Asklepios

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Die Asklepios Kliniken GmbH ist ein Unternehmen für Klinikträgerschaft und Klinikmanagement. Sie führt Einrichtungen in der BRD und in den USA. Es gibt noch eine Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH. Siehe dazu unten.

1994 trennte sich Helios von Asklepios.

Im Sommer 2004 meldete die „Börsen-Zeitung“, Asklepios denke über einen Börsengang nach (Stock World 21.6.04), was bisher (11/06) nicht geschehen ist.

Nach der Übernahme des Landesbetriebs Krankenhäuser in Hamburg arbeiten inzwischen mehr als 20.000 Menschen bei Asklepios. (ver.di Info 24.11.06)


Einrichtungen:

  • im Eigentum der Asklepios Kliniken: 72
  • mit mehrheitlicher Beteiligung von Dritten: 2
  • im Management der Asklepios Kliniken: 21


Joint Ventures:

  • ASB Ortsverband Neustadt/Sachsen e.V.
  • DRK-Schwesternschaft Hamburg e.V.
  • Freie und Hansestadt Hamburg
  • Freistaat Thüringen
  • Landkreis Gießen
  • Landkreis Offenbach
  • Landkreis Torgau-Oschatz
  • NordLB
  • Sparkasse Hannover
  • Siemens AG
  • Stadt Bad Wildungen
  • Mitarbeiter, z.B. Chefärzte

(Asklepios Info, gelesen 26.11.06)


Unter dem Namen Pacific Health Corporation betreibt die Asklepios-Gruppe in den USA (Kalifornien) 6 Krankenhäuser.


Inhaltsverzeichnis

Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

Außer der Asklepios Kliniken GmbH gibt es noch eine Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH.

Bernard gr. Boermann wird auf der Asklepios-Homepage ohne Unterscheidung der beiden Unternehmen als Gründer und Alleingesellschafter genannt, so dass man annehmen muss, dass diese Angabe für beide Unternehmen gilt (Stand 30.11.06).

Das rechtliche Verhältnis zwischen den beiden GmbHen ist aus der Asklepios-Homepage, die für beide Unternehmen zu "gelten" scheint, nicht ersichtlich.

Organisatorisch scheint es sich bei den beiden GmbHen um einen einheitlichen Apparat zu handeln. Siehe z.B. das Asklepios-Organigramm (Stand 30.11.06), in dem ein Block "Unternehmenskommunikation u. Marketing" auftaucht. Dieser Block leitet auf eine Unternehmenseinheit "Zentraler Dienst Unternehmenskommunikation und Marketing". Diese Einheit scheint zur Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH zu gehören, denn im November 2006 wurden im Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg (LBK) Flugblätter verteilt mit der Aufschrift: "Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH, Zentrale Dienste Unternehmenskommunikation & Marketing". Die Verwaltungsgesellschaft wird auch im Impressum der Asklepios-Homepage als verantwortlich angegeben. Andere Blöcke im organisgramm scheinen dagegen zur Asklepios Kliniken GmbH zu gehören, z.B. "Medizin, Psychiatrie und Maßregelvollzug".

Die rechtlichen Verhältnisse beider Unternehmen erlangten im November 2006 im Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen gegen Bernard gr. Boermann und den Hamburger Finanzsenator Wolfgang Peiner Bedeutung in der Öffentlichkeit. Siehe dazu Asklepios unterstützt politische Kampagne von CDU-Senator.

Nachrichten

Oktober 2010

Ver.di Bundesverwaltung gibt Zeitung zu Asklepios heraus: ZEUS

Seit Oktober 2010 gibt die Ver.di Bundesverwaltung, Fachbereich 3, eine Zeitung heraus, die sich ausschließlich mit Asklepios beschäftigt.

Die Zeitung heißt ZEUS. Zur Erklärung dieses Namens heißt es in der Titelzeile der Erstausgabe vom Oktober 2010:

Der griechische Gott Asklepios wurde wegen seiner Selbstanmaßung von Zeus mit einem Blitz gestraft. Dem Klinikbetreiber Asklepios muss man das gleiche vorwerfen: Ausbeutung, Unterdrückung und Selbstherrlichkeit.

Aus internen Kreisen wird berichtet, die Zeitung stoße nicht bei allen ver.di Betriebsräten auf Gegenliebe. Manche verweigerten, so heißt es, die Verteilung mit der Begründung, ZEUS werde ohne Rücksprache mit den Betriebsräten von einer Werbefirma erstellt. Auch die offensiven Inhalte der Zeitung könnten manchen ver.di Betriebsräten aufstoßen.

Wer weiß mehr?


Siehe auch

Juni 2010

Konzernbetriebsrat macht Propaganda für die "Betriebsgemeinschaft"

Anlässlich der “Rekord-Gewinne bei Asklepios” (siehe unten Mai 2010) erschien im Juni 2010 ein Flugi vom Konzernbetriebsrat der Asklepios Kliniken GmbH. Darin werden folgende Zahlen genannt:

Anstieg der Patientenzahlen um 7,7%
Anstieg der Rendite um 9,2%
Anstieg des operativen Ergebnisses um 24%

Wahrscheinlich ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, d.h. gegenüber 2008, gemeint. (Das steht aber nicht da.) Ein “operatives Ergebnis” ist ein Teil der gesamten Gewinne bzw. Verluste, die ein Unternehmen macht. Kann sein, dass im Flugi gerade das “operatives Ergebnis” herausgepickt wurde, weil die Prozentzahl so schön hoch ist.

Im Weiteren beklagt das Flugi die üblichen Missstände. Dann heißt es:

Hier sollte die Frage erlaubt sein: Welche Ziele verfolgt die Unternehmensführung?

Ja, welche wohl?! Natürlich weiß der Konzernbetriebsrat die Antwort. Aber anstatt sie auszusprechen, fragt er bloß. Und sogar das Fragen wird noch unter den Vorbehalt einer Erlaubnis gestellt.

Hier sollte die Frage erlaubt sein: Wo steht dieser Konzernbetriebsrat eigentlich?

Das Flugi gibt Auskunft:

Anhand der veröffentlichten Zahlen müssen unsere Forderungen erneut diskutiert werden. Die Kernpunkte liegen auf der Hand:
  • Ein Tarifvertrag für Alle, der die Mitarbeiter würdigt und nicht herabsetzt.
  • Ein Tarifvertrag auf dem Niveau, der der Marktposition von Asklepios entspricht.
... Was nutzt es Asklepios ..., wenn ... ein schlechtes Licht auf den Konzern geworfen wird? Ein Unternehmen, das so eindrucksvolle Zahlen ... präsentieren kann, sollte auch die unternehmerische Klasse haben ... [bla]

Im Kern geht es dem Konzernbetriebsrat demnach darum, eine kuschelige Betriebsgemeinschaft mit der Konzernleitung zu etablieren, damit die MitarbeiterInnen den “Markt” mitabsahnen können. Dies im Gegensatz zu den KollegInnen, die bei “Marktpositions”-Verlierern arbeiten und sich nach dieser Logik ja ebenfalls zu sagen hätten: “Ein Tarifvertrag auf dem Niveau, der der Marktposition von Klinikbetreiber X entspricht. – Also Lohnverzicht etc. pp.”

Das Prinzip, Gesundheitsversorgung als Profitgeschäft zu betreiben, hat dieser Konzernbetriebsrat voll gefressen. Daher der Rückzug auf die Frageposition bezüglich der Ziele der Unternehmensführung. Würden die Ziele ausgesprochen, die die Unternehmensführung verfolgt, lägen andere “Kernpunkte” “auf der Hand”.



Das Tarifergebnis, das für die KollegInnen im Juli erzielt wurde, war denn auch entsprechend:

  • Verkauf des Rechts auf Freizeit und Dienstplansicherheit gegen 30% Aufschlag, wenn man einspringt. Für diejenigen, die am Konzern verdienen, ist das billiger als Personalaufstockungen und Leiharbeit.
  • Die Steigerungen der Lebenshaltungskosten nicht auffangende Zuwächse für Geringverdienende, dagegen hohe Zuwächse für Besserverdienende.
  • Verbesserungen, die KollegInnen mit Kindern helfen würden, fielen unter den Tisch. Dafür haben sie es jetzt noch schwerer, bei Anrufen aus der Klinik "Nein" zu sagen.

Mai 2010

Rekord-Gewinne bei Asklepios

Pressemitteilung Asklepios 20.5.10:

... Die Asklepios Gruppe steigerte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr um 23,5 Prozent auf 197,9 Mio. Euro (Vj.: 160,3 Mio. Euro) und erwirtschaftete damit das höchste operative Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Die EBITDA-Rendite legte von 7.9 Prozent auf 9,2 Prozent zu. Konvergenzeffekte, Effizienzverbesserungen und Mehrleistungen wirkten sich positiv auf die Ertragslage aus.

Die Gruppe profitierte darüber hinaus von einem positiven Ergebnisbeitrag des Teilkonzerns Asklepios Kliniken Hamburg (AKHH), dessen Restrukturierung nach der Privatisierung im Jahre 2005 sehr erfolgreich verläuft. Dadurch sowie durch erhebliche Einsparungen bei den Kapitalkosten erhöhte sich der Jahresüberschuss von 52 Mio. Euro im Vorjahr auf 88 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2009. Dies entsprach einem Anstieg um 70 Prozent. Die aktuelle Umsatzrendite beträgt 4,1 Prozent.

Die Asklepios Gruppe erwirtschaftete 2009 einen starken operativen Netto-Cashflow von 151,4 Mio. Euro, der zu einem wesentlichen Teil für Investitionen in den Bestand eingesetzt wurde. Darüber hinaus führte die Gruppe ihre Finanzverbindlichkeiten weiter zurück. Die Nettoverschuldung belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 568 Mio. Euro, davon entfielen 290 Mio. Euro auf nachrangiges Kapital. Ohne Berücksichtigung des nachrangigen Kapitals reduzierte sich der Verschuldungsgrad auf das 1,4-fache des EBITDA (Vj.: 1,7-fach).

Die Asklepios-Gruppe verfügte demnach zum Bilanzstichtag über eine solide Finanzstruktur und eine starke Kapitalbasis. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 27,7 Prozent, einschließlich des nachrangigen Kapitals auf 43,0 Prozent. Dem Konzern standen zum Jahresende 2009 liquide Mittel und ungenutzte Kreditlinien von mehr als 420 Mio. Euro zur Verfügung, um weiteres Wachstum zu finanzieren. ...


Rekordgewinn auf Kosten der Mitarbeiter. Davon, wie es den Krankenhausbeschäftigten geht, unter welchen Bedingungen sie arbeiten müssen, steht nichts geschrieben. Auf einen Rekordgewinn auf Kosten aller Beschäftigten kann doch niemand stolz sein. Hauptsache die " Oberen" verdienen genug und die Manager. Die Kämpferin

März 2010

Bericht zur Leiharbeit

Ein Beitrag bei LabourNet 24.03.2010 erläutert am Beispiel von Asklepios, wie Leiharbeit in Krankenhäusern funktioniert:

Ein Vertrag zwischen den Managementebenen der Krankenhausbetreiber auf der einen Seite und dem Management der Zeitarbeitsfirma regelt den Einsatz des Pflegepersonals.

Das Management der privatisierten Krankenhäuser (Asklepios) gibt eine Meldung für bestimmte Krankenhäuser an die Zeitarbeitsfirma. Das freie Personal wird dann unabhängig davon, in welchen Krankenhäusern die einzelnen Personen bisher eingesetzt waren, eingesetzt. Vorkenntnisse über Abteilungen und Stationen des Krankenhauses spielen keine Rolle. Die jeweilige Station wird offenbar weder gefragt, noch hat diese einen Einfluss auf den Einsatz des Personals. Dass überhaupt eine Einarbeitung auf der Ebene der konkreten praktischen Arbeit notwendig ist, scheint für den Einsatz ohne Bedeutung zu sein. Was diese Art des Einsatzes für die soziale, körperliche und emotionale Belastung der MitarbeiterInnen bedeutet, spielt ebenfalls keine Rolle. Dass sich PatientInnen über ständig wechselndes Pflegepersonal beklagen und verunsichert sind, ist wohl auch noch nicht in die Ebenen der Verwaltung gedrungen. ...

Mehr und Ausführlicheres kann man bei LabourNet nachlesen.

Es werden weitere Erfahrungsberichte zur Leiharbeit im Gesundheitswesen nachgefragt. Kontakt: jourfixe.hh[at]t-online.de.


November 2008

proCuraMed I

Die Übernahme der kompletten proCura med durch Asklepios fand 2 Monate früher statt.

Juni 2008

proCuraMed II

Die Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH übernimmt schrittweise bis zum Ende des Jahres 2008 die Firma proCura med in der Schweiz und die proCura med in Lindau. Zu der proCura med Lindau gehört das Krankenhaus Lindau.

Siehe auch

April 2008

Einsatz von ServiceassistentInnen mit Hilfe des DGB

LabourNet Newsletter 15.4.08:

Wenn die Pflege ausgelagert wird

Billigkräfte in Krankenhäusern sind ein bundesweiter Trend - das bestätigen Gewerkschaft und auch die Hamburger Krankenhausbetreiber. An einem dortigen Träger für "Schmalspur-Ausbildungen" ist ausgerechnet der DGB beteiligt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist indirekt an dem umstrittenen Ausbildungsunternehmen "MaxQ" beteiligt. Das Unternehmen ist Bildungspartner des Berufsfortbildungswerks, das wiederum eine gemeinnützige Einrichtung des DGB ist. Max Q bietet Aus- und Fortbildungen für das Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitswesen an - unter anderem für so genannte "Serviceassistenten im Krankenhaus". Diese sollen in Kliniken das Pflegepersonal entlasten, indem sie beispielsweise Getränke verteilen oder Telefonkarten von Patienten aufladen...?
Artikel von Jessica Riccò in der Taz-Nord vom 21.04.2008

Das bfw war im Jahr 2002 aufgefallen, weil es Gehaltskürzungen gegen MitarbeiterInnen durchsetzen wollte und darüber in einen Konflikt mit ver.di gerieht. Der damalige und heutige Geschäftsführer des bfw, Edgar Schramm, argumentierte mit Mechanismen des Marktes. (Hamburger Abendblatt 31.7.02)

November 2007

CardioCliniC geht an Asklepios

Newsletter vom 25.11.07 der Ver.di Betriebsgruppe Knappschaftskrankenhaus Sulzbach:

Die Klinikkette Asklepios übernimmt zum 1. Dezember die renommierte Hamburger CardioCliniC.
© Die Welt, 22.11.2007


Hamburger Abendblatt 23.11.07

Das Klinikunternehmen Asklepios hat überraschend die auf Herzerkrankungen spezialisierte CardioClinic gekauft. Das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) war ebenfalls interessiert - und geht nun leer aus. CardioClinic mit Sitz beim Jerusalem-Krankenhaus behandelt pro Jahr zwischen 600 und 700 Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet und ist seit 2002 im Hamburger Krankenhausplan mit 25 Betten aufgenommen. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Standort und die Arbeitsplätze der rund 70 Mitarbeiter bleiben nach Angaben von Asklepios erhalten. Unternehmenssprecher Rudi Schmidt sagte: "Asklepios tritt mit der Übernahme in alle vertraglichen Verpflichtungen der Klinik ein und unterstützt dabei besonders das Konzept des geplanten Diakonieklinikums, mit dem die CardioClinic zusammenarbeitet."

Kartellrechtliche Bedenken gab es im Vorfeld laut Schmidt nicht. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Klinik Patienten weit über den Standort Hamburg hinaus rekrutiert. Zum anderen liegen Umsatz und Gewerbesteuerabgaben der Klinik in einem Rahmen, der die Übernahme durch Asklepios gestattet. ...


Siehe auch


Januar 2007

Asklepios Service GmbH: Schließung der Niederlassung Wiesbaden, außerordentliche Kündigungen

Alle 50 MitarbeiterInnen der Asklepios Service GmbH Wiesbaden haben am 8. Januear 2007 eine außerordentliche Kündigung mit Stichtag 28. Februar erhalten. An diesem Tag soll der Betrieb eingestellt werden.

Wiesbadener Tagblatt 11.1.07:

Laut Verdi hatte der Konzernbetriebsrat Asklepios einen Wahlvorstand für die Wiesbadener Niederlassung installiert, um auch dort einen Betriebsrat wählen zu können. Nachdem der Wahlvorstand die Mitarbeiter darüber informiert hatte, dass Ende Februar eine Betriebsratswahl stattfinden werde und sie sich nun als Kandidaten bewerben sollten, wurde laut Verdi am Montag [10.1.07] seitens der Arbeitgeberseite eine Mitarbeiterversammlung einberufen. Die Mitglieder des Wahlvorstandes seien darüber jedoch nicht informiert worden. Auf der besagten Mitarbeiterversammlung habe Geschäftsführer Martin Merbitz darüber informiert, dass bereits seit 2005 geplant sei Veränderungen im Unternehmen vorzunehmen. Nun gäbe es eine Möglichkeit und der Betrieb würde zum 28. Februar eingestellt.

Anschließend wurde laut Verdi jeder Mitarbeiter einzeln in das Büro des Arbeitgebers gebeten und erhielt dort seine außerordentliche Kündigung ausgehändigt. Der Erhalt musste durch Unterschrift bestätigt werden, sagt die Gewerkschaft. Einige Beschäftigte hätten berichtet, dass sie im Anschluss einen neuen Arbeitsvertrag hätten unterschreiben können. Der Inhalt des Vertrages sei jedoch nicht bekannt, da dieser noch nicht ausgehändigt wurde, "trotz bereits geleisteter Unterschrift des Einzelnen", wie Verdi betont. Den im Wahlvorstand aktiven Kollegen seien ebenfalls die Kündigungen zugestellt worden, heißt es abschließend seitens der Gewerkschaft.

Für welche Einrichtungen war die Niederlassung bisher zuständig?

November 2006

ver.di warnt vor Klinikverkauf an Asklepios-Konzern

Pressemeldung ver.di Bundesvorstand 24.11.06:

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) rät dringend davon ab, öffentliche Kliniken an den Asklepios-Konzern zu veräußern. "Wir können von einer Übernahme öffentlicher Kliniken durch Asklepios nur abraten. Nicht die Sorge um Patienten und Beschäftigte steht im Mittelpunkt der Konzernpolitik, sondern Gewinnmaximierung um jeden Preis", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke am Freitag.

Anlass der Warnung seien die jüngsten Auseinandersetzungen in Hessen: "Asklepios begeht Tarifflucht, betreibt Lohndumping und nimmt die Beschäftigten in Geiselhaft", beschreibt Paschke die Erfahrungen mit dem Klinik-Konzern. An den Standorten in Hessen streiken die Beschäftigten um die Übernahme des Tarifstandards, der in öffentlichen Kliniken gilt. Währenddessen hat Asklepios eine Tarifvereinbarung mit einer Billiggewerkschaft abgeschlossen und droht den Streikenden in Hessen nun mit Kündigung.

ver.di werde dem Versuch von Asklepios, die geltende Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zu unterlaufen, juristisch schnellstens einen Riegel vorschieben. Wer versuche, Grundrechte von Arbeitnehmern zu verletzen, müsse sich warm anziehen, betonte Paschke. ...

Eine Stellungnahme von Asklepios hierzu konnte auf der Homepage von Asklepios nicht gefunden werden (26.11.06).


Februar 2005

Fragen und Antworten bei abgeordnetenwatch.de

Fragen an und Antworten von Dr. Martin Schäfer (SPD), Senatsabgeordneter für den Bezirk Hamburg-Eimsbüttel, bei abgeordnetenwatch.de:

... ich habe genau zwei Fragen:

  1. Bei der Durchsicht der Antworten von Herrn Reinert CDU zum Thema LBK Verkauf bemerkte ich, dass Herr Reinert Sie zitiert, mit der Aussage, dass LBK sei mit 1 Milliarde Euro verschuldet. Was ist der Wahrheitsgehalt dieses Zitates ?
  2. Wie ich der Presse entnommen habe, haben Sie derzeit Einsicht in Akten zum LBK Verkauf. Geben die Akten darüber Aufschluß, in welcher Weise die wirtschaftliche Situation der potentiellen Käufer (Asklepios oder Helios) berücksichtigt wurden ? Nach meinem Kenntnisstand hat die Firma Asklepios seit Jahren keinen Geschäftsbericht mehr veröffentlicht, im Gegensatz zur Firma Helios, die jährlich einen Geschäftsbericht herausgeben hat.

... die beiden von Ihnen gestellten Fragen will ich gerne beantworten.

  1. Ich weiß nicht, wann und wo mich Herr Reinert so zitiert hat, aber die Zahl 1 Mrd. Euro, mit der der alte LBK verschuldet sei, kommt folgendermaßen zustande: Der LBK muss seit Mitte der 90-er Jahre betriebliche Renten in Höhe von über 30 Mio. Euro jährlich für bereits ausgeschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlen. Zusammen mit weiteren Krediten beliefen sich diese Zahlungen Ende 2004 kumuliert auf über 600 Mio Euro, die der alte LBK der Landeshauptkasse schuldet. Hinzu kommen die zukünftigen Rentenzahlungen, die kapitalisiert auf den heutigen Zeitpunkt berechnet über 300 Mio Euro betragen. Zusammen sind das ungefähr die von mir erwähnte eine Mrd. Euro.
    Da Herr Reinert mich im Zusammenhang mit dem Verkauf des LBK zitiert hat, möchte ich noch hinzu fügen, dass die neue LBK-Immobilien zusammen mit der verkauften LBK-Betriebsgesellschaft im Jahr 2008 deutlich mehr verschuldet sein werden als es der alte LBK vor dem Verkauf war.
  2. Asklepios veröffentlicht nur die Geschäftsdaten im Bundes-Anzeiger, die rechtlich zwingend veröffentlicht werden müssen. Dort können diese Daten gegen Gebühr abgefordert werden. Der Mitbewerber Helios-Kliniken GmbH veröffentlicht jährlich einen Geschäftsbericht, den man leicht und ohne Gebühren, ich glaube sogar über das Internet, abrufen kann. Über die wirtschaftliche Situation dieser zwei Bewerber um den LBK gibt es in den uns vorliegenden Akten nur ziemlich kurze Einschätzungen von Seiten der Berater, die von der FHH beauftragt worden waren, den Verkauf des LBK vorzubereiten. Diese Einschätzungen der wirtschaftlichen Situation aller Bewerber sind jedoch nicht unmittelbar zu vergleichen, da beispielsweise zu Asklepios an dieser Stelle keinerlei Angaben zu deren finanzieller Situation zu finden ist. Helios wird dagegen als finanziell potent und seriös eingeschätzt.

Personalpolitik

Die Kliniken der Asklepiosgruppe sind zum überwiegenden Teil ohne jegliche tarifliche Bindung. (ver.di Hessen, ca. Mai 2005).

Wer bei Asklepios arbeitet, hat mit fairer Härte zu rechnen, soll selbstlos sein und sich als Führungskraft den Kaffee selber kochen:

Asklepios Mitarbeiter bewirken ihre Erfolge durch ehrliche, saubere Arbeit. Dabei sind sachliche Auseinandersetzungen konsequent, hart und fair zu führen. ... Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass jeder Mitarbeiter die ihm übertragene Verantwortung selbstständig und uneigennützig wahrnimmt. Diese Philosophie ... geht ... einher mit 100-prozentiger Loyalität gegenüber dem Unternehmen. Jeder Missbrauch des Vertrauens ist daher in aller Härte zu ahnden. ... Mitarbeiter wollen Führung. Dabei wollen sie nicht zum Ziel kommandiert werden, sondern sich an Vorbildern orientieren ... Praktisch bedeutet dies z.B., ... dass [von Führungskräften] Dinge des persönlichen Umfeldes selbst erledigt werden können, z.B. Telefonieren, Kopieren, Kaffee kochen usw. (Bernard gr. Broermann in Asklepios intern 02/04, S.3)

In Hessen hat Asklepios den Gewerkschaften im Mai 2004 ein besonderes „Angebot“ eines „leistungsgerechten Tarifvertrags“ für seine vier Kliniken gemacht: 42-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich, nur noch 26 Tage Urlaub, nur noch 6 Wochen Lohnfortzahlung bei Krankheit (statt bis zu 26 Wochen), höchste Bereitschaftsdienststufe nur noch C und nur zu 50% als Arbeitszeit bewertet, massive Flexibilisierung der Arbeitszeit ohne Zuschläge.

Wolfgang Rose, Landesbezirksleiter von Ver.di Hamburg, wies darauf hin, dass in der Asklepios-Klinik Bad Oldesloe sowie in den Pflegezentren Ahrensburg und Reinfeld per Aushang Verzögerungen bei der Auszahlung der Juni-Gehälter 2004 angekündigt wurden. (ver.di Newsticker 8. Juli 2004)

Einrichtungen

Kliniken Langen und Seligenstadt

Siehe Kreiskliniken Langen und Seligenstadt.

ASKLEPIOS Fachkliniken Brandenburg GmbH

Im Oktober 2006 hervorgegangen aus 3 ehemaligen Landeskliniken des Landes Brandenburg, bilden heute das ASKLEPIOS Fachklinikum Brandenburg/Havel, das ASKLEPIOS Fachklinikum Teupitz und das ASKLEPIOS Fachklinikum Lübben/Spreewald die ASKLEPIOS Fachkliniken Brandenburg GmbH.


Siehe auch

Gesellschaftspolitische Einflüsse

Klage gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften

Am 13. Mai 2004 hat Asklepios eine Klage gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften beim Gericht erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften eingereicht. Die Klägerin ... bemüht sich seit Januar 2003 um den Erlass einer Entscheidung der Kommission nach Artikel 4 Absatz 2, 3 oder 4 der Verordnung (EG) Nr. 659/1999 betreffend eine angebliche Beihilfepraxis zu Gunsten von Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft in der Bundesrepublik Deutschland. (Amtsblatt der EU 2004/C 201/36 ).

Am 11. Juli 2007 wurde die Klage abgewiesen. Laut Gerichtsurteil T-167/04 wurde auf Seiten der wegen Untätigkeit beklagten Europäischen Kommission - grob zusammengefasst - so argumentiert:

  • die Klägerin ist nicht klagebefugt, weil sie zwar betroffen ist, aber nicht individuell betroffen
  • die staatlichen Ausgleichszahlungen an öffentliche Krankenhäuser stellen Einzelbeihilfen dar, und es hätte deshalb für jeden Einzelfall nachgewiesen werden müssen, dass die Klägerin mit dem betreffenden Krankenhaus in einem Wettbewerbsverhältnis steht
  • die Zeit der Untätigkeit der Europäischen Kommission war nicht lang genug

Die Kosten des Verfahrens für Asklepios und für die Europäische Kommission tragen letztlich die Krankenkassen.


Hinweis: 2003 zahlte die Stadt Hamburg an Asklepios 31,25 Mio. € für den Ausbau des Asklepios Wesklinikums Hamburg (Asklepios intern 02/04, S. 36). Im Februar 2004 erhielt Asklepios vom Thüringer Sozialministerium Bewilligungsbescheide über 5,8 Millionen € für Investitionsmaßnahmen.


Siehe auch

Facharztpraxen

Außer ihre MitarbeiterInnen will die Asklepios Kliniken GmbH das gesamte medizinische Umfeld ihrer Kliniken zu sauberer Arbeit anleiten. So gründete Asklepios Fachkliniken München-Gauting 2002 mit ausgewählten Partnern; den eingetragenen Verein Pneumologische Netzwerk Südbayern, in dem neben Asklepios-Kliniken 26 Facharztpraxen erfasst sind. Laut seiner Satzung verfolgt dieser Verein ausschließlich einen gemeinnützigen Zweck , z.B. die Stabilisierung und Verbesserung der ... ökonomischen Situation der teilnehmenden Institutionen .

DAK, Universitätskliniken

In Kooperation mit der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK), mit Universitätskliniken und der Health Base Medizin-Daten AG arbeitet Asklepios an einem umfassenden digitalen Netzwerk der Integrierten Versorgung (IV), damit der Patient ohne Reibungsverluste durch den gesamten Krankheitsverlauf geleitet werden kann. Dadurch ... wird die Lebensqualität der Patienten verbessert . (Asklepios intern 02/04, Wytto 7.11.04)

Die Health Base Medizin-Daten AG gehört zu 70% der Inova AG

Krankenversicherungen

Mit nahezu allen führenden Unternehmen der privaten Krankenversicherung, die gemeinsam mehr als 80% des gesamten Marktes der privaten Krankenversicherungen abdecken, hat Asklepios Vereinbarungen getroffen (Asklepios-/PKV Vereinbarung).

Medizinische Fachschulen

In Kooperation mit dem Internationalen Bund (IB), in dessen Organen sich MinisterInnen und StaatssekretärInnen a.D. tummeln, tritt Asklepios als Bildungsträger auf und ist an mehr als 30 medizinischen Fachschulen in der BRD beteiligt. 2004 versuchte der IB, die Gehälter seiner 1300 Beschäftigten um 12,5 % zu senken (GEW Landesverband Baden-Württemberg 03/04).

Forensische Psychiatrie

In Stadtroda (Thüringen), Uchtspringe und Bernburg (beide Sachsen-Anhalt), Brandenburg und Teupitz (beide Brandenburg) sowie in Hamburg engagiert sich Asklepios auf dem Gebiet der forensischen Psychiatrie.

Kooperationen/Beteiligungen

Kreditanstalt für Wiederaufbau

Aktivitäten der Asklepios GmbH in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern, die auf eine Kommerzialisierung der Gesundheitsversorgung zielen, werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert und in Zusammenhang mit der Firma EPOS Health Consultants durchgeführt.

Die KfW gehört Bund und Ländern und vergibt im Grunde genommen Subventionen an bundesdeutsche Unternehmen. Sie wirkt bei Privatisierungen mit, indem sie öffentliche Unternehmen vom Bund „kauft“ und dann an der Börse anbietet (z.B. Post). Im Verwaltungsrat sitzen RegierungsvertreterInnen und Gewerkschaftsfunktionäre (Geschäftsbericht KfW 2004).

EPOS ist eine Consulting-Firma im Medizinsektor, die der GOPA-Gruppe angehört und sich u.a. in Afrika, Indien, den ehem. GUS-Staaten, Mittel- und Südamerika und Indonesien betätigt.

B. Braun Melsungen AG und Uniklinik Gießen-Marburg

B. Braun Melsungen AG ist ein Pharma- und Medizinbedarfsunternehmen mit knapp 30.000 MitarbeiterInnen weltweit (Stand 2006) und Stammsitz, mehreren Werken und Forschungsstätten in Melsungen sowie in anderen Orten.

Das Unternehmen geht zurück auf eine Apotheke im Jahr 1839 mit Versandhandel für heimische Kräuter und ist Eigentum der gleichnamigen Familie. Es operiert mit diversen Tochterunternehmungen weltweit. (Wikipedia)

Asklepios wollte 2005 zusammen mit B. Braun in einer Bietergemeinschaft die Uniklinik Gießen-Marburg erwerben, die dann aber an Rhön übergeben wurde. (Infosystem Universitätsklinikum Gießen und Marburg, zitiert Gießener Anzeiger vom 13.12.05)

Mitte 2005 schloss die Betriebskrankenkase B. Braun Melsungen AG mit den Asklepios Kliniken einen Vertrag über die Versorgung von PatientInnen mit Herzkrankheiten ab. Alle PatientInnen der BKK mit kardiologischen Beschwerden werden damit ausschließlich in Kliniken und Reha-Einrichtungen der Asklepios-Gruppe behandelt. (Asklepios Medienspiegel 1. Halbjahr 2005, Forum Melsungen)

Im November 2003 schloss die Betriebskrankenkase B. Braun Melsungen AG mit Asklepios einen Vertrag über neurologisch erkrankte Menschen ab. Vertragspartner sind neben der BKK B. Braun Melsungen AG die BKK PwC, die BKK KPMG, die BKK Ernst & Young sowie die BKK AESCULAP. Insgesamt sind 50.000 Mitglieder bundesweit bei diesen Kassen versichert. (DRG-Zeitung2.12.03)

Vorstandsvorsitzender der B. Braun ist Ludwig Georg Braun. Er ist zugleich

  • Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)
  • Mitglied im Aufsichtsrat der Uniklinik Gießen-Marburg, in dem auch Stefan H. Lauer, Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa AG, und Joachim von Harbou, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt/Main sitzen. (Wikipedia, Stand 1/06, Info Uniklinik Gießen-Marburg, Info Standort Marburg, UniBund & Alumni 2005)
    Aktualisierung 28.7.07: Mit Übergabe an Rhön 2005/06 ist der Aufsichtsrat der Uniklinik Gießen-Marburg umbesetzt worden.
  • Mitglied des Verwaltungsrats der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), in dem auch ein Vertreter der Fraport AG sitzt, die den Flughafen Frankfurt betreibt (Info der Bank, Stand 1/06)

Joachim von Harbou und Ludwig Georg Braun machen sich für den Ausbau des Frankfurter Flughafens stark (Wiesbadener Kurier 3.5.05)

Joachim von Harbou

Stefan H. Lauer

  • sitzt zusammen mit Leuten, die Posten bei Sanofi-Aventis, DaimlerChrysler, McKinsey & Company, der Degussa AG, der Altana AG, und der Dresdner Bank haben, im Vorstand der Johann Wolfgang Goethe Universität. (Info der Uni, Stand 1/06)
  • ist Mitglied des Kuratoriums von AIESEC, einer Plattform, auf der Studierende ihre Potenziale entdecken und in einem internationalen Kontext Führungs- und Sozialkompetenzen ausprägen können. ... Große Unternehmen und Organisationen wie die Deutsche Post World Net AG/DHL, die Deutsche Lufthansa AG, Ernst & Young, PricewaterhouseCoopers und viele andere sind langjährige Partner von AIESEC (Selbstdarstellung, Stand 1/06 und 7/07) In diesem Kuratorium finden sich neben Dr. Ursula Engelen-Kefer (SPD, DGB) auch Vertreter von Deloitte Consulting und The Boston Consulting Group (BCG). BCG und Deutsche Post World Net tauchen im Zusammenhang mit dem Krankenhaus Rating Report 2006 auf.


Siehe auch


Microsoft und Intel

Pressemitteilung LBK Hamburg 5.4.05:

Microsoft, Intel und die Asklepios Kliniken haben eine weitreichende Kooperationsvereinbarung für gemeinsame Aktivitäten im Gesundheitsbereich geschlossen. Das teilten die Akteure heute in Hamburg mit. Die strategische Partnerschaft soll die Gesundheitsreform in Deutschland durch gemeinsame Entwicklung geeigneter Technologien und eHealth-Angebote unterstützen. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind Infrastrukturangebote für das moderne Krankenhaus, Lösungen für die "Integrierte Gesundheitsversorgung" und die Telemedizin, gemeinsame Anwendungsentwicklung auf Basis der Microsoft .NET-Technologie sowie Mobility-Lösungen. Europäisches Referenzzentrum wird das neue Klinikum Barmbek in Hamburg. ...

AstraZeneca GmbH

Mitteilung von AstraZeneca 9.2.06

Mit der Behandlungseinheit Schizophrenie (BES) wird in der Asklepios Klinik Nord der LBK Hamburg GmbH ein beispielhaftes Konzept zur modernen Versorgung schizophrener Patienten umgesetzt. Von dieser Erkrankung sind bundesweit rund 800.000 Menschen betroffen. Das Modell einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Ärzten, Patienten und Angehörigen bekommt jetzt durch die Kooperation der Asklepios Klinik Nord mit dem Arzneimittelhersteller AstraZeneca GmbH weitere Unterstützung ... Schizophrenie ist die teuerste psychische Erkrankung – die direkten und indirekten Kosten sind mit denen großer Volkskrankheiten wie Diabetes vergleichbar. ... Mit dem Sponsoring dieses Projektes nimmt AstraZeneca seine Verantwortung wahr, die Versorgung von Patienten auch über die Bereitstellung innovativer Arzneimittel hinaus aktiv mitzugestalten.


ShortNews 20.10.06:

Einer der häufigsten psychiatrischen Diagnosen könnte bald das gleiche Schicksal widerfahren, wie vor 30 Jahren der Homosexualität: die Entfernung aus dem offiziellen Katalog psychiatrischer Krankheiten. Schizophrenie sei ein unwissenschaftliches, stigmatisierendes und gefährliches Konzept, sagten britische Experten in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz. Auf die Verwendung der Diagnose solle deshalb in Zukunft verzichtet werden. Marius Romme, emeritierter Psychiatrieprofessor: "Ich glaube, dass Schizophrenie als Krankheit nicht existiert." Das Konzept verstelle den Blick für die sozialen und emotionalen Probleme der Patienten und verhindere dadurch ihre Bewältigung.


Siehe auch

MediClin

Die Asklepios Kliniken Gruppe besitzt rund 25,21 Prozent von MediClin (Stand: 25.05.2009).

Personen

Dr. Bernard gr. Broermann

Der alleinige Gesellschafter der Asklepios Kliniken GmbH, Dr. Bernard gr. Broermann, war bis 1983 bei Ernst & Whinney, der viertgrößten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Welt, tätig bzw. mit diesem Unternehmen assoziiert.

Nach Angaben des Hamburger Senats erstellte die Ernst & Whinney GmbH 1995 ein umfangreiches Gutachten zur „Wirtschaftlichkeit“ des Universitätskrankenhauses Hamburg Eppendorf (UKE).

Zusammen mit VertreterInnen von Schering, Schwarz Pharma, Boehringer Ingelheim, Allianz, Hoffmann-La Roche, Aventis, Bayer, Sana Kliniken, Medtronic, Unilever, Essex Pharma und Novartis sitzt Broermann im Kuratorium der Deutschen Herzstiftung.

Laut einer Liste des Boulevardmagazins tz vom 10.10.06 steht Bernhard Broermann an 58. Stelle unter den reichsten Menschen in der Bundesrepublik Deutschland.

Dr. med. Jörg Weidenhammer

Bei der Übernahme des LBK setzte Asklepios zum 1. Januar 2005 Jörg Weidenhammer in den LBK-Vorstand.

Jörg Weidenhammer

  • war von 1992 bis 1996 Vorstandsmitglied des Medizinisch-wissenschaftlichen Zentrums Leipzig und Geschäftsführer des Herzzentrums der Universität Leipzig
  • war von 1983 bis 1998 hauptamtlicher Ärztlicher Direktor des Allgemeinen Krankenhauses St. Georg
  • war von 1988 bis 1992 Referatsleiter Medizinische Fachfragen beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln.
    Beim LVR sind rund 7.000 Menschen in zehn Rheinischen Kliniken beschäftigt. Direktor des LVR ist Udo Molsberger, Aufsichtsratsmitglied der WestLB.
  • ist seit 2003 Aufsichtsratsmitglied der Impella Cardiotechnik AG.
    Für eine Mikroblutpumpe, die innerhalb der Bypass-Chirurgie ein einzigartiges Therapiekonzept [ermöglicht], das sowohl patientenschonendere als auch kostengünstigere Anwendungen vor allem in der Herzchirurgie verspricht, erhielt die Impella Cardiotechnik AG 2000 einen „Innovationspreis der deutschen Wirtschaft“. (BerliNews 21.1.01)
    Der Preis wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gesponsert, die auch Asklepios Management-Aufträge im Ausland finanziert. (Asklepios intern, Herbst 2001)
    Die Blutpumpe wurde mit öffentlichen Geldern vom Helmholtz-Institut an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen entwickelt und dann der Impella Cardiotechnik AG zwecks Weiterentwicklung und Vermarktung übergeben. (Chronik der Stadt Aachen 1998)
    Ergänzung 2.4.05: Die Impella Cardiotechnik AG heißt nach Auskunft von Volker Bahr, Assistent der Geschäftsführung der TCC Trans Clinic Consultants GmbH, seit geraumer Zeit „Impella CardioSystems AG“.
  • ist seit 2000 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Cura Kurkliniken, Seniorenwohn- und Pflegeheime AG (Hamburg)
    Ergänzung 2.4.05: Das CURA-Aufsichtsratsmandat von Dr. Weidenhammer endete nach Auskunft von Volker Bahr im Frühsommer 2004.
  • ist seit 2001 Geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Gesundheits-System-Forschung GmbH (IGSF), das klinische Studien organisiert.
    Als Kooperationspartner gibt die IGSF GmbH die Stiftung IGSF an (umbenannt in „Fritz Beske Institut für Gesundheits-System-Forschung Kiel“). Schwerpunkt der Stiftungsarbeit, heißt es auf der Internetseite der Stiftung, ist die Politikberatung. Hierzu führt das Institut vorzugsweise in Berlin Pressekonferenzen und Parlamentarische Abende durch. Seit 1983 ist das Institut Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation („WHO Collaborating Centre of Health Care Systems Research and Development“). Im Stiftungsvorstand sitzt der Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel, Ferdinand Gerlach.
  • ist seit 1998 Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatungsgesellschaft Trans Clinic Consultants GmbH (TCC), die die IGSF GmbH ebenfalls als Kooperationspartner angibt.
    Zu den Mandanten von TCC zählen die Cura Kurkliniken, Seniorenwohn- und Pflegeheime AG, die Damp Holding AG, die Eifelhöhen-Klinik AG, die MediClin AG, Paracelsus, Rhön und Sana.
    Korrektur 2.4.05: Die '”Trans Clinic Consultants GmbH (TCC)” heißt nach Auskunft von Volker Bahr laut Handelsregistereintrag “TCC Trans Clinic Consultants GmbH”, und die IGSF GmbH ist ein Unternehmen der TCC GmbH.


Quellen


Siehe auch

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