. Dann gründeten sie eigene Tochterfirmen mit anderen Reinigungsfirmen als Minderheitspartner. So mussten sie für Putzrechnungen keine Umsatzsteuer zahlen. Das brachte jährliche Einsparungen von 20 Millionen Euro. Doch damit nicht genug. Die Kosten mussten weiter niedrig gehalten werden.

Rücken krumm, Taschen leer, Rhön AG danke sehr

Aus in der Presse veröffentlichten Beispielen geht hervor, dass bspw. in Bad Kissingen ein Vorgesetzter angeordnet haben soll, nur die offizielle vertragliche „Normarbeitszeit“ aufzuschreiben. Die KollegInnen sollten aber solange arbeiten, bis das von ihnen verlangte Pensum erfüllt war. Auch über den Feierband hinaus. Bei Zuwiderhandlung wurde mit Abmahnungen gedroht. Ähnliches berichten KollegInnen aus Herzberg. Dort wurde pro Tag eine Stunde mehr gearbeitet. Eine Stunde, die nirgends vermerkt, geschweige denn bezahlt wurde. Die Beispiele gleichen sich. Auch, dass die KollegInnen massiv eingeschüchtert wurden, darüber kein Wort zu verlieren. Zwei KollegInnen aus Niedersachsen brachen das Eis und auch die IG Bau reichte Beschwerde ein. Die dabei ans Tageslicht kommenden Ergebnisse gehen noch weiter. Nach vereinbarten tariflichen Lohnerhöhungen wurde einfach die Arbeitszeit reduziert, wie bspw. in einer Klinik in Norddeutschland von 6 auf 4,8 Stunden täglich. Das zu erledigende Pensum blieb das gleiche. „Leistungsoptimierung“ nennt das die Rhön AG. Während durch die Übernahme von 43 Rhön Kliniken durch Fresenius-Helios ein Erlös von 3,07 Milliarden Euro eingestrichen wird, wovon ein nicht unbeträchtlicher Anteil (laut SZ 18.12.13 zwei Milliarden) an die Aktionäre geht, sind die KollegInnen der Reinigungsfirmen mit einem miesen Lohn plus unbezahlten Überstunden das letzte Glied in der hierarchischen Kette.

Die Rhön AG hat allerdings noch nichts daraus gelernt. Sie ließ verlautbaren, ihre Reinigungsfirmen seinen „unberechtigterweise“ in Kritik geraten (SZ 19.12.13). Der Stein ist aber ins Rollen geraten. Und es sieht ganz danach aus, als würde er Rhön auf die Füße fallen. Und vielleicht steigt bei uns Beschäftigten wieder der Mut unsere Arbeitsbedingungen nicht stillschweigend zu akzeptieren und Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Angesichts eines solchen Vorgehens der Gegenseite, sollte uns die Frage, ob unsere betrieblichen Auseinandersetzungen im Rahmen geltenden Rechts erfolgversprechend sind, auch eine Überlegung wert sein. Gegen Druck von oben – Solidarität von unten

Nicht runterpzuen lassen! Flugblatt Juli 2014

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Siehe auch

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